Artikel zum Thema: ‘Wind(r)adel verpflichtet – Die Rolle des Adels im Windbusiness’

Die Presse: “Schwarzbuch Landwirtschaft” kritisiert Agrarförderungen für Millionäre” – Folgenschwere Verflechtung von Agrar-, Forst- und Windkraftgrossindustrie

Dienstag, August 31st, 2010

Der agrarische Boden Österreichs, auf dem auch die österreichische Windkraft bestens gedeiht, bietet schon seit Langem für viele Menschen den Anlass über Sinn und Unsinn von Förderungen nachzudenken. Kritikern wird jedoch von bekannter Seite vorgehalten, dass diese Förderungen ja vor allem den “kleinen Bauern” zugute kämen. Seltsamerweise werden die kleinen Bauern immer weniger und die Großbauern immer größer. Das “Schwarzbuch Landwirtschaft” von Hans Weiss hat die Fakten zusammengetragen. Wir kommen natürlich nicht umhin die entsprechenden Parallel zur Windkraftindustrie in Österreich zu ziehen, sind doch die Akteure, Profiteure und Proponenten zum großen Teil die selben.

Hans Weiss - Schwarzbuch Landwirtschaft - Die Machenschaften der Agrarpolitik - © 2010 Carl Hanser Verlag, München

Hans Weiss - Schwarzbuch Landwirtschaft - Die Machenschaften der Agrarpolitik - © 2010 Carl Hanser Verlag, München

Nur 20% aller Agrarförderungen gehen an die kleinen Bauern!
Keine Undercoverspionage war notwendig – der Autor Hans Weiss hat seine Informationen aus öffentlichen Quellen zusammengetragen, unter anderem auch aus der von vielen gefürchteten “Transparenzdatenbank” (mehr…). Nach dem Studium der Zahlen kommt der Autor zu einer erschreckendenen Erkenntnis: “Insgesamt kommen nur rund zwanzig Prozent aller Agrarsubventionen den vielbeschworenen “kleinen Bauern” zugute”, schreibt Weiss. Der Rest gehe an Großbauern, an Raiffeisen-dominierte Lebensmittelfirmen, an Privatstiftungen und an reiche Österreicher (mehr…). “Wer erhält Agrargelder in Österreich?” fragt die Zeitschrift “Der Landwirt” und listet die Nutzniesser nach Bundesland aufgeschlüsselt brav auf (mehr…)

Windkraft als neuer Erwerbszweig der oberen (agrarischen und forstlichen) Zehntausend…drei Branchen – eine Szene!
Was in der Land- und Forstwirtschaft gilt, kann auch in der österreichischen Windkraftszene als gültig angesehen werden. Große Betreibe kassieren hohe Förderungen und bringen das Kapital auf, Windkraftwerke zu errichten. Den Rücken stärken ihnen dabei natürlich die selben Organisationen und Politiker, die dies auch bei ihren “Bodengeschäften” tun. Um sich jeglicher unwürdiger kleinwindkraftlicher und teils bürgerlicher Konkurrenz zu entledigen, werden rasch AGs gegründet um mit Risikokapitel aus dem Volk abzucashen, bis der Sparkurs der Regierung dem Förderwahnsinn den Hahn abdreht. Doch bis es so weit ist, werden noch viele Wind-Megawattstunden 13 Jahre lang vergütet werden und der einfache Bürger noch zusätzlich mit “Ökosteuern” belegt werden, damit Österreich sauber bleibt.

Natürlich heisst es von genau den selben Öko-Saubermännern: “Hände weg von der Industrie! Denn die paar Gramm CO2, die die Industrie ausstößt, sparen wir ja ganz einfach mit zirka 800.000 Windrädern und dem nötigen Backup von Atomstrom wieder ein”. Also bitte alle merken: Alles aus dem Volk – für das Volk. Was will man bitte noch mehr?

ö1: “Schwarzbuch: Subventionen für Milliardäre” (mehr…)

Von der Bildungskarenz zum Aufsichtsratvorsitzenden: “Die Blitzkarriere des Ex-IG Windkraft Geschäftsführers DI Stefan Hantsch”

Mittwoch, August 25th, 2010

Österreich ist in vielerlei (Wind-)Hinsicht anders. Auf dem internationalen Parkett nähert sich der Windbranchen Trendbarometer in Form der VESTAS-Aktie seinem Dreijahrestief. Offiziell unbeeindruckt beziehungsweise bockig liess es sich die IG Windkraft natürlich nicht nehmen, zur Feier der tausendsten Megawattstunde in Österreich zu laden. Ein wichtiger Vertreter vergangener Zeiten fehlte jedoch…dieser weilt nun schon im Aufsichtsrat

VESTAS Aktie nähert sich Dreijahrestief - August 2010 - (C) manager-magazin.de/Collage

VESTAS Aktie nähert sich Dreijahrestief - August 2010 - (C) manager-magazin.de/Collage

Konsequent und charmant – Die Belohnung: Aufsichtsratvorsitzender
Kein Wunder – ticken doch in Österreich die Uhren anders. So schaffte es der sympathische Diplomingenieur innerhalb weniger Jahre zum Aufsitzratvorsitzenden. Keine Streitereien mehr in Bierzelten, kein “Tag des Windes” mit lästigen Demonstranten. Diese undankbare Rolle musste nun der langjährige Pressesprecher der IG Windkraft, DI Stefan Moidl übernehmen.

Als erleuchtungsähnlichen Zustand schilderte DI Hantsch einst seine erste Begegnung mit den stählernen Kolossen: “Plötzlich stand es da, das Windrad bei der Straßenmeisterei in St.Pölten, meinem Heimatort. Für mich ein Schlüsselerlebnis.” Nach der karriere-obligaten Zwischenstation beim NGO Greenpeace St. Pölten (DI Moidl kommt übrigens vom WWF und setzte sich einst für den Wienerwald ein) stieg DI Hantsch dann bei der IG Windkraft ein, wo er sich für die geplagten Austro-Windmüller einsetzte: “Bei meinem Vordringen in das Thema Windenergie wurde ich damit konfrontiert, dass Österreich im Gegensatz zu Deutschland und Dänemark seine Windmüller sehr schlecht behandelte”, so Hantsch im O-Ton.

Der Herr lobt die Seinen und nachdem Windkraft in Österreich sowohl Adels- als auch Familienangelegenheit ist, kann sich der geborene Steirer Hantsch freuen, nun dem Aufsichtsrat der Windkraft Simonsfeld vorzustehen. Unserer Meinung nach die höchste mögliche Weihe für den bürgerlichen Diplomingenieur. Bei der WK Simonsfeld ist auch seine langjährige Wegbegleiterin und IG-Windkraft Juristin* Dr. Ursula Nährer (Nichte des NÖ-Windmüllers Herbert Rabacher aus Haindorf) angesiedelt. Wundersame Wandlungen sind jedoch der Branche Eigenart. Dass also aus der – von der IG Windkraft – angekündigten Bildungskarenz des ehrgeizigen Diplomingenieurs eine gut dotierte Aufsichtsratsfunktion wurde, ist also nur mehr für den ungeübten Beobachter verwunderlich…

* interessant an der wichtigen Rolle der Juristin Dr. Nährer in den vergangenen Jahren ist die Tatsache, dass der Aufschwung der Windkraft neben Vitamin B vor allem Marketing und Juristerei eine wichtige Rolle spielen. Soviel zur sanften Technologie Windkraft bzw. zur Sanftheit der Mittel ihrer Durchsetzung bei Bund, Land und vor allem gegenüber den Bürgern.

Windkraftindustrie- und Polit-Theater um “Windpark Silventus” zeigt die Winkelzüge und das Netzwerk der österreichischen Windkraftlobby exemplarisch auf

Montag, Juli 12th, 2010

“Sauber, unendlich, sicher” – diesen Spruch lesen sowohl Österreichs Kinder, wie auch alle Besucher von Veranstaltungen der Windkraftindustrie. So wie beim aufblasbaren Windrad verbirgt sich auch hinter vielen Aussagen von Vertretern der Windkraftindustrie das selbe, nämlich heisse Luft. Weil die Entwicklungen in der Gemeinde Lohnsburg nicht wie erhofft von statten gingen, wandert der Wald-Windpark nun nach Pöndorf (OÖ) (mehr…). Der dortige Bürgermeister Johann Zieher übt auch schon in seinen ersten Begegnungen mit der Presse etwas ungelenk Stimmung für die Windindustrieanlage zu machen.

Dabei gibt er eine Jahrhunderterkenntnis von sich, die sogar renommierte Energieexperten überrascht: “Wir können nicht ewig vom Öl zehren.” Mit dieser propehtischen Gabe ausgestattet versucht er Argumente für den Windpark zu finden. Wir nehmen letztendlich aber an, dass eher finanzielle Anreize (in Form von “Ausgleichsmaßnahmen”, etc.)  für die Gemeinde Pöndorf eine tragende Rolle übernehmen werden.

Windpark Silventus - ein Waldwindpark im Fokus der österreichischen Windkraftindustrie (c) ÖÖN, IG Windkraft, prowind.at & RAUS aus EURATOM/Collage

Windpark Silventus - ein Waldwindpark im Fokus der österreichischen Windkraftindustrie (c) ÖÖN, IG Windkraft, prowind.at & RAUS aus EURATOM/Collage

Künstliche Feinde werden mit Hilfe von Vorfeldorganisation zur Windkraftwerbung herangezogen
Mit vielen, teils künstlich aus dem Boden gestampften Vorfeldorganisationen (prowind.at – mehr…). Die Feinde sind schnell ausgemacht: Einerseits die Atomkraft – hier stellt die “unabhängige” (mehr…) und wirkungsarme Organisation NEIN ZU EURATOM (mehr…) ein Bollwerk gegen die Atomkraft dar. Blöd, dass die Atomkraft durch ihre Grundlastfähigkeit eine der Schattenseiten der Windkraftnutzung darstellt, wie das manager magazin.de darstellt (mehr…). Naja, zur Not gibt es ja noch das üble Russen-Gas, dessen Ausbleiben im Jahr 2009 eine wahre PR-Lawine der IG Windkraft auslöste (mehr…). Blöd auch hier, dass auch Gasturbinen zur Stromsicherung in windarmen Zeiten herangezogen werden. Die Firma Siemens profitiert dabei doppelt von dem Trend, da es sowohl Gasturbinen wie auch Teile für die Windkraftindustrie produziert. So sagte Michael Süß der Chef der Division Fossil Power Generation: “Es wäre falsch, einen Gegensatz zwischen erneuerbaren Energien und fossilen Energien zu erzeugen. Schließlich zieht jeder Windpark auch ein Gaskraftwerk zur Lastabsicherung hinter sich her”. Naja, probieren kann man’s ja.

Die Stimmen aus dem Volk, die keine sind, rufen immer mehr Gegenstimmen hervor
Neben Anschober’schen Massenpresseaussendungen in Bezug auf Windkraft – natürlich rechtzeitig nach Inkrafttreten der Einspeistarifverordnung und knapp vor Silventus-bezogenen Ortsentscheidungen versucht auch die völlig unabhängige Plattform prowind.at (mehr…) Stimmung zu machen und schliesst dabei nur den Kreis unter jenen eingefleischten Windkraftfreunden und Sympathisanten, die sich auch schon vorher kannten. Da helfen auch Facebook, Twitter und Co. wenig. Die Stimmung in der Bevölkerung ist gegen den Windpark Silventus, zumal das auffällige Werben und das druckvolle Intervenieren aller Beteiligten (inkl. OÖ Umweltlandesrat Anschober) für ein sich energiewirtschaftlich bescheiden wirksamen Kraftwerks im Wald einfach schon auffällig wird.

Da wundert es kaum, dass Leserstimmen laut werden, die da schreiben: “Es ist ein Grundsatz seriöser Politik, dem Ergebnis von laufenden Verfahren nicht vorzugreifen. Für Grün-Landesrat Anschober scheint das nicht zu gelten. Schon vor Abschluss des UVP-Verfahrens zum Windprojekt Silventus im Kobernaußerwald verkündet er in einer Presseaussendung vom 19. April 2010 das Ergebnis: Die von führenden Sachverständigen des Landes erstellten negativen Fachgutachten zum Natur- und Landschaftsschutz wertet er ab und erhebt diffuse „klimarelevante Vorteile“ zur Entscheidungsgrundlage für die Umweltverträglichkeit des Projektes.” (mehr…) Da wundert es kaum, dass sich auch eingeschworene und uninformierte “wird schon für was gut sein” Befürworter von diesen aggressiven Methoden einer Industrie abgestossen fühlen, zumal der Nutzen von Windkraft im Wald äußerst beschränkt ist. Die 240% Ertrag versprechenden Google-Anzeigen, die neben jeden Artikel über Windkraft aufscheinen, zeigen auch klar das wahre Interesse der Betreiber und einer Industrie, die ihre letzte Glaubwürdigkeit bald verlieren wird.

Windkraftgegner* in Österreich: Auch wir schlucken nicht jede Krot (oder: das verräterische Schweigen der einstigen Umwelt-Pioniere in Österreich)

Montag, Juni 21st, 2010

Nicht enden wollende EU-Förderungen und steuerliche Begünstigungen für unsere Großgrundbesitzer, die sich ein Zubrot mit Windkraftwerken verdienen (wollen) und die angedachte Öko-Steuer (C02-Steuer) des Finanzministers, die alles andere als konsumentenfreundlich werden soll. Nicht nur uns platzt der Kragen. Die Windkraftindustrie ist dabei seit Jahren einer der Preistreiber – eine Zeche, die wir alle gemeinsam zahlen.  Die aktuelle Kampagne der österreichischen Arbeiterkammer mit dem Titel “Schluck nicht jede Krot!” (mehr… greift zwei wichtige Aspekte auf, die in der Windkraftszene zum Tragen kommen.

Schluck die Krot' net - Mogelpackung Co2-Abgabe & Sonderrechte für Großgrundbesitzer - (C) Arbeiterkammer 2010/Montage

Schluck die Krot' net - Mogelpackung Co2-Abgabe & Sonderrechte für Großgrundbesitzer - (C) Arbeiterkammer 2010/Montage

So wie die Windkraftindustrie das Vorpreschen in Österreichs Wälder als ökologisch vertretbar hält und damit die letzte Bastion der Unschuld verliert, so denkt auch das Finanzministerium mit der CO2-Abgabe (auch unter der irreführenden Bezeichnung Öko-Steuer bekannt). Die Formel lautet dabei: “Nimm das Geld von den Kleinen und gebe es den Großen. Vergiss nicht das Ganze gerecht zu nennen.” Dass sich der Kreis schliesst, wenn diejenigen, die für Ihren Grund und Boden aufgrund der Einheitswertberechnung seit Jahren weniger Steuern zahlen als andere und dann noch mit einer volkswirtschaftlich vernichtenden Technologie namens Windenergienutzung Geld verdienen wollen, ist dann nur mehr das Tüpfelchen auf dem “i”.

Einstige Umwelt-Pioniere unterstützen Abzockpläne und Klientelpolitik
Da nutzt es auch nichts, wenn einst lobenswerte Proponenten wie Dr. Gerhard Heilingbrunner (Hainburg-Kämpfer und ÖVP naher Umweltdachverband-Chef, mehr…) in den Medien einen Sparplan (mehr…) vorlegen, der in Wirklichkeit ein Belastungsplan ist.  Leider gleiten auch verdiente Bürgerbewegungen, wie die Hainburger-Protestbewegung von einst in den Polit-Sumpf und Establishment-Mainstream ab, so dass von dieser Vorschlägen weder sozial noch wirtschaftlich etwas zu halten ist. Die Zeit ist reif, dass der vernünftige Protest gegen die unvernünftige Windkraft (* Gegnerschaft gegen Windkraft im Wald und ökologisch sensiblen Regionen) die Rolle einnimmt, die die Hainburg-Rebellen damals einnahmen. Es bleibt zu hoffen, dass 25 Jahre später aus dem Mund dieser Generation bürgerfreundlichere Worte kommen werden.

Das verräterrische Schweigen des Dr. H. …
PS.: Dr. Heilingbrunner und der Umweltdachverband haben sich in der Causa “Windpark Hafnerbach” nie die Mühe genommen zu antworten – trotz mehrmaliger Nachfrage. Kein Wunder ist doch die IG Windkraft Mitglied im Umweltdachverband (mehr…). Wenn es sich um ein Wasserkraftwerk gehandelt hätte, wäre die Sache schon anders gewesen, oder?! Denn laut Umweltdachverband greifen ja die bösen Wasserkraftwerke massiv (mehr…) an und von Windkraftwerken ist beim UWD wie seit Jahren kein Wort zu hören. Zufällig? Notwendig? Cui bono?

Willkommen beim “Tag des Gegenwindes 2010″! Setzen wir gemeinsam ein Zeichen gegen “Windkraft im Wald” und konfrontieren wir die Windkraftindustrie mit ihren Taten

Samstag, Juni 12th, 2010

Egal Sie vor Ort beim Event sind, gerade erst jetzt darüber lesen oder später einmal auf diese Seite finden. Wir möchten Sie zum “Tag des Gegenwindes 2010″ begrüßen. Der Tag des Gegenwindes soll der Poltik und der Windkraftindustrie in regelmässiger Beharrlichkeit zeigen, dass Sie nicht (mehr) alleine sind. Auch wollen wir dort sein, wo die Windkraftindustrie Ihre Spuren hinterlässt.

Für diesen Tag haben wir einen Folder vorbereitet, der im Vorfeld der Presse und politischen Vertretern zugesandt wurde. Dieser soll dahingehend anregen, darauf zu schauen, dass die Windkraftindustrie so sauber wird, wie sie gerne wäre und vor allem, dass sie die Finger vom österreichischen Wald lassen soll. Wie schon einmal gesagt: “Kein technisches System kann ökologischer sein, als das zweitgrößte Ökosystem dieser Erde – der Wald”.

Folder zum Tag des Gegenwindes online lesen - (C) 2010 - Bundesverband zum Schutz des Waldes

Folder zum Tag des Gegenwindes online lesen - (C) 2010 - Bundesverband zum Schutz des Waldes

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen einen informativen Tag des Gegenwindes und freuen uns wie immer auf Ihr Feedback!

“Keine Windenergie ohne Kernenergie!” – manager-magazin.de zeigt auf wie die gute Windenergie von ihrer bösen Schwester Atomenergie abhängig ist…

Donnerstag, Juni 10th, 2010

Eigentlich sollte es so schön sein. Die IG Windkraft unterstützt* die umstrittene Bewegung (mehr…)  “RAUS AUS EURATOM” (mehr…) und suggeriert durch Atomkritik, dass Windkraft helfen könne, Atomstrom-Nutzung zu vermeiden (mehr…). Man müsse halt nur entsprechend viele Windkraftwerke errichten und dann ist die Welt atomkraftfrei. Irgendwie. Oder so halt.

"Keine Windenergie ohne Kernenergie" - (C) 2010 Manager-Magazin & AFP - Montage

"Keine Windenergie ohne Kernenergie" - (C) 2010 Manager-Magazin & AFP - Montage

Tatsache ist, dass aber zu leistungsschwachen Zeiten die bösen und versteckten Geschwister der Windkraft herhalten müssen, um den Strom zu liefern, den wir brauchen. Diese haben die Namen Atomstrom, Kohlestrom, etc. Das Manager-Magazin.de zeigt in seinem Artikel (mehr…), dass es halt doch nicht so einfach mit der windigen Illusion einer sauberen Welt ist, in der die einen fürstlich, pardon: gräflich verdienen und die anderen brav zahlend in Öko-Glückszuständen schwelgen.

* ein Schnitzer aus der Amtszeit des sang- & klanglos geschiedenen Geschäftsführers der IG Windkraft, DI Stefan Hantsch?

Arbeiterkammer: “Jeder dritte Arbeitsplatz in der grünen Branche ist schlecht bezahlt oder mit großen gesundheitlichen Belastungen verbunden”

Dienstag, April 13th, 2010

Jene im österreichischen Gesetz verankerte Organisation, die 3 Millionen österreichische Arbeitnehmer gegenüber der Regierung und der Wirtschaft vertritt und im Allgemeinen als Arbeiterkammer bekannt ist ist, wagte einen näheren Blick auf die von Minister Pröll, DI Hantsch und anderen Öko-Adepten beworbenen auf die sogenannten “grünen Jobs”. Für DI Felix Montecuccoli als “Fossil of the year” bekannt, nimmt sich diese Kammer der Interessen der ArbeitnehmerInnen an. Komisch nur, dass Mulitfunktionär und Kammervertreter DI Montecuccoli gerade diese Kammer so gar nicht leiden mag.

Laut dem AK-Umweltexperten Thomas Ritt ist auf jeden Fall “jeder dritte Arbeitsplatz in der grünen Branche ist schlecht bezahlt oder mit großen gesundheitlichen Belastungen verbunden” (aus Für Sie, Ausgabe April 2010). Dass also die grünen Jobs, wie sie DI Stefan Hantsch, DI Stefan Parrer oder Aktionärin Dr. Ursula Nährer (nicht von Windkraftbetreiber und Großwildjäger Herbert Rabacher), gerne als Argument ins Treffen führen, für jeden dritten Nachteile in sich bergen, wollen diese Windkraft-Industrie Proponenten gar nicht gerne zugeben.

Arbeiterkammer: "Jeder dritte Arbeitsplatz in der grünen Branche ist schlecht bezahlt oder mit großen gesundheitlichen Belastungen verbunden" - (C) Arbeiterkammer Österreich

Profitieren am Aufschwung? Ja, aber nur eine selektierte Minderheit an Adelssprösslingen, abgefallenen Öko-Aktivisten und sonstigen Kammer-Günstlingen, die brav das Spiel der biologischen Zerstörung von sensiblen (Wald-)Regionen mitspielen. Der Rest fällt wie so oft durch den Rost.

KRONE und andere Medien “watschen” DI Felix Montecuccoli für seine natur- und menschenunfreundliche Haltung ab

Dienstag, März 30th, 2010

Der Erfinder der Schwammerlgebühr DI Felix Montecuccoli, seines Zeichens Großgrundbesitzer und Präsident der Wald- und Forstbetriebe zeigt sich wieder einmal von seiner ungünstigsten Seite und zeigte bei der BH St. Pölten eine Reihe von Wanderern an, die still und friedlich durch den Wald gingen nach §33 und §174 des Forstgesetzes an. Während offenbar Menschen gegen die Gesetze verstossen, hätten dies 7 große Windkraftwerke nicht getan. Für diese menschenunfreundliche Haltung wird der Multifunktionär DI Felix Montecuccoli nun zum wiederholten Male von den Medien “abgewatscht”, um es einmal salopp zu formulieren.

Wirbel um Windpark - Naturschützern droht Strafe wegen Demonstration - (C) Krone.at - 29.3.2010

Wirbel um Windpark - Naturschützern droht Strafe wegen Demonstration - (C) Krone.at - 29.3.2010

Wir hoffen, dass sich DI Montecuccoli besinnt, seine PR-Beratung wechselt und versucht mit dem Rest der Welt und Umwelt in Frieden auszukommen. Die von der Bevölkerung belächelte Schwammerlgebühr, sinnlose Verbote, geplante Windkraftwerke in seinen Wäldern sind Zeuge genug, dass Präsident DI Montecuccoli der Kapitalisierung der Natur und der Entrechtung der Bürger schon seit langem frönen will. Lieber DI M., es gibt noch andere Werte auf der Welt als Geld (es gibt ja noch diverse EU-Förderungen siehe Artikel hier)…Wie wäre es mit einem echten, ehrlichen und profitbefreiten Engagement für die Natur? Wir hätten da eine Idee: Ein Landschaftsschutzgebiet. Damit würden sie wahrlich in die Fußstapfen Ihrer ehrenwerten Vorfahren treten.

Übrigens: Sie brauchen die Texte von unseren Webseiten nicht mühsam kopieren lassen – wir lassen diese für Sie online und Sie brauchen nur die Links zu den Artikeln in ihre Anzeige einfügen, das macht den Akt kleiner. Wir hoffen, dass sie nicht die armen Fotografen, die uns schon bei unserer Wanderung begleiteten, beobachten und fotografieren mussten, dazu verknacken, die Webseitentexte zu kopieren. Gerne senden wir Ihnen auf Anfrage unsere Texte zu – das spart Arbeit & GELD ;)

Peinliche Pseudo-Machtdemonstration der Windkraftlobby: Anzeige gegen “Anti-Windkraft im Wald”-Protestwanderer vom 26.10.2009 (!)

Montag, März 29th, 2010

+++ Update2: Anzeige wurde von DI Montecuccoli eingebracht! +++ Akt umfasst an die 100 Seiten +++ Zur Zeit haben 2 Personen diese Anzeige erhalten +++ Weitere Anzeigen werden erwartet +++ Anzeige wurde bereits im Oktober 2009 (!) eingebracht +++

Auffällig gut getimt – so kurz vor den Wahlen, dass es keiner mehr erfahren sollte, sollen nun die Freunde des Dunkelsteinerwaldes für ihr Anliegen, nämlich eine Wanderung am 26.10.2009 (also vor etwa einem halben Jahr!) bestraft werden. Die Bezirkshauptmannschaft St. Pölten erliess eine Anzeige gegen die Freunde des Dunkelsteinerwaldes. Notwendige Bestrafung wildgewordener Wanderer oder peinliche Pseudo-Rache der Windkraftlobby für verletzte gräfliche Gefühle?

Tatbestand Wanderung - Faksimile der Anzeige gegen die Freunde des Dunkelsteinerwaldes wegen einer Protest-Wanderung gegen Windkraft im Wald vom 26.10.2009 - (C) http://www.dunkelsteinerwald.org/

Tatbestand Wanderung - Faksimile der Anzeige gegen die Freunde des Dunkelsteinerwaldes wegen einer Protest-Wanderung gegen Windkraft im Wald vom 26.10.2009 - (C) http://www.dunkelsteinerwald.org/


Tatsache ist:
Die Wanderung von von der BH St. Pölten genehmigt (siehe www.dunkelsteinerwald.org). DI Montecuccoli schickte seine Metternich’sche Fotografenmeute hinterher – ein halbes Jahr später flattert die Anzeige ins Haus. Was soll das lieber Graf? Ist Ihnen nichts mehr z’wider? Dass die ganze Zufahrt zur Ruine Hohenegg wegen angekündigter Proteste zur Montecuccolischen Treibjagd polizeilich (auf Kosten der Staatsbürger) abgeriegelt wurde – daran erinnern sich heute die Leute noch lächelnd. Weiter so.

Zum Nachlesen – die Bürger-Schikanen und PR-Fauxpas von DI Felix Montecuccoli im Jahr 2009

- Ankündigung von Mahnwache und Protestwanderung (12.10.2009)
- DI Montecuccoli plant Parkplatzsperren gegen Wanderer (13.10.2009)
- DI Montecuccoli errichtet Parkplatzsperren gegen Wanderer am Nationalfeiertag (23.10.2009)
- DI Montecuccoli sperrte Weitwanderweg 653 für Wanderer am Nationalfeiertag und lässt diese von Fotografen bewachen (27.10.2009)
- P3 berichtet von Schikanen gegen Wanderer durch DI Montecuccoli (30.10.2009)

- DI Montecuccoli vergleicht Wanderer mit Tieren – Bericht der Bezirksblätter (13.11.2009)

Artikel in den Bezirksblättern:

Waldige Wanderposse - Bezirksblätter 2009 - Bericht über DI Felix Montecuccoli

- DI Montecuccoli fordert Windkraft im Wald und verleiht selbsterfundenen Preis “Fossil of the year” an die Arbeiterkammer (10.12.209)
- Treibjagd des DI Montecuccoli stösst bei Tierschutzverein auf offenen Ablehnung (22.2.2010)

“Wind ist gratis und kostet doch viel” – Der Standard schreibt schonungslos über die volkswirtschaftliche “Kostenfalle Windkraft” und die Tricks der Windlobby in Österreich

Mittwoch, März 24th, 2010

Nach großzügigen Wahlzuckerln an die Bürger und generösen Geschenken an die Windkraftlobby durch die Regierung muss wieder gespart werden. Flugs keimt auch die Diskussion über die Kosten der Windkraft auf. Während DI Johannes Trauttmannsdorff-Weinsberg und diverse Landesregierungen über die günstige Verwindradelung visionieren, fragen sich immer mehr Bürger, Steuerzahler und Energiekostengeplagte wofür Sie Ihr Geld hinlegen sollen.

Wind ist gratis und kostet doch viel - Artikel aus dem Standard - März 2010 - Online unter: http://derstandard.at/1268700736195/Windenergie-Wind-ist-gratis-und-kostet-doch-viel

Wind ist gratis und kostet doch viel - Artikel aus dem Standard - März 2010 - Online unter: http://derstandard.at/1268700736195/Windenergie-Wind-ist-gratis-und-kostet-doch-viel

War es nicht einst die jahrelang imagemäßig saubergewaschene Windkraft, die als kostengünstiger energie-messianischer Silberstreif am Öko-Horizont erschien? Solange niemand nach den Förderungen, den gesamtwirtschaftlichen Folgekosten und den Vernetzungen von Politk und Adel fragte, war dies möglich. Achtung, DI Hantsch! Die Menschen schauen wieder genauer hin, wofür sie zahlen sollen. Da helfen auch die Selbstbastel-Windräder in den Schulen nicht mehr lange. Wir bitten daher um das Ausdenken einer neuen Blendungs-Strategie für die Bürger. Die aktuelle funktioniert nicht mehr. Sorry.

Die Tricksereien von DI Hantsch & Co. kurz beleuchtet:

Schmäh 1: Windkraft ist eine wichtige Säule der nationalen Energieversorgung und die Nachteile sind minimal
DI Hantsch von der IG Windkraft sagt:”Derzeit werden rund drei Prozent des heimischen Stromverbrauchs in Windparks erzeugt, die nationale Energiestrategie sieht bis 2020 einen kontinuierlichen Ausbau vor.”
Antwort 1: Soviel Aufwand für nur 3%? Was die nationale Energiestrategie betrifft – war da nicht die IG Windkraft und Konsorten federführend, den Vortrieb der Windenergie in ökologisch immer sensiblere Gebiete zu pushen? Arbeitet hier eine Strategie für die ganze Bevölkerung oder gar nur für eine bestimmte Klientel?

Schmäh 2: Die österreichische Windkraftindustrie wird am Wachstum gehindert.
DI Hantsch von der IG Windkraft sagt: “Es ist erstaunlich: Trotz Krise gab es bei der Windenergie weltweit 45 Prozent Wachstum, aber in Österreich keine einzige neue Anlage”
Antwort 2: E-Control entlarvt das sofort: “Hinzu komme, dass die Betreiber mit den Investitionen gewartet hätten, weil schon 2009 klar gewesen sei, dass es für alle im Jahr 2010 genehmigte Anlagen höhere Einspeisetarife geben werde. Diese betragen nun 9,7 Cent je Kilowattstunde, was einer Erhöhung von 29 Prozent entspricht.”

Schmäh 3: Wir wachsen schnell – dann wird alles besser
DI Hantsch: “Die rund drei Prozent des Stromverbrauchs, die bisher aus Windenergie gewonnen werden, könnten auf zehn Prozent oder mehr gesteigert werden, so die IG Windkraft.”
E-Control: “Ökoenergie-Experte Schönbauer kann sich bis zum Jahr 2020 jedenfalls sieben bis acht Prozent vorstellen, das sind jene Werte, die in der Energiestrategie festgelegt sind.”

Faktum ist: Wir alle zahlen für das was einige, wenige kassieren.
Der Standard.at schreibt: “Diese erfolgen seit 2003 fast ausschließlich über die Einspeisetarife und werden von den Stromkunden getragen. Das heißt, ein Windkraftbetreiber bekommt für jede Kilowattstunde Strom, die er ins das öffentliche Netz einspeist, einen per Verordnung festgelegten Tarif, erklärt Christian Schönbauer, Leiter Ökoenergie und Energieeffizienz bei der Regulierungsbehörde E-Control. Dieser Tarif sei wesentlich höher als jener Preis, der für elektrische Energie sonst bezahlt wird und werde jeweils für einen Zeitraum von 13 Jahren ab Inbetriebnahme eines Windrades gewährt.”
Überlegen Sie: Hat jemals schon ein Würstelstandbesitzer eine Preis- und Abnahmegarantie für 13 Jahre im Voraus bekommen? Und das noch gesetzlich verordnet? Hunger haben doch auch alle und immer…

PS.: Eifrige Windkraftverfechter werden nun den Kopf schütteln, stammt doch dieser böswillige Artikel von einem üblen links-liberalen Blatt wie dem Standard. Am besten sollten man mit denen gar nicht mehr reden, oder? Die Krone oder der niederösterreichische ORF hätten das viel besser hinbekommen.

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