Die Presse: “Schwarzbuch Landwirtschaft” kritisiert Agrarförderungen für Millionäre” – Folgenschwere Verflechtung von Agrar-, Forst- und Windkraftgrossindustrie
Dienstag, August 31st, 2010Der agrarische Boden Österreichs, auf dem auch die österreichische Windkraft bestens gedeiht, bietet schon seit Langem für viele Menschen den Anlass über Sinn und Unsinn von Förderungen nachzudenken. Kritikern wird jedoch von bekannter Seite vorgehalten, dass diese Förderungen ja vor allem den “kleinen Bauern” zugute kämen. Seltsamerweise werden die kleinen Bauern immer weniger und die Großbauern immer größer. Das “Schwarzbuch Landwirtschaft” von Hans Weiss hat die Fakten zusammengetragen. Wir kommen natürlich nicht umhin die entsprechenden Parallel zur Windkraftindustrie in Österreich zu ziehen, sind doch die Akteure, Profiteure und Proponenten zum großen Teil die selben.

Hans Weiss - Schwarzbuch Landwirtschaft - Die Machenschaften der Agrarpolitik - © 2010 Carl Hanser Verlag, München
Nur 20% aller Agrarförderungen gehen an die kleinen Bauern!
Keine Undercoverspionage war notwendig – der Autor Hans Weiss hat seine Informationen aus öffentlichen Quellen zusammengetragen, unter anderem auch aus der von vielen gefürchteten “Transparenzdatenbank” (mehr…). Nach dem Studium der Zahlen kommt der Autor zu einer erschreckendenen Erkenntnis: “Insgesamt kommen nur rund zwanzig Prozent aller Agrarsubventionen den vielbeschworenen “kleinen Bauern” zugute”, schreibt Weiss. Der Rest gehe an Großbauern, an Raiffeisen-dominierte Lebensmittelfirmen, an Privatstiftungen und an reiche Österreicher (mehr…). “Wer erhält Agrargelder in Österreich?” fragt die Zeitschrift “Der Landwirt” und listet die Nutzniesser nach Bundesland aufgeschlüsselt brav auf (mehr…)
Windkraft als neuer Erwerbszweig der oberen (agrarischen und forstlichen) Zehntausend…drei Branchen – eine Szene!
Was in der Land- und Forstwirtschaft gilt, kann auch in der österreichischen Windkraftszene als gültig angesehen werden. Große Betreibe kassieren hohe Förderungen und bringen das Kapital auf, Windkraftwerke zu errichten. Den Rücken stärken ihnen dabei natürlich die selben Organisationen und Politiker, die dies auch bei ihren “Bodengeschäften” tun. Um sich jeglicher unwürdiger kleinwindkraftlicher und teils bürgerlicher Konkurrenz zu entledigen, werden rasch AGs gegründet um mit Risikokapitel aus dem Volk abzucashen, bis der Sparkurs der Regierung dem Förderwahnsinn den Hahn abdreht. Doch bis es so weit ist, werden noch viele Wind-Megawattstunden 13 Jahre lang vergütet werden und der einfache Bürger noch zusätzlich mit “Ökosteuern” belegt werden, damit Österreich sauber bleibt.
Natürlich heisst es von genau den selben Öko-Saubermännern: “Hände weg von der Industrie! Denn die paar Gramm CO2, die die Industrie ausstößt, sparen wir ja ganz einfach mit zirka 800.000 Windrädern und dem nötigen Backup von Atomstrom wieder ein”. Also bitte alle merken: Alles aus dem Volk – für das Volk. Was will man bitte noch mehr?
ö1: “Schwarzbuch: Subventionen für Milliardäre” (mehr…)

















