Artikel zum Thema: ‘Tagebuch’

“Victory-Zeichen in Richtung Demonstranten” – Veranstaltung “Nein zum Steinbruch Paudorf” am 7. Juli 2010 war voller Erfolg: Hunderte Eventbesucher konnten informiert werden…

Mittwoch, Juli 7th, 2010

Radio Orange Dokumentation - "Demonstration vor Stift Göttweig: Kein 2. Steinbruch in Paudorf" - jetzt anhören/downloaden!

Radio Orange Dokumentation - anhören/downloaden!

Gutes Wetter, gute Stimmung und viele Gespräche. Hunderte Menschen konnten im Gespräch und mittels Flugblättern informiert werden. Zahlreiche Victory-Zeichen von Garanca-Eventbesuchern aus den Bussen in Richtung Demonstranten – Größtenteils Zustimmung und Ermunterung von Besuchern – LR Sobotka (und kein LH Pröll) bei Event – fuhr kommentarlos an Bürgern vorbei. Exekutive zuvorkommend und verständnisvoll. Der Göttweig’sche und Landes-Schweigekurs muss ein Ende haben…das Land NÖ ist gefordert einen Kurswechsel einzuleiten, da sonst weiterer Imageschaden droht…

Demonstration gegen geplanten Steinbruch Paudorf am 7. Juli 2010 in Göttweig - (c) oe24.at

Demonstration gegen geplanten Steinbruch Paudorf am 7. Juli 2010 in Göttweig - (c) oe24.at

…weitere Informationen im Laufe des Tages.

Das “organisierte” Schweigen am Göttweiger Berg: ORF-Berichterstattung vor der Demonstration gegen den Steinbruch Paudorf offenbart mangelndes Krisenmanagement

Dienstag, Juli 6th, 2010

Die für morgen angekündigte Demonstration gegen den geplanten Steinbruch Paudorf sorgt für zwei gegensätzliche Reaktionen: Einerseits das Schweigen des Stiftes Göttweig und der niederösterreichischen Landesregierung – die Fa. Asamer lud die Bürger zumindest widerwillig zum Gespräch. Auf der anderen Seite ist das Unverständnis und der Unmut der Bevölkerung stärker zu spüren.

Der inszenierte Schweigereflex wird nicht helfen, die Stimmung in der Bevölkerung und die Neugier der Medien zu dämpfen. Das Gegenteil wird der Fall sein…wir glauben nicht, dass die gegen die Freunde des Dunkelsteinerwalds gerichtete Strategie mit dem Titel “Du warst böse – mit dir reden wir nicht” als eine reife Form der Konsensfindung durchgehen wird.

Verhandlungen: “Nicht mehr” oder “erstmals”?
“Nicht mehr verhandeln” bedeutet, dass jemals schon verhandelt wurde. Daher stellt sich die Frage: “Wann wurde überhaupt verhandelt? Keine der drei Bürgerinitiativen waren jemals zum Gespräch geladen.” Eine Woche zuvor wurde vom Stift Göttweig verlautbart, dass mit Inititiativen verhandelt würde…

Unser Aufruf an die Verantwortlichen: Wir bitten um Antwort. Vielen Dank! Schreiben Sie uns bitte unter: kontakt@gegen-wind.net

Steinbruch-Demo vor Garanca-Konzert - Steinbruch Paudorf/Stift Göttweig (c) ORF.at

Steinbruch-Demo vor Garanca-Konzert - Steinbruch Paudorf/Stift Göttweig (c) ORF.at

Unbändige Ablehnung der Bürger: Demonstration gegen den geplanten Steinbruch Paudorf am Mi., 7. Juli 2010 um 16h am Göttweiger Berg

Sonntag, Juli 4th, 2010

Der wald- und Bürgerbedrohende Steinbruch der Firma Asamer auf den Gründen des Stiftes Göttweig ist aufgrund des aktuellen Entwicklungen (Stellungnahmen Asamer, Paudorf + Schweigen der Landesregierung) mehr denn je ein Thema. “Industrieanlagen haben im Wald nichts verloren!”
Weitere Informationen finden Sie unter www.dunkelsteinerwald.org.
Hier der Flyer in voller Größe mit allen Informationen…

Demonstration "NEIN zum Steinbruch Paudorf" am Mi., 7.Juli 2010 am Göttweiger Sattel um 16 Uhr - (C) Freunde des Dunkelsteinerwalds/Montage

Demonstration "NEIN zum Steinbruch Paudorf" am Mi., 7.Juli 2010 am Göttweiger Berg um 16 Uhr - (C) Freunde des Dunkelsteinerwalds/Montage

Demonstration “NEIN zum Steinbruch Paudorf!”

Samstag, Juni 26th, 2010

Video: Steinbruchprojekt sorgt für Ärger in Paudorf (P3)

Demonstration "NEIN zum Steinbruch Paudorf (NÖ)" - (c) FreundInnen des Dunkelsteinerwalds 2010

Demonstration "NEIN zum Steinbruch Paudorf (NÖ)" - (c) FreundInnen des Dunkelsteinerwalds 2010

Weitere Informationen und Hintergründe unter www.dunkelsteinerwald.org

9. Windkraftsymposium (AWES) in St. Pölten: Grundsatzreferat des Bundesverbandes zum Schutz des Waldes/Mahnwache

Montag, Oktober 19th, 2009

Kommen Sie zur Mahnwache gegen “Windkraftwerke in Waldgebieten” (weitere Informationen hier) und zur Waldwanderung am 26. Oktober 2009 am Dunkelstein (weitere Informationen hier) - beide veranstaltet von den “Freunden des Dunkelsteinerwalds”. Der Bundesverband zum Schutz des Waldes wird für die Symposiumsteilnehmer am 21. Oktober 2009 ein Grundsatzreferat zum Thema “Windkraft in Waldgebieten” halten.

Finden Sie hier den Originaltext der Presseaussendung vom 19. Oktober 2009:

9. Windkraftsymposium: Bundesverband zum Schutz des Waldes präsentiert seine Forderungen an Industrie und Politik

Der Bundesverband zum Schutz des Waldes hält beim  9. österreichischen Windkraftsymposium am 20. und 21. Oktober 2009 sein Grundsatzreferat zum Thema „Windkraftnutzung in Waldgebieten“ und präsentiert im Anschluss daran seine Forderungen an die anwesende Windkraftindustrie und Politik. Das im Sitzungssaal des NÖ-Landhauses in St. Pölten stattfindende Windkraftsymposium widmet sich am zweiten Tag dem Themenschwerpunkt „Wind im Wald“. Dabei wird Fridolin Knoblach, der Vorsitzende des Bundesverbandes zum Schutz des Waldes auf die von Windkraftwerk ausgehenden Gefahren für die Pflanzen- und Tierwelt – insbesondere für die Vogelwelt – eindringlich hinweisen.

Dazu Fridolin Knoblach: „Neben den Bürgern sind  vor allem politische Vertreter und die Windkraftindustrie selbst gefordert, die natürliche Industrie-Grenze Wald anzuerkennen. Der Wald als Ökosystem und Habitat einer Vielzahl von bedrohten Arten muss auch angesichts der geplanten Expansion der Windkraftindustrie seine Integrität bewahren können. Daher stellt der Wald nicht nur für uns eine eindeutige und nicht zu überschreitende Grenze dar. Kein technisches System – auch nicht die Windkraft – kann ökologischer sein, als das größte und komplexeste aller Land-Ökosysteme der Welt, nämlich der Wald selbst.“

9.500 Unterschriften gegen “Windkraftnutzung in Waldgebieten”
Während in anderen europäischen Ländern, die Diskussion zum Thema Windkraft im Wald schon längst zugunsten des Waldes beendet wurde, ist in Österreich aufgrund der Expansion der Windkraftindustrie in ökologisch sensible Gebiete, wie dem Wald, gerade im Gange – wie der Agendapunkt „Wind im Wald“ beim 9. Österreichischen Windkraftsymposium beweist. Der Bundesverband zum Schutz des Waldes mit seinen Mitgliedsorganisationen in den Bundesländern OÖ, NÖ und Salzburg verfügt bereits über insgesamt 9.500 Unterschriften gegen Windkraftwerke in Waldgebieten.

Ökologische Glaubwürdigkeit gefragt
Fridolin Knoblach: „Artenschutz und die Aufrechterhaltung der Biodiversität müssen bei allen Erneuerbare Energie (EE)-Projekten höchste Priorität haben. Dies ist ein Gradmesser für die Ernsthaftigkeit der Bemühungen der Betreiber solcher Anlagen. Gerade die Erneuerbare Energiebranche muss ihren Versprechungen rund um den Schutz der Natur und Umwelt nachkommen, um ihre ökologische Glaubwürdigkeit bewahren zu können.“

Tag 373: “Aus und vorbei! Der Öko-Wahnsinn ‘Windpark Hafnerbach’ ist Geschichte! Betreiber ziehen Projektantrag zurück – Der Dunkelsteinerwald konnte mit IHRER Hilfe gerettet werden!”

Mittwoch, Oktober 14th, 2009

IHR WIDERSTAND – ihr ganz persönlicher Einsatz – FÜHRTE ZUM FALL DES WINDPARKS HAFNERBACH! Wir möchten Ihnen dafür herzlich danken!

Die gute Nachricht: Nach 373 Tagen des gemeinsamen Widerstandes erreicht uns die Nachricht, dass das Projekt “Windpark Hafnerbach” Geschichte ist! Die Betreiberfirma ImWind Operations hat den Projektantrag zurückgezogen. Was schon seit einigen Tagen als Gerücht herumgeisterte – ist nun Wirklichkeit geworden. Der massive Widerstand der Bürger hat dazu geführt, dass Politik und Industrie den Rückzug wagen mussten. Die schlechte Nachricht für alle Windkraft-im-Wald-Freunde: Der Widerstand gegen Windkraft im Wald geht weiter. Wie uns Walter Kosar von dunkelsteinerwald.org soeben telefonisch bestätigte: “Wir machen weiter. Sowohl Mahnwache als auch die Protestwanderung finden statt.” und “Wir fordern, den gesamten Dunkelsteinerwald zum NATURA 2000-Gebiet zu deklarieren”. Eine Forderung, der wir uns anschließen.

Finden Sie hier die Presseaussendung von ImWind Operations vom 14.10.2009 im Original:

Presseaussendung ImWind Operations vom 14.10.2009 - (C) ImWind Operations

Presseaussendung ImWind Operations vom 14.10.2009 - (C) ImWind Operations

Eilig, lieblos und zornig in ein Word-Dokument getippt, entschlossen sich die Betreiber das Projekt noch vor dem Windkraftsymposium demonstrativ abzusagen, um noch das Beste aus dem Schlechten zu machen – zu groß war der Druck geworden, zu gering die Ertragschancen, zu wacklig die Finanzierung. Es ist kein Rückzug aus Überzeugung – es ist ein taktischer Rückzug, der notwendig geworden war. Ein Beweis dafür, dass “Wind im Wald” sinnlos ist. Die Malaise Windpark Sternwind mit -13% beweist es.

Es bleibt spannend: Aufgrund der geänderten Sachlage werden wir sie in den nächsten Tagen und Wochen mit bis jetzt unveröffentlichtem Hintergrundmaterial versorgen, das zum größten Skandal der Region in den letzten Jahren geführt hat. Dokumente, Gesprächsnotizen, etc. werden als Zeuge für die unglaubliche Verflechtung von Politik und Wirtschaft geführt. Was als Durchmarsch geplant war, endete als veritabler Bauchfleck. Bleiben Sie bei uns – die nächsten Wochen werden spannend!

Tag 372: “Wer hat Angst vor den ‘bösen Wanderern’? oder: Das Schweigen im gräflichen Walde”

Dienstag, Oktober 13th, 2009

Die Isolations- und Verhinderungstaktik der Windpark-Befürworter in Form von Bgm. Griessler und DI Felix Montecuccoli geht weiter. Waren zu Beginn des Prozesses die Energiegruppen-Vertreter Ing. Franz Schaberger und DI Hubert Mitterhofer gegenüber der Presse in Plauderlaune und verneinten jede Windpark-Parteilichkeit, wurde die Causa Windpark zur Chefsache und Bgm. Griessler sprach in Personalunion für Bürger, Energiegruppe und ÖVP. Jetzt wo Bgm. Griessler um die absolute Sesselzahl bangt, zieht dieser sich zurück und überlässt dem bis dato schweigsamen ÖVP-Jungobmann Markus Edlinger das Wort. Ein heisser Sessel für den unerfahrenen Jungpolitiker. Auch DI Montecuccoli, der seine Teilnahme an einer geplanten Radiosendung abgesagt hat – geht nun auf Tauchstation und plant lieber seine angedachten Parkplatzsperren für die “wilden Wanderer”. Auch die großen Ankündigungen der Energiegruppe der starken Öffentlichkeitsarbeit im Rahmen des Energiebaukastens und die angekündigte Annahme um die Sorgen von Seiten der ImWind Operations sind verstummt. Einzig Richard Distl von ImWind Operations nahm sich der Sorgen der Windpark-Befürworter an und inszenierte die Gründung eines völlig inaktiven “Komitees für den Windpark Hafnerbach”, als deren Sprecher er sogar auftrat.

Die Front wird breiter - Windpark Hafnerbach - (C) KURIER 12.10.2009

Die Front wird breiter - Windpark Hafnerbach - (C) KURIER 12.10.2009

Jetzt wurde selbst die Route des traditionellen Wandertags aus Angst vor der Begegnung mit Windpark-Gegnern verlegt. Es könnte ja miteinander gesprochen werden. ÖVP-Obmann (im Brotberuf zufällig Raiffeisen-Angesteller) Markus Edlinger vermutet sogar einen verfrühten Wahlkampf und macht der SPÖ Vorwürfe. Wofür? Dafür, dass sich gf. GR Rudolf “Rudi” Kernstock einst ins Energiegruppenbild drängte? Dafür, dass sich GR Christian Feldhofer ein Herz fasste und einen mutigen Artikel schrieb? Wir wissen es nicht. Wir wissen aber, dass sich in den letzten 2 Wochen viele Menschen bei uns meldeten und teils harte Angriffe gegen DI Montecuccoli und Bgm Griessler ritten. Keine Angst, meine Herren, wir werden die “gemeinen Stellen” nicht publizieren…aber dennoch einen Überblick geben, was die Leute schreiben, die sich an uns wenden.

Tag 371: “Mahnwache und Protestwanderung gegen die Zerstörung des Dunkelsteinerwaldes – Das Schweigen und die ersten Interventionen gegen eine Bürgerbewegung”

Montag, Oktober 12th, 2009

+++ Mahnwache findet statt! +++ Zeichen gegen Windkraft in Waldgebieten +++

Die von dunkelsteinerwald.org durchgeführten Planungsarbeiten bezüglich der Mahnwache beim 9. Windkraftsymposium in St. Pölten und auf für die Protestwanderung am Nationalfeiertag stossen bei der Bevölkerung Hafnerbachs und der umliegenden Ortschaft, sowie bei Interessierten aus Österreich auf größtenteils Zustimmung. Eine positive Stimmung, die jedoch nicht jeder mit den Organisatoren teilt. Wir erzählen Ihnen heute abend an dieser Stelle, wie Windkraft & Co. versuchen, diese Bürgerbewegung zu sabotieren – eines vorweg: Es ist eine Mischung aus Schweigen und Intervenieren (also das selbe Repertoire wie beim Windpark Hafnerbach) UPDATE 12.10.2009 (20:06h): +++ DI Montecuccoli geht auf Tauchstation und verweigert der Bürgerinitiative “Freunde des Dunkelsteinerwaldes” jeglichen Kontakt +++ IG Windkraft interveniert gegen die Mahnwache vor dem Landhaus mit dem Argument: “Zu gefährlich” – Mahnwache soll laut Polizei verlegt werden +++ Mitarbeiterin von DI Montecuccoli gibt sich bei Radiosender als Journalistin aus um zu erfahren, welche Gäste bei der Sendung zum Thema “Windpark Dunkelsteinerwald” geladen sind +++ DI Montecuccoli will Wanderern Parkplatznutzung auf der Ruine Hohenegg untersagen +++

Mahnwache beim 9. AWES Windkraftsymposium - (c) dunkelsteinerwald.org

Mahnwache beim 9. AWES Windkraftsymposium - (c) dunkelsteinerwald.org

Tag 365: “Das Maß ist voll! Einladung zur Protestwanderung zum Dunkelstein und zur Mahnwache beim 9. Windkraftsymposium (AWES) in St. Pölten”

Dienstag, Oktober 6th, 2009

+++ Veranstaltung Protestwanderung findet statt und wird zur Siegeswanderung! +++ Bitte nehmen Sie teil und freuen sie sich mit uns über die Rettung eines Öko-Paradieses +++

Nach genau einem Jahr des Kampfes – am Tag 365 – sagt nicht nur Hafnerbach: “Das Maß ist voll! Wir wollen keinen Windpark Hafnerbach und können dies auch öffentlich zeigen. Schluss mit den Lobbytricks (Energiegruppe, Parteilichkeit der Parteien, Steuergelder für Privatunternehmen, politischer Interventionismus und all den schmutzigen Tricks)”. Die Bürgerinititive “Freunde des Dunkelsteinerwalds” (Webseite: www.dunkelsteinerwald.org) lädt alle engagierten Bürger zur Protestwanderung gegen den geplanten Windpark Hafnerbach am 26. Oktober, dem Nationalfeiertag, ein. Wir unterstützen diese Einladung und wollen Sie ermuntern an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Natürlich werden wir selbst auch daran teilnehmen und unsererseits die Menschen ermutigen dabei mitzumachen.

Protestwanderung "Rettet den Dunkelsteinerwald!" - organisiert von den "Freunden des Dunkelsteinerwalds" - (c) www.dunkelsteinerwald.org

Protestwanderung "Rettet den Dunkelsteinerwald!" - organisiert von den "Freunden des Dunkelsteinerwalds" - (c) www.dunkelsteinerwald.org

Das Programm beginnt mit einer Wanderung auf den Dunkelstein, setzt sich in Hafnerbach fort und gipfelt schließlich in einer Schlusskundgebung in Mitterau – vor dem Wohnsitz von DI Felix Montecuccoli. An den Tagen, an dem das Windkraftsymposium in St. Pölten stattfindet – veranstalten die “Freunde des Dunkelsteinerwalds” eine zweitägige Mahnwache, bei der sie gegen “Windkraftnutzung in Waldgebieten” demonstrieren. Fridolin Knoblach wird als Redner und Sprecher des Bundesverbandes zum Schutz des Waldes dessen Standpunkte beim Symposium darlegen. Sowohl zur Mahnwache als auch zum Symposium sind Sie herzlich eingeladen.

Haben Sie keine Angst vor Repressalien der Pro-Windpark Gemeindevertreter oder bestimmte Pro-Windpark-Vertreter der Parteien – zeigen Sie Ihre Unterstützung durch ihre Teilnahme. Der “Windpark Hafnerbach” wäre nicht der erste Windpark, der durch massiven Bürgerprotest gekippt würde. Wenn der Zauber vorbei ist, wird auch das Engagement der organisierten Pro-Windpark-Vertreter still und leise verschwinden. Argumente wie “Der Bürgermeister will’s ja so…” oder “Ich möcht beim Monte nicht negativ auffallen…” sind fehl am Platz und Relikte aus einer Zeit in der noch eine andere Gesellschaftsordnung herrschte. Zum Glück sind wir eine demokratische Gesellschaft geworden. Sowohl Bgm. Griessler wie DI Montecuccoli werden daher tunlichst hüten. Spätestens, wenn der Windpark fällt – werden sich beide vorantreibenden Akteure in Schweigen und Vergessen hüllen und zu dem Vorhaben mit “War ja nur eine Idee – das Wohl der Bürger ist uns wichtigste – ich weiss nicht, warum sich alle so aufregten” alle Fragen wegwinken. Bgm. Griessler wird um seine geliebte Absolute ringen, DI Montecuccoli wieder mit einem neuen Wald-Knigge 2010 die fürnehmen forst-devoten Massen begeistern und DI Trauttmansdorff weiter an neuen Windparks (hoffentlich nicht im Wald) und Businessmodellen tüfteln, um sein Imperium zu maximieren. Und Sie könnten sagen: “Wir waren dabei und haben nicht geschwiegen als es um unseren Wald, unsere Heimat und unsere Region ging.”

Tag 359: “Enthüllt: ‘Beispiellose Verfilzung’ von Windkraftindustrie und Regionalpolitik ermöglicht den ungehemmten Vormarsch von Windkraftanlagen in ganz Niederösterreich – inklusive den Waldgebieten” (mit Video)

Donnerstag, Oktober 1st, 2009

Die mediale Berichterstattung über den “Windkraft-Rebellen” GR Feldhofer im Hafnerbacher Gemeinderat hat bei uns eine Reihe von Anfragen und Zuschriften ausgelöst. Das Kernstück war jedoch die Zusendung eines Dokuments von einem Webseitenbesucher, der wie er schrieb “exemplarisch die beispielose Verfilzung” von Windkraftindustrie und Regionalpolitik aufzeigen möchte.

Protokoll des Energievernetzungstreffen NÖ (Zusendung von einem anonymen Leser)

Protokoll des Energievernetzungstreffen NÖ (Zusendung von einem anonymen Leser - (C) unklar)

Bei dem hier abgebildeten Schriftstück, das uns in voller Länge vorliegt, handelt es sich um das Protokoll des im Juni 2009 stattgefunden “Energievernetzungstreffens” an dem unter anderem die Regionalmanager Mag. Karin Peter, DI Gertrude Haumer, DI Reinhard Weitzer sowie DI Michael Schimek von der LAG Dunkelsteinerwald-Wachau teilnahmen. Diese und viele weitere Personen kamen in Genuss eines apokalyptisch beschriebenen Impuls-Referats des Stargastes Mag. Stefan Hantsch (rechte bürgerliche Hand von DI Johannes Trauttmansdorf-Weinsberg) von der IG Windkraft. Dort spannte er in seinem Vortrag laut Protokoll wörtlich “den Bogen von der bevorstehenden rapiden Verknappung der Erdölproduktion bis hin zum Boom der regenerativen Energieträger und den Möglichkeiten der Förderung regenerativer Energieträger.” Anzunehmendes Credo: Bald geht uns das Öl aus – Windkraft kann uns noch retten. Ihr bekommt sogar noch Geld dafür. Alle – wirklich alle.

Der Vermerk einer Kundennummer im Protokoll und das abschliessende European Union Development Fund-Logo lassen hier den Schluss zu, dass es sich hier um entgeltliche Arbeit handelt und im schlimmsten Fall sowohl das Land Niederösterreich bzw. die die europäische Union die Ansiedelungsversuche “weiterer Hantsch-Plantagen” (Anm. der Red.: humorvolle Wortneuschöpfung unseres Webseitebesuchers für Windkraftwerke) sogar indirekt finanziert. Natürlich wurde auch das Modell “Energiegruppe Hafnerbach” (oder in anderen Worten: Angesehene Bürger machen Werbung für Windkraft und Investionen in diese Technologie) diskutiert – wahrscheinlich nicht zuletzt aufgrund deren ungeschickter Vorgangsweise und der damals starken Medienpräsenz.

Nicht zuletzt kamen auch die geplante Ausschreibung für Energiekonzept für die LAG Region Dunkelsteinerwald-Wachau zur Sprache. Ein Vorhaben, dem die LEADER-Region Wachau-Dunkelsteinerwald einen Satz auf ihrer Webseite widmet, die Details der Ausschreibung aber unbekannt sind. Wir werden diesbezüglich nachfragen. Wenig überraschend wäre in Folge eine von der Energiewerkstatt GmbH oder des Vereins Energiewerkstatt bekanntwerdende Teilnahme an dieser Auschreibung – bzw. die eines Gremiums an Strohmännern, um dem Windkraft-Thema Aufschwung zu verleihen. Auch die “Diskussion über Windenergie im Hafnerbach”, wohlgemerkt nicht (!) über Windkraft im Wald wurde diskutiert.

Wir gehen davon aus, dass die im Protokoll beschönigend als “Möglichkeiten regionaler Aktivitäten zur Förderung regenerativer Energieträger” den versteckten Versuch zur Gründung von Energiegruppen und der Errichtung von weiteren Windkraftwerken in den Regionen ist. Hafnerbach ist wohl der beste Zeuge dafür und die Tatsache, dass 55% der österreichischen Windkraftleistung aus Niederösterreich der beste Beweis für den Erfolg dieser und ähnlicher Strategien. Tendenz steigend – strebten doch DI Hantsch und Ex-LR Plank noch zuletzt die Grenze von 500 Windkraftwerken an. Dass dabei nicht nur der Wald hier daran glauben soll ist wohl dem naivsten Öko-Reformer klar.

Video: Bald 500 Windkraftwerke in Niederösterreich: Mag. Hantsch & Ex-LR Plank über die Zukunft von Niederösterreich

Waldschutz auf einen Klick!
Folgen Sie WaldschutzAT auf Twitter! Werden Sie Mitglied in der Facebook-Gruppe von Waldschutz!
Jetzt zum gegen-wind.net Newsletter anmelden!
Windenergie in Österreich muss sauber werden - 10 Forderungen für eine transparente Windindustrie
Windkraft - Geldmacherei auf unsere Kosten
Die wirre Welt der Windkraft
Trend: Windkraft im Wald: Ökowahnsinn mit System
Die Rolle des Adels in der Windkraftindustrie