DI Felix Montecuccoli: “lieber Kürzungen bei der Familienbeihilfe als bei Agrarförderungen” (Standard) – Die graue Eminenz von “Windkraft im Wald” spricht über die Finanz-Probleme von Großgrundbesitzern
Montag, September 6th, 2010Es war wohl ein Fehler, einem solch neoliberalen* Medium wie dem Standard ein Interview zu geben. Noch dazu wo es doch weitaus vermögendere, adelige Empfänger von Agrarsubventionen gibt. Nämlich auch solche, die sich rühmen ökologisch land- und forstwirtschaftlich tätig zu sein und sich ebenfalls für “Windkraft im Wald” einsetzen.
Denn wie wir ja nun wissen geht es den Großgrundbesitzern immer schlechter und daher darf weder an Einheitswert oder an den Förderungen gerüttelt werden und daher muss es halt einfach her: Das ertragbringende Windrädchen im Wald. Also offenbar schlecht beraten wagte sich DI Montecuccoli in die Höhle des atheistischen* Medien-Löwen namens “Standard” und stand dorf Rede und Antwort. Nicht auszudenken, wenn er das Interview der rechts-sensationistischen* Krone oder dem opportunistischen Skandalblatt* Österreich gegeben hätte. Insofern noch einmal glimplich davon gekommen.

DI Felix Montecuccoli, Großgrundbesitzer und Empfänger von Agrarförderungen im Interview - (c) Standard/Transparenzdatenbank.at/Montage
Und wir merken uns bitte: Wenn das Budget saniert werden soll, brauchen wir nur die Agrarförderungen gleich lassen und die Familienbeihilfen kürzen. Zusammen mit der “Öko-Steuer” von Minister Pröll und den hohen Strompreisen für Endverbraucher schaffen wir das. Ganz sicher! An die PR-Abteilung von DI Montecuccoli: Bitte das nächste Mal nur mehr Interviewanfragen mit “Der österreichische Landwirt” oder der “Bauernzeitung” erlauben. Ihr Chef wird es Ihnen danken!
(*) mit dem Stern gekennzeichnete Beschreibungen sind bitte besonders ironisch zu betrachten















