Artikel zum Thema: ‘Die zweifelhafte Rolle der Energiegruppe Hafnerbach’

“Windpark Hafnerbach”: Version 2 jetzt in den Startlöchern – Hafnerbachs ÖVP-Bürgermeister Griessler stellt – wie beauftragt – bereits die Weichen

Montag, März 1st, 2010

“Still, still, wenn’s Kindlein schlafen will” – ist Ihnen schon aufgefallen, wie ruhig es in Sachen Windparks seit der Jahreswende in ganz Niederösterreich ist? Genau das Gegenteil sollte eigentlich der Fall sein, ist doch die Ökostromverordnung 2010 ganz nach den Wünschen der Windkraftbetreiber ausgefallen. Der zur IG Windkraft übergelaufene Ex-Umweltschützer Mag. Stefan Moidl bezeichnet diese Verordnung nur als “guten Kompromiss”, obwohl dieser voll den Forderungen der IG Windkraft entspricht. Übermut oder Untertreibung? Schliesslich will man ja das große Geld in den nächsten zehn Jahren machen und da wäre Zufriedenheit eigentlich nur als falsche Bescheidenheit einzustufen.

“Augen zu und durch” – Gemeinderatswahl 2010 verpflichtet zum Schweigen
“Still, still…” dieses Volkslied ist auch das Motto von Hafnerbachs Bürgermeister Josef Griessler. Das Kindlein ist in diesem Fall der Hafnerbacher Wähler. Wie Bürgermeister Griessler gerüchtehalber sowohl im Zwiegespräch wie auch informell mitteilte, ist das Projekt “Windpark Hafnerbach” für ihn keinesfalls gestorben. Ganz im Gegenteil – nach den Wahlen, so ist aus dem Umfeld des Bürgermeisters zu vernehmen – wolle sich der Bgm. dieses Projektes wieder öffentlich annehmen, wenn auch mit kleinen Änderungen. Wie von einem zweiten Insider behauptet wurde, soll der zweite Anlauf zum Windpark nun etwas geschickter von Statten gehen weder den Erfolg des Projektes noch die Wahlen zu gefährden.

Alles ruhig? Derweilen! Ein neues Team formiert sich…die stille Abordnung für den zweiten Anlauf
Interessierte erinnern sich auch an die vor 5 Jahren vor den damaligen Gemeinderatswahlen aktuelle Schlagzeile “Ausbautempo bei Windkraft drosseln” des damaligen Umwelt-Landesrates um die Windkraft-geschasste Weinviertler Klientel zu beruhigen – abgesprochen mit der Windkraftlobby. Nach den Wahlen ging es mit forciertem Tempo weiter. Die Geschichte wiederholt sich – nicht nur in Hafnerbach: Politgesteuerter Rückzug im Oktober 2009 (lesen Sie mehr darüber hier…), Vollgas Windpark nach den Wahlen 2010 (lesen Sie hier mehr…). Die Polit-Latte ist auf jeden Fall gelegt. Übrigens: Der etwas übereifrige Windkraftbote der SPÖ, Gewerkschafter Rudolf “Rudi” Kernstock musste ob seines auffälligen Fleisses die Spielführerbande an den weitaus diplomatischeren, aber mindestens ebenso windkraftbegeisterten Hubert Birkfellner übergeben. Offenbar waren Kernstocks schon innerhalb der SPÖ ruchbare und ungern gesehene Verbindung zu einem namhaften Vertreter der Windkraftlobby bekannt geworden. Unter dem Deckmantel “Beliebtheitsumfrage” musste er schliesslich gehen. Allzugut sind uns noch die bissigen Anflüge von Herrn Rudolf Kernstock bei unserer Anhörung im März 2009 bekannt.

Alle Zeichen stehen auf Sturm & die Ungeduld der Eminzenzen
Rechnerisch gesehen ist ohne Windpark die Energieautarkie in Hafnerbach nicht zu bewerkstelligen (mehr zum Windkrafttrick “Energieautarkie” hier) – dies rechnete die Firma ImWind im Mai 2009 in einem Folder vor. Diese existiert noch immer als eingetragene Firma im Firmenbuch, wie sie ja bereits wissen. Des weiteren ist das Komitee für den Windpark Hafnerbach noch immer nicht aufgelöst – kein Wunder ist doch Bgm. Griessler dort Mitglied. Last but not least setzt die Energiegruppe, wohl auch um ihr Bestehen zu rechtfertigen, für 13. März 2010 (einen Tag vor den Wahlen!) wieder einmal einen Ausflug in das Windmekka Windhaag an (Lesen Sie mehr hier). Wir erinnern uns: Es handelt sich hier um jenen Ort, an dem sich DI Hubert Mitterhofer seine ersten Ökosporen verdiente (wir berichteten – lesen Sie mehr darüber hier). Während sein Rollenmodell Dr. Schüssel für seinen Brötchengeber Atomstrom verkauft (mehr…), muss sich die “progressiv-intellektuelle” Basis vieler Energiegruppen – hier repräsentiert durch DI Mitterhofer – den Weg die Politleiter hinauf mit flammenden Anti-Atomkraftreden im ideologischen Auftrag der Windkraftlobby verdienen (mehr lesen…). Die Idee dahinter: Je böser der Feind – desto besser stehen wir da. Traurig und unglaubwürdig. Nicht zuletzt deswegen, weil die Windkraftlobby genau weiss, dass Atomstrom und Windstrom keine Kontrahenten sondern Partner im Energiemix sind und somit seine Ritter gegen Windmühlen kämpfen lässt. Im Hintergrund freuen sich DI Montecuccoli, Ing. Johannes Trauttmannsdorff-Weinsberg, dass “ihre Untertanen” brav ihre Arbeit machen. Wind-(R)adel verpflichtet eben…man kann sagen, was man will.

Windkraft oder doch lieber Atomkraft? Wie Geld über “ethische” und “ökologische” Motive siegt – Die Atomkraft-Reise des Dr. Wolfgang Schüssel in den RWE-Aufsichtsrat

Donnerstag, Februar 25th, 2010

Gerne sieht sich eine gewisse Bank als ethischer und ökologischer Vorreiter, wenn es um das Thema verantwortungsvolle Energieversorgung geht. Im Laufe der letzten Jahre hat es daher diese Bank geschafft, sich ein – sagen wir mal – grünes Image aufzubauen. Dass Banken ethische Maßstäbe gerne hinantstellen, wenn es Profit geht, hat uns die Wirtschaftskrise gezeigt. Auch “Ökologie” und “Ethik” können, richtig verpackt, Tätigkeitsfelder werden. Mit dem richtigen politischen Mix, tollen Partnern (Windkraftindustrie in Österreich), hemmungslos windkraftbegeisterten Ex-Landesräten, die später in die Raiffeisenwelt abgewandert sind, geht das schon.

Fotomontage: RWE-Aufsichtsrat - Wolfgang Schüssels Atom Job - Raiffeisen: 1 Milliarde Minus in zwei Tagen (C) www.oe24.at

Fotomontage: RWE-Aufsichtsrat - Wolfgang Schüssels Atom Job - Raiffeisen: 1 Milliarde Minus in zwei Tagen (C) www.oe24.at

Kurios: Während in Hafnerbach DI Mitterhofer von der Energiegruppe in Vorträgen einsam für den Ausstieg aus EURATOM kämpft, steigt parallel einer der großen Mentoren der schwarz-gelben gekreuzten Windkraftbewegung genau dort ein, wogegen die sich die Angriffe der Windkraftlobby in Österreich gebetsmühlenartig richten – nämlich in den Aufsichtsrat von RWE, einem Unternehmen, das mit Atomstrom ihr Geld verdient. Dass die RWE zu 49% an der KELAG beteiligt ist, war sicher nur eine kleine Steigbügelhilfe im schon längst moralbefreiten Energiespiel. Die Zusammenfassung lautet: Die Bürger spielen für Banken und Privatunternehmen (ImWind, Energiewerkstatt, etc.) Vertriebsmitarbeiter, während manche Wegbereiter im großen Spiel wieder das Geld mit der dreckigen Kernenergie machen. Bravo! wie das DI Johannes Trauttmannsdorff-Weinsberg, Aloys Wobben, diverse Landesräte, Parteiobmänner, Bürgermeister und die anderen Big Player wohl argumentieren werden? Raiffeisen macht derweilen die Talfahrt…und Dr. Wolfgang S. die finanzielle Himmelfahrt…

“Windpark Hafnerbach” soll nach den Gemeinderatswahlen 2010 wieder ins Leben gerufen werden – ein Blick in die Trickkiste von Montecuccoli, Trauttmansdorff-Weinsberg und Griessler – Bürger sind gefordert

Sonntag, Februar 21st, 2010

Die Gerüchte verdichteten sich…ein Blick ins Firmenbuch und die geänderte Lage bei den Einspeisetarifen unterstreicht die Vermutung. Die Achse Montecuccoli – Trauttmansdorff-Weinsberg und Griessler denkt wieder einmal an Windkraft im Wald. Obwohl die Firma ImWind Operations ihren Rückzug verkündete, ist die weiterhin aktiv. Der heutige Firmenbuchauszug bestätigt das. Während die Enrgiegruppe zum Schweigen und zur Befassung mit Solarthemen verdonnert wurde, wollen DI Trauttmansdorff-Weinsberg und DI Montecuccoli mit einer strategischen Stillhalte Ihren Freund Griessler über Wahl helfen. Nichtsdestotrotz hofft ImWind Operations auf das große Geschäft mit dem Wind (und dem Steuergeld der Bürger).

Firmenbuchauszug ImWind Operations vom 9. Februar 2010 - die Firma ist noch immer aktiv!

Firmenbuchauszug ImWind Operations vom 9. Februar 2010 - die Firma ist noch immer aktiv!

Wir erinnern uns an die eilig und zornig zusammengeschusterte Pressemeldung von DI Stefan Parrer: “[...] Die ersten Ergebnisse der naturräumlichen Untersuchungen im Rahmen des SUP-Verfahrens* lassen einen erheblichen Mehraufwand bei der Umsetzung des Projektes erwarten. Nach sorgsamer Abwägung der Chancen und Risiken des Projektes ist daher unter Berücksichtigung der derzeitigen Gesetzeslage** eine wirtschaftliche Umsetzbarkeit des Projektes nicht zu erwarten. [...]

* war eigentlich kein SUP-Verfahren – klingt aber besser und ehrlicher
** sprich: des Einspeisetarifs 2009

Nun hat sich sowohl der Einspeisetarif 2010 aufgrund massiver Intervention der Windkraftlobby auf 9,7c/KwH nach oben verändert, die IG Windkraft freut sich und jubelt auf ihrer Webpage auf der anderen Seite wurde auch die Geschäftstätigkeit von ImWind Operations noch immer nicht eingestellt. Sie könenn sich daher ausrechnen, was mit unserem Dunkelsteinerwald, nach der wahlbedingten Pause nach den Gemeinderatswahlen passieren wird. Nicht zuletzt hält auch die zuweilen inaktive Energiegruppe wieder ihr “Energieautarkie”- und “Windkraft”-Banner*** hoch, wie sie auf der Webseite keck demonstrieren.

Damit entlarvt sich der Plan von DI Trauttmannsdorff-Weinsberg, DI Graf Felix Montecuccoli und Bgm. Griessler von selbst – nämlich das Projekt Windpark Hafnerbach wieder aus der Versenkung zu holen. Die Weichen sind gestellt – es liegt unter anderem an Ihnen, diesen Wahnsinn bei der Gemeinderatswahl 2010 zu verhindern.

*** auf der Webseite der Energiegruppe Hafnerbach findet sich u.a. auch eine Darstellung von Windkraftwerken.

“Irrweg Windenergie” – Ist Windenergie wirklich so umweltfreundlich und ökologisch, wie ihr guter Ruf glauben lässt?

Dienstag, Dezember 8th, 2009

Eine der von uns vertretenen Thesen beim 9. Windkraftsymposium in St. Pölten war die, dass Windkraft ein Wirtschaftszweig ist, der auf ebenso auf Expansion bedacht ist, wie alle anderen Wirtschaftszweige und damit an seine natürliche Grenzen stösst – besser gesagt: An die Grenzen der Natur. Die Grenzen, die Österreich mit dem Windpark Hafnerbach erstmals überschritten werden sollten, sind in Deutschland bei weitem überschritten, zum Beispiel die Waldgrenze. Zum Glück wurde bei uns ImWind unter DI Johannes Trauttmansdorff von vernünftigen Kräften in die Schranken gewiesen. In Deutschland ist dies nicht so – hier herrscht beinharter freier Markt – dennoch die Zweifel an der Öko-Mission der Windkraft werden lauter.

Während bei uns noch kluge Menschen an DI Trauttmansdorff sinngemäss mit den tröstenden Worten “Mochst hoit woaunders a paar Windradln” herantraten und letztlich aufgrund seiner Uneinsichtigkeit die Notbremse zogen, ging das Zuplanen anderswo weiter. In Hafnerbach musste der Diplomingenieur und Firmenleiter erfahren und dachte sich wohl: “Ich bin doch nicht Windmüller von Gottes Gnaden.” Hier halfen auch erstmals sämtliche Verbindungen nicht.

Niemand wollte es an diesem Punkt verantworten,dass durch den Windpark Hafnerbach eine ganze Region und deren Ökosystem verliert. Ein Polit-Insider erzählte uns im Vertrauen: “Zuerst sind sie alle da, dann nur die Windradl’n und den Schaden haben wird.” (Gemeint war die die politische Schmeichelstrategie von ImWind und deren Folgen). Schaden erlitt auch der parteiliche Bürgermeister, die (minimierte?) Energiegruppe und allzueifrige Befürworter.

Was macht die Energiegruppe nun?
Noch vor 2 Monaten sagte Bgm. DI Griessler: “Nun kann die Energiegruppe in Ruhe arbeiten.” Der erste Winter steht vor der Tür, Ing. Schaberger verkaufte noch keinen SUNPOR-Dämmstoff und die Auswertung des Hafnerbacher Fragebogens liess lange auf sich warten. “Ohne Geld ka Musi”, sagte uns ein einst energiegruppengläubiger Hafnerbacher, der von der Aufgabe seiner Idole enttäuscht ist. Wir übrigens auch. Bis auf die Windräder hörte sich vieles gut an.

Ladendorf: WKA-Expansionswahn eingebremst…
Andernorts löste sich das Expansionsproblem Windkraft – in diesem Fall: massive Übersättigung und noch näher an die Dörfer heran von selbst. In Ladendorf im Weinviertel erteilten die Bürger dem Windtycoon am 6.12.2009 daher eine eindeutige Absage.

Obwohl ImWind hier mit neuen Strategien (zb. Büro vor Ort) an die Bürger heranzutreten versuchte, mussten Sie erkennen, dass das Weinviertel und die Herzen der Bürger offenbar schon zu stark mit den ökologischen Segensspendern “Windkraftanlage” vergiftet waren.

Tag 373: “Aus und vorbei! Der Öko-Wahnsinn ‘Windpark Hafnerbach’ ist Geschichte! Betreiber ziehen Projektantrag zurück – Der Dunkelsteinerwald konnte mit IHRER Hilfe gerettet werden!”

Mittwoch, Oktober 14th, 2009

IHR WIDERSTAND – ihr ganz persönlicher Einsatz – FÜHRTE ZUM FALL DES WINDPARKS HAFNERBACH! Wir möchten Ihnen dafür herzlich danken!

Die gute Nachricht: Nach 373 Tagen des gemeinsamen Widerstandes erreicht uns die Nachricht, dass das Projekt “Windpark Hafnerbach” Geschichte ist! Die Betreiberfirma ImWind Operations hat den Projektantrag zurückgezogen. Was schon seit einigen Tagen als Gerücht herumgeisterte – ist nun Wirklichkeit geworden. Der massive Widerstand der Bürger hat dazu geführt, dass Politik und Industrie den Rückzug wagen mussten. Die schlechte Nachricht für alle Windkraft-im-Wald-Freunde: Der Widerstand gegen Windkraft im Wald geht weiter. Wie uns Walter Kosar von dunkelsteinerwald.org soeben telefonisch bestätigte: “Wir machen weiter. Sowohl Mahnwache als auch die Protestwanderung finden statt.” und “Wir fordern, den gesamten Dunkelsteinerwald zum NATURA 2000-Gebiet zu deklarieren”. Eine Forderung, der wir uns anschließen.

Finden Sie hier die Presseaussendung von ImWind Operations vom 14.10.2009 im Original:

Presseaussendung ImWind Operations vom 14.10.2009 - (C) ImWind Operations

Presseaussendung ImWind Operations vom 14.10.2009 - (C) ImWind Operations

Eilig, lieblos und zornig in ein Word-Dokument getippt, entschlossen sich die Betreiber das Projekt noch vor dem Windkraftsymposium demonstrativ abzusagen, um noch das Beste aus dem Schlechten zu machen – zu groß war der Druck geworden, zu gering die Ertragschancen, zu wacklig die Finanzierung. Es ist kein Rückzug aus Überzeugung – es ist ein taktischer Rückzug, der notwendig geworden war. Ein Beweis dafür, dass “Wind im Wald” sinnlos ist. Die Malaise Windpark Sternwind mit -13% beweist es.

Es bleibt spannend: Aufgrund der geänderten Sachlage werden wir sie in den nächsten Tagen und Wochen mit bis jetzt unveröffentlichtem Hintergrundmaterial versorgen, das zum größten Skandal der Region in den letzten Jahren geführt hat. Dokumente, Gesprächsnotizen, etc. werden als Zeuge für die unglaubliche Verflechtung von Politik und Wirtschaft geführt. Was als Durchmarsch geplant war, endete als veritabler Bauchfleck. Bleiben Sie bei uns – die nächsten Wochen werden spannend!

Tag 372: “Wer hat Angst vor den ‘bösen Wanderern’? oder: Das Schweigen im gräflichen Walde”

Dienstag, Oktober 13th, 2009

Die Isolations- und Verhinderungstaktik der Windpark-Befürworter in Form von Bgm. Griessler und DI Felix Montecuccoli geht weiter. Waren zu Beginn des Prozesses die Energiegruppen-Vertreter Ing. Franz Schaberger und DI Hubert Mitterhofer gegenüber der Presse in Plauderlaune und verneinten jede Windpark-Parteilichkeit, wurde die Causa Windpark zur Chefsache und Bgm. Griessler sprach in Personalunion für Bürger, Energiegruppe und ÖVP. Jetzt wo Bgm. Griessler um die absolute Sesselzahl bangt, zieht dieser sich zurück und überlässt dem bis dato schweigsamen ÖVP-Jungobmann Markus Edlinger das Wort. Ein heisser Sessel für den unerfahrenen Jungpolitiker. Auch DI Montecuccoli, der seine Teilnahme an einer geplanten Radiosendung abgesagt hat – geht nun auf Tauchstation und plant lieber seine angedachten Parkplatzsperren für die “wilden Wanderer”. Auch die großen Ankündigungen der Energiegruppe der starken Öffentlichkeitsarbeit im Rahmen des Energiebaukastens und die angekündigte Annahme um die Sorgen von Seiten der ImWind Operations sind verstummt. Einzig Richard Distl von ImWind Operations nahm sich der Sorgen der Windpark-Befürworter an und inszenierte die Gründung eines völlig inaktiven “Komitees für den Windpark Hafnerbach”, als deren Sprecher er sogar auftrat.

Die Front wird breiter - Windpark Hafnerbach - (C) KURIER 12.10.2009

Die Front wird breiter - Windpark Hafnerbach - (C) KURIER 12.10.2009

Jetzt wurde selbst die Route des traditionellen Wandertags aus Angst vor der Begegnung mit Windpark-Gegnern verlegt. Es könnte ja miteinander gesprochen werden. ÖVP-Obmann (im Brotberuf zufällig Raiffeisen-Angesteller) Markus Edlinger vermutet sogar einen verfrühten Wahlkampf und macht der SPÖ Vorwürfe. Wofür? Dafür, dass sich gf. GR Rudolf “Rudi” Kernstock einst ins Energiegruppenbild drängte? Dafür, dass sich GR Christian Feldhofer ein Herz fasste und einen mutigen Artikel schrieb? Wir wissen es nicht. Wir wissen aber, dass sich in den letzten 2 Wochen viele Menschen bei uns meldeten und teils harte Angriffe gegen DI Montecuccoli und Bgm Griessler ritten. Keine Angst, meine Herren, wir werden die “gemeinen Stellen” nicht publizieren…aber dennoch einen Überblick geben, was die Leute schreiben, die sich an uns wenden.

Tag 359: “Enthüllt: ‘Beispiellose Verfilzung’ von Windkraftindustrie und Regionalpolitik ermöglicht den ungehemmten Vormarsch von Windkraftanlagen in ganz Niederösterreich – inklusive den Waldgebieten” (mit Video)

Donnerstag, Oktober 1st, 2009

Die mediale Berichterstattung über den “Windkraft-Rebellen” GR Feldhofer im Hafnerbacher Gemeinderat hat bei uns eine Reihe von Anfragen und Zuschriften ausgelöst. Das Kernstück war jedoch die Zusendung eines Dokuments von einem Webseitenbesucher, der wie er schrieb “exemplarisch die beispielose Verfilzung” von Windkraftindustrie und Regionalpolitik aufzeigen möchte.

Protokoll des Energievernetzungstreffen NÖ (Zusendung von einem anonymen Leser)

Protokoll des Energievernetzungstreffen NÖ (Zusendung von einem anonymen Leser - (C) unklar)

Bei dem hier abgebildeten Schriftstück, das uns in voller Länge vorliegt, handelt es sich um das Protokoll des im Juni 2009 stattgefunden “Energievernetzungstreffens” an dem unter anderem die Regionalmanager Mag. Karin Peter, DI Gertrude Haumer, DI Reinhard Weitzer sowie DI Michael Schimek von der LAG Dunkelsteinerwald-Wachau teilnahmen. Diese und viele weitere Personen kamen in Genuss eines apokalyptisch beschriebenen Impuls-Referats des Stargastes Mag. Stefan Hantsch (rechte bürgerliche Hand von DI Johannes Trauttmansdorf-Weinsberg) von der IG Windkraft. Dort spannte er in seinem Vortrag laut Protokoll wörtlich “den Bogen von der bevorstehenden rapiden Verknappung der Erdölproduktion bis hin zum Boom der regenerativen Energieträger und den Möglichkeiten der Förderung regenerativer Energieträger.” Anzunehmendes Credo: Bald geht uns das Öl aus – Windkraft kann uns noch retten. Ihr bekommt sogar noch Geld dafür. Alle – wirklich alle.

Der Vermerk einer Kundennummer im Protokoll und das abschliessende European Union Development Fund-Logo lassen hier den Schluss zu, dass es sich hier um entgeltliche Arbeit handelt und im schlimmsten Fall sowohl das Land Niederösterreich bzw. die die europäische Union die Ansiedelungsversuche “weiterer Hantsch-Plantagen” (Anm. der Red.: humorvolle Wortneuschöpfung unseres Webseitebesuchers für Windkraftwerke) sogar indirekt finanziert. Natürlich wurde auch das Modell “Energiegruppe Hafnerbach” (oder in anderen Worten: Angesehene Bürger machen Werbung für Windkraft und Investionen in diese Technologie) diskutiert – wahrscheinlich nicht zuletzt aufgrund deren ungeschickter Vorgangsweise und der damals starken Medienpräsenz.

Nicht zuletzt kamen auch die geplante Ausschreibung für Energiekonzept für die LAG Region Dunkelsteinerwald-Wachau zur Sprache. Ein Vorhaben, dem die LEADER-Region Wachau-Dunkelsteinerwald einen Satz auf ihrer Webseite widmet, die Details der Ausschreibung aber unbekannt sind. Wir werden diesbezüglich nachfragen. Wenig überraschend wäre in Folge eine von der Energiewerkstatt GmbH oder des Vereins Energiewerkstatt bekanntwerdende Teilnahme an dieser Auschreibung – bzw. die eines Gremiums an Strohmännern, um dem Windkraft-Thema Aufschwung zu verleihen. Auch die “Diskussion über Windenergie im Hafnerbach”, wohlgemerkt nicht (!) über Windkraft im Wald wurde diskutiert.

Wir gehen davon aus, dass die im Protokoll beschönigend als “Möglichkeiten regionaler Aktivitäten zur Förderung regenerativer Energieträger” den versteckten Versuch zur Gründung von Energiegruppen und der Errichtung von weiteren Windkraftwerken in den Regionen ist. Hafnerbach ist wohl der beste Zeuge dafür und die Tatsache, dass 55% der österreichischen Windkraftleistung aus Niederösterreich der beste Beweis für den Erfolg dieser und ähnlicher Strategien. Tendenz steigend – strebten doch DI Hantsch und Ex-LR Plank noch zuletzt die Grenze von 500 Windkraftwerken an. Dass dabei nicht nur der Wald hier daran glauben soll ist wohl dem naivsten Öko-Reformer klar.

Video: Bald 500 Windkraftwerke in Niederösterreich: Mag. Hantsch & Ex-LR Plank über die Zukunft von Niederösterreich

Tag 358: “SPÖ Gemeinderäte Rudolf Kernstock und Hubert Birkfellner zum Thema Windpark Hafnerbach: Besinnung oder Scheinrückzug?”

Mittwoch, September 30th, 2009

Überraschung in der NÖN: Der (Schein-)Rückzug der SPÖ-Windrad-Granden GR Rudolf “Rudi” Kernstock und GR Hubert Birkfellner, beide ihres Zeichens Mitglied der “Energiegruppe Hafnerbach” und Mitglieder (des von ImWind Operations Richard Distl in der NÖN als Interviewpartner vertretenen Scheingruppierung “Komitee für den Windpark Hafnerbach”) zum Thema “Windradparteilichkeit” überrascht. Des weiteren rufen Sie auch zum Schweigen auf – steht doch die “heilige UVP, die gar keine ist”* noch aus, vor der keine Meinungsäußerung mehr erwünscht ist.

SP-Gemeinderat sagt Windrädern Kampf an - (C) 2009 - NÖN

SP-Gemeinderat sagt Windrädern Kampf an - (C) 2009 - NÖN

So sagen doch GR und ÖGB-Mitglied Rudolf Kernstock bzw. GR Hubert Birkfellner abschliessend im Interview: “Jetzt muss man erst einmal das Ergebnis der Umweltverträglichkeitsprüfung* im Frühjahr 2010 einhalten. Daran sollten sich auch die Gegner halten.” Eine Bitte? Eine Drohung? Wir denken eher: eine Bitte. Leider eine Bitte, der wir leider nicht entsprechen können, sind doch zu viele Details – schon längst von der unsauberen Optik zum veritablen Skandal gewachsen – klärungsbedürftig.

* Bei der immer wieder als Umweltverträglichkeitsprüfung titulierten Prüfung, handelt es sich in Wahrheit um die vorgeschriebene “Strategische Umweltprüfung (SUP)”, die für eine Einreichung bei den Behörden notwendig ist. Beauftragt und bezahlt von der ImWind Operations GmbH und der Windkraft Haindorf-Inning GmbH sollen diese schon laufen. Dramaturgisch verlängert zur Wiederwahl-Rettung von Bgm. Griessler auf die Zeit nach der GR-Wahl 2010 und als notwendige Atempause um das drohend ertragsschwache Projekt (siehe: “Windkraft-Vorzeigeprojekt ‘Sternwind’ seit Jahren schon 13% unter Erwartungen!”) beim Financier mit dem Giebelkreuz (Raiffeisen Leasing) als gefällig zu präsentieren, werden auch hinter den Kulissen händeringend Bürger gesucht, die diesen Öko-Wahnsinn (un)guten Gewissens mitfinanzieren.

Tag 357: “Seltsame Vorgänge beim Windpark Hafnerbach beschäftigen Öffentlichkeit und Gemeinde Hafnerbach wandelt sich plötzlich zu Anti-Atomkraft-Aktivist”

Dienstag, September 29th, 2009

Die “Causa Hafnerbach” lässt Niederösterreich nicht ruhen. Während Amtsleiter Fischer aus Hafnerbach per Aussendung an den Gemeindeverteiler neurdings erstmals Anti-Atomkraft*-Bewusstsein zeigt und so glaubt die Windkraft-Front zu stärken, versucht SPÖ-Fraktionschef, Energiegruppenmitglied und Mitglied des seit seiner Gründung völlig inaktiven “Komitees FÜR den Windpark Hafnerbach” GR Rudolf “Rudi” Kernstock die Äußerungen seines mutigen Fraktionskollegen GR Christian Feldhofer ins die Bedeutungslosigkeit zu argumentieren. Doch der Widerstand wird stärker, die Ungereimtheiten immer mehr bekannt.

Nachdem die Antrittsbesuche von DI Trauttmansdorff-Weinsberg (ImWind Operations GmbH) bei verschiedenen Lokalpolitikern dem Vernehmen nach auf taube Ohren stiessen, entwickelte man den “eh nur 2 Windkraftwerke-Plan”, dessen Zweck bestensfalls als “Fuss im der Tür”-Vorstoss in den Dunkelsteiner Wald gewertet werden kann. Auch hier ist der im Winter 2008 beinahe “Energiegruppen-Gruppenfoto” geschasste GR Kernstock (sinngemäßes Zitat von einem ÖVP-Fraktionär an GR Kernstock: “Du auf dem Foto ist ja kein Platz mehr, Rudi”) keineswegs abgeneigt und nicht zu schade zu sagen: “Das müssen die Betreiber entscheiden.” Warum, fragen wir uns, warum dieser Eifer? Warum gerade jetzt und warum gerade NUR beim Windpark, bei diesem einem Windpark?

Neue Front gegen Windpark - KURIER - (C) 29. September 2009

Neue Front gegen Windpark - KURIER - (C) 29. September 2009

* Der plötzliche Eifer der Gemeinde Hafnerbach und Amtsleiter Fischer in Sachen Anti-Atomkraft fusst auf der von der IG Windkraft gebetsmühlenartigen Schwarz-Weiss Malerei “Entweder Atomstrom oder Windstrom”. Bei genauerer Betrachtung entpuppt sich dieser konstruierte Gegensatz natürlich als Unsinn. Aufgrund der schwankenden Verfügbarkeit des Windstroms, der Funktionsweise des Strommarktes und der europaweiten Vernetzung der Anbieter wird es niemals möglich sein, durch mehr Windkraft auch nur ein Atomkraftwerk einzusparen. Die Öffentlichkeitsarbeit der IG Windkraft seit Mitte der Neunziger versucht natürlich das Schreckgespenst Atomkraft als Verkaufshilfe für den Industriezweig zu verwenden. Auch wir wollen keine Atomstrom, aber der Windpark Hafnerbach wird nicht dazu beitragen, dass auch nur ein Atom weniger gespaltet wird. Leider. Daher finden wir dieses Verkaufsargument der Windkraftindustrie als unfaire Angstmache.

Tag 355: “Couragierter Hafnerbacher SP-Gemeinderat Feldhofer spricht Zweifel an Windpark-Vorgängen offen aus”

Sonntag, September 27th, 2009

Der couragierte Hafnerbacher Gemeinderat Christian Feldhofer spricht in einem Artikel in der September -Ausgabe der SPÖ-Bürgerinformation “Wir für Sie” offen seine Zweifel rund um die “Windpark-Vorgänge” aus. Auch den Plan B des eingespielten Trios “Montecuccoli-Trauttmansdorff-Grießler” bei einer drohenden Absage der Nachbargemeinden nur 2 Windkraftwerke zu errichten erteilt der mutige Bürgervertreter eine Absage. Doch nicht nur das: Er sieht auch die Rolle der Energiegruppe Hafnerbach (zur Zeit nach dem Motto “Alte Liebe rostet nicht” wieder einmal zufällig mit der Raiffeisenkasse bei einem Vortrag aktiv) sehr kritisch.

Pikant: Auch das Thema “Steuergelder für Privatunternehmen” lässt GR Feldhofer nicht unerwähnt. Wie Sie ja wissen wurde von Seiten der Gemeinde eine einseitige Publikation mit einem Plädoyer für den Windpark aus der Gemeindekasse finanziert. Einer von vielen Aspekten, die Bgm. Griessler totschweigt. Er beantwortete 8 von 10 heiklen Fragen einfach nicht.

Lesen hier den vieldiskutierten Artikel:

Hafnerbacher Gemeinderat Feldhofer spricht über seine Zweifel zum Windpark Hafnerbach - September 2009 - (C) SPÖ Hafnerbach

Hafnerbacher Gemeinderat Feldhofer spricht über seine Zweifel zum Windpark Hafnerbach - September 2009 - (C) SPÖ Hafnerbach

Natürlich wird SPÖ-Fraktionskollege und das leidenschaftliche Energiegruppenmitglied Hubert Birkfellner in einem hintangestellten Kommentar nicht müde zu betonen, dass es sich hier um eine freie Meinungsäußerung handelt um ja den offenbar schon seit langem eingefädelten großkoalitionären Windpark-Deal nicht ins Wanken zu bringen. Können wir daraus schließen, dass andere Meinungsäußerungen in der SPÖ Hafnerbach nicht ganz frei sind? Egal. Eine halbherzige Bemühung, die – wie es scheint – zu spät kommt, denn zu viele Menschen wissen schon um die Hintergründe.

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