“Windpark Hafnerbach”: Version 2 jetzt in den Startlöchern – Hafnerbachs ÖVP-Bürgermeister Griessler stellt – wie beauftragt – bereits die Weichen
Montag, März 1st, 2010“Still, still, wenn’s Kindlein schlafen will” – ist Ihnen schon aufgefallen, wie ruhig es in Sachen Windparks seit der Jahreswende in ganz Niederösterreich ist? Genau das Gegenteil sollte eigentlich der Fall sein, ist doch die Ökostromverordnung 2010 ganz nach den Wünschen der Windkraftbetreiber ausgefallen. Der zur IG Windkraft übergelaufene Ex-Umweltschützer Mag. Stefan Moidl bezeichnet diese Verordnung nur als “guten Kompromiss”, obwohl dieser voll den Forderungen der IG Windkraft entspricht. Übermut oder Untertreibung? Schliesslich will man ja das große Geld in den nächsten zehn Jahren machen und da wäre Zufriedenheit eigentlich nur als falsche Bescheidenheit einzustufen.
“Augen zu und durch” – Gemeinderatswahl 2010 verpflichtet zum Schweigen
“Still, still…” dieses Volkslied ist auch das Motto von Hafnerbachs Bürgermeister Josef Griessler. Das Kindlein ist in diesem Fall der Hafnerbacher Wähler. Wie Bürgermeister Griessler gerüchtehalber sowohl im Zwiegespräch wie auch informell mitteilte, ist das Projekt “Windpark Hafnerbach” für ihn keinesfalls gestorben. Ganz im Gegenteil – nach den Wahlen, so ist aus dem Umfeld des Bürgermeisters zu vernehmen – wolle sich der Bgm. dieses Projektes wieder öffentlich annehmen, wenn auch mit kleinen Änderungen. Wie von einem zweiten Insider behauptet wurde, soll der zweite Anlauf zum Windpark nun etwas geschickter von Statten gehen weder den Erfolg des Projektes noch die Wahlen zu gefährden.
Alles ruhig? Derweilen! Ein neues Team formiert sich…die stille Abordnung für den zweiten Anlauf
Interessierte erinnern sich auch an die vor 5 Jahren vor den damaligen Gemeinderatswahlen aktuelle Schlagzeile “Ausbautempo bei Windkraft drosseln” des damaligen Umwelt-Landesrates um die Windkraft-geschasste Weinviertler Klientel zu beruhigen – abgesprochen mit der Windkraftlobby. Nach den Wahlen ging es mit forciertem Tempo weiter. Die Geschichte wiederholt sich – nicht nur in Hafnerbach: Politgesteuerter Rückzug im Oktober 2009 (lesen Sie mehr darüber hier…), Vollgas Windpark nach den Wahlen 2010 (lesen Sie hier mehr…). Die Polit-Latte ist auf jeden Fall gelegt. Übrigens: Der etwas übereifrige Windkraftbote der SPÖ, Gewerkschafter Rudolf “Rudi” Kernstock musste ob seines auffälligen Fleisses die Spielführerbande an den weitaus diplomatischeren, aber mindestens ebenso windkraftbegeisterten Hubert Birkfellner übergeben. Offenbar waren Kernstocks schon innerhalb der SPÖ ruchbare und ungern gesehene Verbindung zu einem namhaften Vertreter der Windkraftlobby bekannt geworden. Unter dem Deckmantel “Beliebtheitsumfrage” musste er schliesslich gehen. Allzugut sind uns noch die bissigen Anflüge von Herrn Rudolf Kernstock bei unserer Anhörung im März 2009 bekannt.
Alle Zeichen stehen auf Sturm & die Ungeduld der Eminzenzen
Rechnerisch gesehen ist ohne Windpark die Energieautarkie in Hafnerbach nicht zu bewerkstelligen (mehr zum Windkrafttrick “Energieautarkie” hier) – dies rechnete die Firma ImWind im Mai 2009 in einem Folder vor. Diese existiert noch immer als eingetragene Firma im Firmenbuch, wie sie ja bereits wissen. Des weiteren ist das Komitee für den Windpark Hafnerbach noch immer nicht aufgelöst – kein Wunder ist doch Bgm. Griessler dort Mitglied. Last but not least setzt die Energiegruppe, wohl auch um ihr Bestehen zu rechtfertigen, für 13. März 2010 (einen Tag vor den Wahlen!) wieder einmal einen Ausflug in das Windmekka Windhaag an (Lesen Sie mehr hier). Wir erinnern uns: Es handelt sich hier um jenen Ort, an dem sich DI Hubert Mitterhofer seine ersten Ökosporen verdiente (wir berichteten – lesen Sie mehr darüber hier). Während sein Rollenmodell Dr. Schüssel für seinen Brötchengeber Atomstrom verkauft (mehr…), muss sich die “progressiv-intellektuelle” Basis vieler Energiegruppen – hier repräsentiert durch DI Mitterhofer – den Weg die Politleiter hinauf mit flammenden Anti-Atomkraftreden im ideologischen Auftrag der Windkraftlobby verdienen (mehr lesen…). Die Idee dahinter: Je böser der Feind – desto besser stehen wir da. Traurig und unglaubwürdig. Nicht zuletzt deswegen, weil die Windkraftlobby genau weiss, dass Atomstrom und Windstrom keine Kontrahenten sondern Partner im Energiemix sind und somit seine Ritter gegen Windmühlen kämpfen lässt. Im Hintergrund freuen sich DI Montecuccoli, Ing. Johannes Trauttmannsdorff-Weinsberg, dass “ihre Untertanen” brav ihre Arbeit machen. Wind-(R)adel verpflichtet eben…man kann sagen, was man will.













