Tag 350: “Windpark Hafnerbach – der geplante Windpark im Dunkelsteinerwald (NÖ) aus der Vogelperspektive”
Dienstag, September 22nd, 2009Während “Waldgraf” DI Felix Montecuccoli fahrplangerecht Öffentlichkeitsarbeit im Vorabendprogramm des ORF betreibt (Titel: “Der Schlossherr von Montecuccoli”), sich dort als nobler Schlossherr mit Öko-Bewusstein feiern lässt und zur Unterstreichung seines Netzwerks dazu noch kräftig auf die Adelspauke haut, orakelte der “bürgerliche” Bürgermeister Ing. Josef Griessler im KURIER vom Samstag über die kommenden Gemeinderatswahlen und den Einfluss seines Windkraft-Politdebakels auf die Wählergunst. Abseits davon laufen – still und heimlich – die von den Firmen ImWind Operations und Windpark Haindorf-Inning bezahlte biologische Untersuchung, deren Ausgang schwerlich zu erraten ist. Heften wir uns auf die Spuren eines Vogels und betrachten wir den geplanten Windpark Hafnerbach einmal von oben, um den drohenden Schaden des Verbundes der drei “mächtigen Männer” Montecuccoli – Trauttmannsdorff – Griessler anzusehen.
Der geplante Windpark Hafnerbach aus der Vogelperspektive
Windpark Hafnerbach – Lage des geplanten Windparks im Dunkelsteinerwald (NÖ) auf einer größeren Karte anzeigen
Erklärung: Rot gekennzeichnet finden Sie die zwei Windkraftwerke HN1 und HN2 (Typ VESTAS V90, 2 MW) von denen Bürgermeister Griessler in den Bezirksblättern wörtlich und bis dato unwiderrufen sagte: “”In den Wald wird ohnehin eingegriffen” bzw. “Die Zustimmung des Hafnerbacher Gemeinderates wird definitiv erfolgen”. Die blauen Windkraftwerken HN3 bis HN7 sind diejenigen, die eine Zustimmung der Nachbargemeinden benötigen. Die blaue Fahne kennzeichnet den Dunkelstein auf 625m Seehöhe – in Kombination mit den 175m hohen Stahlkolossen ein bis in die Wachau sichtbares Mahnmal. Der gelbe Schraubenzieher stellt die Vorarbeiten auf dem Grund und Boden von DI Montecuccoli symbolisch dar – offenbar wollen sowohl DI Montecuccoli wie auch die Betreiberfirmen keine Minute Zeit verlieren, fliessen doch die Strom-Subventionen wieder gut.
Pikanterie am Rande: Genötigt durch unsere Berichterstattung verlor der sonst wortkarge und gefasste Großunternehmer DI Johannes Trauttmansdorff-Weinsberg die Fassung und gab Gespräche mit der EVN bezüglich einer Leitung nach St. Pölten zu. Auch seine Abhängigkeit vom guten politischen Wind sprach er an, indem er sagte zum inoffiziellen Baubeginn dementierend etwa wie folgt: “Wir sich doch keine Selbstmörder – weder wirtschaftlich noch politisch.” In diesem Sinne bekommen natürlich auch die Heurigenbesuche mit Landespolitikern, die Beruhigungsversuche bei diversen Bürgermeistern und das uferlos wachsende Industrie-Imperium eines Mannes, der in Sachen Windkraft keine Grenzen (aner-)kennt, auch für die Gutgläubigen eine andere Bedeutung.








