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Österreichische Windkraftindustrie treibt Ausweidung des Weinviertels voran – Windpark Stranzendorf heiss umkämpft…

26. August 2010 · Keine Kommentare

Die Investoren jubeln (mehr…), das Volk blutet. Im bereits stark windkraftgeschädigten Weinviertel ist die Strategie der Windkraftindustrie voll aufgegangen. Intervention hinter den Kulissen begünstigten die (heurigen) hohen Einspeisetarife. Die GmbH Simonsfeld mutierte zur AG – mit DI Parrer und Dr. Nährer an Bord. Das Geld kommt in dreifacher Hinsicht vom Volk – der Ertrag bleibt natürlich nicht dort. Die Ausweidung des Weinviertels schreitet also weiter fort.

Traurig daran ist die Tatsache, dass gerade jene Partei, die sich immer für das Weinviertel stark machte, diese Region opfert. Vorbei sind die Ankündigungen “Ausbautempo drosseln” (LR Sobotka 2004 vor den Wahlen). Das Volk will mit Strom versorgt werden – die Umwelt will geschont werden. Natürlich mit Windkraft – die böse Wasserkraft hamma in Österreich ja nur ganz beschränkt. Da muss man schon in die Tasche greifen. Gleich dreifach, wenn nicht mehr, oder? Einerseits zahlt der Bürger für mehr teuren Strom, investiert in eine Risiko-AG und drittens hat er geldwerte Nachteile für die Zerstörung seiner Region hinzunehmen.

“Fürstentum Stranzendorf” und die selben alten Methoden
So bezeichnen die kritischen Bürger das kleine Straßendorf mit weniger als 500 Einwohnern. Die Konstellation ist ideal, die Vorbereitung (wie so oft) suboptimal. Leisten sich Windparkbetreiber in Kärnten zum Beispiel Hochglanzfolder und PR von Pleon-Publico (Zigarrenclub-Connection), muss die frisch kapitalisierte AG Windkraft Simonsfeld sparen udn setzt auf die altbewährte “Hintenrum”-Methode. Anschreien, Ausperren, wenig informieren (lesenwert ist der offene Brief an den Vizebürgermeister Haslinger – mehr…) – all das ist bekannt von Windparks aus der Vergangenheit und wird von den regionalen Industrie-Vasallen willfährig unterstützt.

Sparen, drüberfahren, abkassieren…
So groß kann doch der Widerstand gar nicht sein. Dass sich nun ein Wettkönig einmischt und der WK Simonsfeld AG das Geschäft wegnehmen will (mehr…), sehen wir nur als skurrilen Wettlauf um die Marie. Hier müssen Stammtisch-Guerilla, Vizebürgermeister-Streicheln und ein paar Billigfolder reichen. Inhalt und Methode sind bekannt: Wollt ihr Atomstrom? Nein! Wollte ihr aufs Fernsehen verzichten? Nein! Was wollt ihr dann? W-I-N-D-K-R-A-F-T! Oder? Na eben – geht doch.

Weitere Informationen über die neuste Weinviertler “Billig”-Posse der Windkraftlobby

NÖN – Windkraft-Projekt spaltet 350 Einwohner-Ort (mehr…)
Bezirksblätter – Heftiger Widerstand gegen Windkraftanlage (mehr…)

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