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Windkraftgegner* in Österreich: Auch wir schlucken nicht jede Krot (oder: das verräterische Schweigen der einstigen Umwelt-Pioniere in Österreich)

21. Juni 2010 · Keine Kommentare

Nicht enden wollende EU-Förderungen und steuerliche Begünstigungen für unsere Großgrundbesitzer, die sich ein Zubrot mit Windkraftwerken verdienen (wollen) und die angedachte Öko-Steuer (C02-Steuer) des Finanzministers, die alles andere als konsumentenfreundlich werden soll. Nicht nur uns platzt der Kragen. Die Windkraftindustrie ist dabei seit Jahren einer der Preistreiber – eine Zeche, die wir alle gemeinsam zahlen.  Die aktuelle Kampagne der österreichischen Arbeiterkammer mit dem Titel “Schluck nicht jede Krot!” (mehr… greift zwei wichtige Aspekte auf, die in der Windkraftszene zum Tragen kommen.

Schluck die Krot' net - Mogelpackung Co2-Abgabe & Sonderrechte für Großgrundbesitzer - (C) Arbeiterkammer 2010/Montage

Schluck die Krot' net - Mogelpackung Co2-Abgabe & Sonderrechte für Großgrundbesitzer - (C) Arbeiterkammer 2010/Montage

So wie die Windkraftindustrie das Vorpreschen in Österreichs Wälder als ökologisch vertretbar hält und damit die letzte Bastion der Unschuld verliert, so denkt auch das Finanzministerium mit der CO2-Abgabe (auch unter der irreführenden Bezeichnung Öko-Steuer bekannt). Die Formel lautet dabei: “Nimm das Geld von den Kleinen und gebe es den Großen. Vergiss nicht das Ganze gerecht zu nennen.” Dass sich der Kreis schliesst, wenn diejenigen, die für Ihren Grund und Boden aufgrund der Einheitswertberechnung seit Jahren weniger Steuern zahlen als andere und dann noch mit einer volkswirtschaftlich vernichtenden Technologie namens Windenergienutzung Geld verdienen wollen, ist dann nur mehr das Tüpfelchen auf dem “i”.

Einstige Umwelt-Pioniere unterstützen Abzockpläne und Klientelpolitik
Da nutzt es auch nichts, wenn einst lobenswerte Proponenten wie Dr. Gerhard Heilingbrunner (Hainburg-Kämpfer und ÖVP naher Umweltdachverband-Chef, mehr…) in den Medien einen Sparplan (mehr…) vorlegen, der in Wirklichkeit ein Belastungsplan ist.  Leider gleiten auch verdiente Bürgerbewegungen, wie die Hainburger-Protestbewegung von einst in den Polit-Sumpf und Establishment-Mainstream ab, so dass von dieser Vorschlägen weder sozial noch wirtschaftlich etwas zu halten ist. Die Zeit ist reif, dass der vernünftige Protest gegen die unvernünftige Windkraft (* Gegnerschaft gegen Windkraft im Wald und ökologisch sensiblen Regionen) die Rolle einnimmt, die die Hainburg-Rebellen damals einnahmen. Es bleibt zu hoffen, dass 25 Jahre später aus dem Mund dieser Generation bürgerfreundlichere Worte kommen werden.

Das verräterrische Schweigen des Dr. H. …
PS.: Dr. Heilingbrunner und der Umweltdachverband haben sich in der Causa “Windpark Hafnerbach” nie die Mühe genommen zu antworten – trotz mehrmaliger Nachfrage. Kein Wunder ist doch die IG Windkraft Mitglied im Umweltdachverband (mehr…). Wenn es sich um ein Wasserkraftwerk gehandelt hätte, wäre die Sache schon anders gewesen, oder?! Denn laut Umweltdachverband greifen ja die bösen Wasserkraftwerke massiv (mehr…) an und von Windkraftwerken ist beim UWD wie seit Jahren kein Wort zu hören. Zufällig? Notwendig? Cui bono?

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