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Pressekonferenz zum Thema “Windkraft im Kobernaußerwald (OÖ)” – Renommierte Medien fragen mittlerweile laut: “Bestechung im Gemeinderat?”

6. Mai 2010 · 1 Kommentar

Der aufgrund seiner fast vollbürgerlichen Grundhaltung auch in seiner eigenen Partei nicht kritikarm agierende OÖ-Umweltlandesrat Rudolf “Rudi” Anschober, der sich unlängst wieder für den weiteren Ausbau der Windenergie-Projekte ausgesprochen hat agiert ja seit Jahren als Pate der Windkraft in Oberösterreich – natürlich auch in Wäldern. So grün muss man ja auch wieder nicht sein – grün ist ja auch schon das Geld, das den Gemeinden angeboten wird.

In einer unheiligen Allianz mit den finanziell glücklos agierenden Bundesforste präsentiert sich die OÖ-Windkraftindustrie wieder einmal als Heilsbringer und Kassenfüller des Staatswaldes. Mehr noch – die Bundesforste sind sogar Betreiber des Windparks Munderfing. Rudi Anschober schreibt dazu stolz: “Im Jahr 2007 haben sich die die Gemeinde Munderfing und die Bundesforste zusammengetan, um gemeinsam als Betreiber den Windpark Munderfing umzusetzen.(Lesen…)”

Vor diesem Hintergrund verwundert auch die bedingungslose Empfehlung eines hochrangigen Vertreters der Bundesforste für Windkraft im Wald nicht. Die oberösterreichischen Mitgliedsvereine im Bundesverband zum Schutz des Waldes lassen diese und einige andere unsaubere Anflüge (wir werden noch berichten!) nicht unkritisiert.

Der Bericht von der Pressekonferenz in Linz gibt ein Bild der aktuellen Situation ab.


Fädenzieher und kommunikative Scheinheiligkeiten

Im Hintergrund zieht die jagd- und forstlich vernetzte Wind-Aristokratie weiterhin die Polit-Fäden um auch Windkraft im Wald in allen Bundesländern salonfähig zu machen. Wir erinnern uns: Es war DI Johannes Trauttmansdorff-Weinsberg, der schon 2002 offen für Schwarz-Grün unterschrieb (damalige Webseite: www.schwarz-gruen.org). Auf der Liste eine Reihe weitere hochwohlfeiler Namen, die teilweise auch in der Windkraftbranche tätig sind (lesen…). Kein Wunder, setzte sich doch die Macht der grauen Einflüsterer mittlerweile schon auf Bundesebene durch und spiegelt sich in sinnlos dauerhohen Einspeistarifen und hemmungslosen Windkraftforcierungsstrategien von Regierungs- und Landesseite wider.

Windkraft hui – Wasserkraft pfui?

Amüsanterweise ist auch die zwiegespaltene Stategie “Windkraft hui – Wasserkraft pfui” seit Jahren in gewissen “volksnahen” Medien gang und gäbe. Energiewirtschaftlich gesehen sind gerade Wind- und Wasserkraft Geschwister – wie sonst soll denn der von der IG Windkraft perma-geforderte Ausstieg aus EURATOM funktionieren, um die Versorgungslücken decken? Nichtsdestotrotz vertragen sich die beiden gar nicht recht gut. Fragen Sie sich bitte: “Warum?”. Eine Frage, die sich auch der ÖVP-inkorporierte Umweltdachverband stellen sollte. Windkraftanliegen werden vom Umweltdachverband so gut wie nie beantwortet, Wasserkraftwerke jedoch so gut wie immer verurteilt. Zum Glück gibt es dann noch medien-ernannte “Ökofischer” wie DI Felix Montecuccoli, einem vehementen Befürworter von “Windkraft im Wald”, die ihre Hand schützend auf die Fische legen. Was lernen wir daraus? 1) Vögel haben keine Lobby 2) die Öko-Industrie zieht nur alibi-mässig an einem Strang 3) Die Windkraftindustrie sieht sich als ökologischer und ökonomischer Segensbringer im Alleingang.

Windkraft in den Nachrichten – Medien fragen immer lauter:“Bestechung im Gemeinderat?”
Die als gerne als “Ausgleichsmaßnahme” (Anm.: wofür einen Ausgleich, wenn alles OK ist?) oder dergleichen bezeichneten Zuwendungen an Gemeinden könnten möglicherweise neben den Aktivisten bald andere Instanzen und Körperschaften beschäftigen, wenn sich herausstellen sollte, dass das kurzfristige Angebot der Bundesforste “faul” ist. Es stellt sich zB. die dringliche Frage, ob das gut dotierte Angebot von immerhin 280.000 € (wir werden darüber noch genauer berichten – keine Sorge) überhaupt rechtens ist bzw. sein kann. Die OÖN schreiben dazu auf jeden Fall wie folgt:

"Sturm über größtem Windkraftprojekt" - Bericht über Windpark Silventus - Ausschnitt aus Artikel mit Überschrift "Bestechung im Gemeinderat?" (C) 2010 - OÖN.at

"Sturm über größtem Windkraftprojekt" - Bericht über Windpark Silventus - Ausschnitt aus Artikel mit Überschrift "Bestechung im Gemeinderat?" (C) 2010 - OÖN.at

Nur der Schelm möge denken: “Korruption in der sauberen österreichischen Windkraft-Szene?” Kann und darf nicht sein. Diese und vieles andere Fragen stossen nun zum Glück vielen Menschen sauer auf. Gut, dass dies von immer mehr Menschen nicht unwidersprochen bleibt und inzwischen auch von den Medien als legitime Meinungsalternative zur Imageweißwäsche gesehen wird. Da helfen auch pseudomässig “aus dem Volk” kommende Industrie- und Polit-Initiativen wie www.prowind.at und einst schwarz-gruen.org nichts.

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