“Österreich liegt im EU-Vergleich bei den Subventionszahlungen klar auf Platz eins. Während im Schnitt 2,3 Prozent der Wirtschaftsleistung der Länder in Förderungen fließen, gibt Österreich mit 5,4 Prozent mehr als doppelt so viel aus. Die Regierung möchte den Förderdschungel mittels einer “Transparenzdatenbank” genauer unter die Lupe nehmen. Experten erwarten vor allem bei Unternehmens- und Agrarsubventionen ein Einsparungspotential von bis zu fünf Mrd. Euro.”, so schreibt der ORF.
Was DI Felix Montecuccoli, der Präsident der Land & Forstbetriebe Österreich bereits jetzt aus den Fördertöpfen der EU kassiert, entbehrt für vieler jeglicher Grundlage. Allein im kürzlich veröffentlichten Haushaltsjahr 2008 kann der Landwirt Montecuccoli auf satte 89.809,92 € zu(rück)greifen. Im Vergleich zu den Förderungen, die der “Öko-Fischer” – (c) Kronen Zeitung – im Jahr 2007 erhielt, ist das eine Steigerung von unglaublichen 58%. Rezession, Transferkonto – alles kein Problem für diejenigen, die förderwürdig sind.

Öffentliche Zahlungen für das EU-Haushaltsjahr 2008 an Dipling Felix Montecuccoli, Markersdorf-Haindorf, Niederösterreich - (C) www.transparenzdatenbank.at
Subventionen wohin das Auge schaut – sogar Minister Mitterlehner graut davor
Offenbar ist jedoch der gut geförderte agrarisch-forstliche Standfuss noch immer zu wenig, ist doch DI Montecuccoli einer der Motoren der Hafnerbacher Windkraftbewegung. Auch in der Neuauflage des Windparks nach den Wahlen dürfte daher der Multifunktionär Montecuccoli (Fischerei, Tierbörse, Jagdverband, diverse Kammern,…) seine Finger im Spiel haben – ist doch die Ökostromgewinnung durch Windkraft eine weitere Subventionsoase.
Sogar dem schwarzen Wirtschaftsminister sind die Förderumtriebe im Ökostromsektor zu viel. Der ORF berichtet wie folgt: “Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) kündigte deshalb an, im Rahmen der geplanten ‘Transparenzdatenbank’ mögliche Doppelförderungen im Bereich der Wirtschaft unter die Lupe zu nehmen. Derartige Mehrfachsubventionen gebe es beispielsweise im Ökostrombereich, erklärte Mitterlehner.”
DI Montecuccoli prangerte Konzern-Subventionen einst an – Wie glaubwürdig ist das?
Als die Transparenzdatenbank eingeführt wurde schrieb der Standard.at: “Felix Montecuccoli, selbst Großbauer, weist auf die Landwirtschaftliche Bundesversuchsanstalt hin, die mit einer Förderung von 909.106,13 Euro großzügig bedacht wurde.” Damit wollte der findige Unternehmer wohl nur von einem ablenken, nämlich dass er und seinesgleichen seit eh und je am meisten davon profitieren. Die folgende Liste belegt dies eindrucksvoll…



2 Kommentare bis jetzt ↓
1 KRONE und andere Medien watschen DI Felix Montecuccoli für seine natur- und menschenunfreundliche Haltung ab | gegen-wind.net - Waldschutz aktiv leben... // Mrz 30, 2010 at 12:59
[...] schon seit langem frönen will. Lieber DI M., es gibt noch andere Werte auf der Welt als Geld (es gibt ja noch diverse EU-Förderungen siehe Artikel hier)…Wie wäre es mit einem echten, ehrlichen und profitbefreiten Engagement für die Natur? Wir [...]
2 Artenschutz? Schutz des Waldes? Naturwaldreservate? – “Aber nur dort, wo keine Windkraftwerke geplant sind” sind sich DI Felix Montecuccoli und das Lebensministerium wohl einig… | gegen-wind.net - Waldschutz aktiv leben... // Mai 18, 2010 at 14:41
[...] Liegt es am starken Engagement von DI Felix Montecuccoli und seinem Netzwerk für “Windkraft im Wald”? Liegt es daran, dass sich die österreichische Energiestrategie und der Artenschutz in Österreich nicht in die Quere kommen sollen? Für uns ein klares Zeichen, dass hier mit zweierlei Maß gemessen wird. Schlimmer noch: Einerseits Angstmache mit “Windkraftwerke retten die Welt (solange der Ertrag stimmt)” und andererseits Beruhigung mit “Wir schützen den Wald schon für euch (solange der Ertrag stimmt)”. Wenn wir gerade von Ertrag reden: Nicht mitgerechnet sind dabei selbstredend die 89.902,92 €, die z.B. DI Felix Montecuccoli von der EU im Haushaltsjahr 2008 kassierte (mehr…). [...]
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