Artikel zum Monat: März, 2010

KRONE und andere Medien “watschen” DI Felix Montecuccoli für seine natur- und menschenunfreundliche Haltung ab

Dienstag, März 30th, 2010

Der Erfinder der Schwammerlgebühr DI Felix Montecuccoli, seines Zeichens Großgrundbesitzer und Präsident der Wald- und Forstbetriebe zeigt sich wieder einmal von seiner ungünstigsten Seite und zeigte bei der BH St. Pölten eine Reihe von Wanderern an, die still und friedlich durch den Wald gingen nach §33 und §174 des Forstgesetzes an. Während offenbar Menschen gegen die Gesetze verstossen, hätten dies 7 große Windkraftwerke nicht getan. Für diese menschenunfreundliche Haltung wird der Multifunktionär DI Felix Montecuccoli nun zum wiederholten Male von den Medien “abgewatscht”, um es einmal salopp zu formulieren.

Wirbel um Windpark - Naturschützern droht Strafe wegen Demonstration - (C) Krone.at - 29.3.2010

Wirbel um Windpark - Naturschützern droht Strafe wegen Demonstration - (C) Krone.at - 29.3.2010

Wir hoffen, dass sich DI Montecuccoli besinnt, seine PR-Beratung wechselt und versucht mit dem Rest der Welt und Umwelt in Frieden auszukommen. Die von der Bevölkerung belächelte Schwammerlgebühr, sinnlose Verbote, geplante Windkraftwerke in seinen Wäldern sind Zeuge genug, dass Präsident DI Montecuccoli der Kapitalisierung der Natur und der Entrechtung der Bürger schon seit langem frönen will. Lieber DI M., es gibt noch andere Werte auf der Welt als Geld (es gibt ja noch diverse EU-Förderungen siehe Artikel hier)…Wie wäre es mit einem echten, ehrlichen und profitbefreiten Engagement für die Natur? Wir hätten da eine Idee: Ein Landschaftsschutzgebiet. Damit würden sie wahrlich in die Fußstapfen Ihrer ehrenwerten Vorfahren treten.

Übrigens: Sie brauchen die Texte von unseren Webseiten nicht mühsam kopieren lassen – wir lassen diese für Sie online und Sie brauchen nur die Links zu den Artikeln in ihre Anzeige einfügen, das macht den Akt kleiner. Wir hoffen, dass sie nicht die armen Fotografen, die uns schon bei unserer Wanderung begleiteten, beobachten und fotografieren mussten, dazu verknacken, die Webseitentexte zu kopieren. Gerne senden wir Ihnen auf Anfrage unsere Texte zu – das spart Arbeit & GELD ;)

Peinliche Pseudo-Machtdemonstration der Windkraftlobby: Anzeige gegen “Anti-Windkraft im Wald”-Protestwanderer vom 26.10.2009 (!)

Montag, März 29th, 2010

+++ Update2: Anzeige wurde von DI Montecuccoli eingebracht! +++ Akt umfasst an die 100 Seiten +++ Zur Zeit haben 2 Personen diese Anzeige erhalten +++ Weitere Anzeigen werden erwartet +++ Anzeige wurde bereits im Oktober 2009 (!) eingebracht +++

Auffällig gut getimt – so kurz vor den Wahlen, dass es keiner mehr erfahren sollte, sollen nun die Freunde des Dunkelsteinerwaldes für ihr Anliegen, nämlich eine Wanderung am 26.10.2009 (also vor etwa einem halben Jahr!) bestraft werden. Die Bezirkshauptmannschaft St. Pölten erliess eine Anzeige gegen die Freunde des Dunkelsteinerwaldes. Notwendige Bestrafung wildgewordener Wanderer oder peinliche Pseudo-Rache der Windkraftlobby für verletzte gräfliche Gefühle?

Tatbestand Wanderung - Faksimile der Anzeige gegen die Freunde des Dunkelsteinerwaldes wegen einer Protest-Wanderung gegen Windkraft im Wald vom 26.10.2009 - (C) http://www.dunkelsteinerwald.org/

Tatbestand Wanderung - Faksimile der Anzeige gegen die Freunde des Dunkelsteinerwaldes wegen einer Protest-Wanderung gegen Windkraft im Wald vom 26.10.2009 - (C) http://www.dunkelsteinerwald.org/


Tatsache ist:
Die Wanderung von von der BH St. Pölten genehmigt (siehe www.dunkelsteinerwald.org). DI Montecuccoli schickte seine Metternich’sche Fotografenmeute hinterher – ein halbes Jahr später flattert die Anzeige ins Haus. Was soll das lieber Graf? Ist Ihnen nichts mehr z’wider? Dass die ganze Zufahrt zur Ruine Hohenegg wegen angekündigter Proteste zur Montecuccolischen Treibjagd polizeilich (auf Kosten der Staatsbürger) abgeriegelt wurde – daran erinnern sich heute die Leute noch lächelnd. Weiter so.

Zum Nachlesen – die Bürger-Schikanen und PR-Fauxpas von DI Felix Montecuccoli im Jahr 2009

- Ankündigung von Mahnwache und Protestwanderung (12.10.2009)
- DI Montecuccoli plant Parkplatzsperren gegen Wanderer (13.10.2009)
- DI Montecuccoli errichtet Parkplatzsperren gegen Wanderer am Nationalfeiertag (23.10.2009)
- DI Montecuccoli sperrte Weitwanderweg 653 für Wanderer am Nationalfeiertag und lässt diese von Fotografen bewachen (27.10.2009)
- P3 berichtet von Schikanen gegen Wanderer durch DI Montecuccoli (30.10.2009)

- DI Montecuccoli vergleicht Wanderer mit Tieren – Bericht der Bezirksblätter (13.11.2009)

Artikel in den Bezirksblättern:

Waldige Wanderposse - Bezirksblätter 2009 - Bericht über DI Felix Montecuccoli

- DI Montecuccoli fordert Windkraft im Wald und verleiht selbsterfundenen Preis “Fossil of the year” an die Arbeiterkammer (10.12.209)
- Treibjagd des DI Montecuccoli stösst bei Tierschutzverein auf offenen Ablehnung (22.2.2010)

“Wind ist gratis und kostet doch viel” – Der Standard schreibt schonungslos über die volkswirtschaftliche “Kostenfalle Windkraft” und die Tricks der Windlobby in Österreich

Mittwoch, März 24th, 2010

Nach großzügigen Wahlzuckerln an die Bürger und generösen Geschenken an die Windkraftlobby durch die Regierung muss wieder gespart werden. Flugs keimt auch die Diskussion über die Kosten der Windkraft auf. Während DI Johannes Trauttmannsdorff-Weinsberg und diverse Landesregierungen über die günstige Verwindradelung visionieren, fragen sich immer mehr Bürger, Steuerzahler und Energiekostengeplagte wofür Sie Ihr Geld hinlegen sollen.

Wind ist gratis und kostet doch viel - Artikel aus dem Standard - März 2010 - Online unter: http://derstandard.at/1268700736195/Windenergie-Wind-ist-gratis-und-kostet-doch-viel

Wind ist gratis und kostet doch viel - Artikel aus dem Standard - März 2010 - Online unter: http://derstandard.at/1268700736195/Windenergie-Wind-ist-gratis-und-kostet-doch-viel

War es nicht einst die jahrelang imagemäßig saubergewaschene Windkraft, die als kostengünstiger energie-messianischer Silberstreif am Öko-Horizont erschien? Solange niemand nach den Förderungen, den gesamtwirtschaftlichen Folgekosten und den Vernetzungen von Politk und Adel fragte, war dies möglich. Achtung, DI Hantsch! Die Menschen schauen wieder genauer hin, wofür sie zahlen sollen. Da helfen auch die Selbstbastel-Windräder in den Schulen nicht mehr lange. Wir bitten daher um das Ausdenken einer neuen Blendungs-Strategie für die Bürger. Die aktuelle funktioniert nicht mehr. Sorry.

Die Tricksereien von DI Hantsch & Co. kurz beleuchtet:

Schmäh 1: Windkraft ist eine wichtige Säule der nationalen Energieversorgung und die Nachteile sind minimal
DI Hantsch von der IG Windkraft sagt:”Derzeit werden rund drei Prozent des heimischen Stromverbrauchs in Windparks erzeugt, die nationale Energiestrategie sieht bis 2020 einen kontinuierlichen Ausbau vor.”
Antwort 1: Soviel Aufwand für nur 3%? Was die nationale Energiestrategie betrifft – war da nicht die IG Windkraft und Konsorten federführend, den Vortrieb der Windenergie in ökologisch immer sensiblere Gebiete zu pushen? Arbeitet hier eine Strategie für die ganze Bevölkerung oder gar nur für eine bestimmte Klientel?

Schmäh 2: Die österreichische Windkraftindustrie wird am Wachstum gehindert.
DI Hantsch von der IG Windkraft sagt: “Es ist erstaunlich: Trotz Krise gab es bei der Windenergie weltweit 45 Prozent Wachstum, aber in Österreich keine einzige neue Anlage”
Antwort 2: E-Control entlarvt das sofort: “Hinzu komme, dass die Betreiber mit den Investitionen gewartet hätten, weil schon 2009 klar gewesen sei, dass es für alle im Jahr 2010 genehmigte Anlagen höhere Einspeisetarife geben werde. Diese betragen nun 9,7 Cent je Kilowattstunde, was einer Erhöhung von 29 Prozent entspricht.”

Schmäh 3: Wir wachsen schnell – dann wird alles besser
DI Hantsch: “Die rund drei Prozent des Stromverbrauchs, die bisher aus Windenergie gewonnen werden, könnten auf zehn Prozent oder mehr gesteigert werden, so die IG Windkraft.”
E-Control: “Ökoenergie-Experte Schönbauer kann sich bis zum Jahr 2020 jedenfalls sieben bis acht Prozent vorstellen, das sind jene Werte, die in der Energiestrategie festgelegt sind.”

Faktum ist: Wir alle zahlen für das was einige, wenige kassieren.
Der Standard.at schreibt: “Diese erfolgen seit 2003 fast ausschließlich über die Einspeisetarife und werden von den Stromkunden getragen. Das heißt, ein Windkraftbetreiber bekommt für jede Kilowattstunde Strom, die er ins das öffentliche Netz einspeist, einen per Verordnung festgelegten Tarif, erklärt Christian Schönbauer, Leiter Ökoenergie und Energieeffizienz bei der Regulierungsbehörde E-Control. Dieser Tarif sei wesentlich höher als jener Preis, der für elektrische Energie sonst bezahlt wird und werde jeweils für einen Zeitraum von 13 Jahren ab Inbetriebnahme eines Windrades gewährt.”
Überlegen Sie: Hat jemals schon ein Würstelstandbesitzer eine Preis- und Abnahmegarantie für 13 Jahre im Voraus bekommen? Und das noch gesetzlich verordnet? Hunger haben doch auch alle und immer…

PS.: Eifrige Windkraftverfechter werden nun den Kopf schütteln, stammt doch dieser böswillige Artikel von einem üblen links-liberalen Blatt wie dem Standard. Am besten sollten man mit denen gar nicht mehr reden, oder? Die Krone oder der niederösterreichische ORF hätten das viel besser hinbekommen.

Ökosteuer & Windkraftförderung gehen Hand in Hand – Die unkritische Rolle mancher Medien verstärkt diesen Trend

Dienstag, März 16th, 2010

oe24.at schreibt: “Jetzt wird es der SPÖ doch zu viel: ÖVP-Finanzminister Josef Pröll hatte im ÖSTERREICH-Interview neue Öko-Steuern vorgeschlagen. Auf dem Tisch liegen damit neben einer Anhebung der Mineralölsteuer höhere Abgaben auf Gas, Strom und Kohle. Geht man davon aus, dass rund eine Milliarde Euro aufgebracht werden soll, dann käme ab 2011 im Schnitt auf jeden der 3,6 Millionen Haushalte eine Mehrbelastung von immerhin 277 Euro zu.”

Pröll's Öko-Steuer belastet jeden Haushalt mit 277 Euro - (C) www.oe24.at

Pröll's Öko-Steuer belastet jeden Haushalt mit 277 Euro - (C) www.oe24.at

Wie bestimmte Kräfte im Land mit Weichspüler-Kampagnen die Bürger für die Teuerungen vorbereiten zeigt dieser Clip, der 1:1 den Vorgaben der Windkraftindustrie entspricht. Schade, dass der ORF nicht mehr Kritikfähigkeit aufbringt.

Ein Muster-Beispiel wie der ORF die Argumente der Windkraftlobby übernimmt, Nachteile verschweigt und das Thema “Wind im Wald” ausklammert. Ausschnitt aus dem des vom ORF-Landesstudios NÖ produzierten Beitrag mit dem Titel “Brennpunkt Energie – mit Sonne, Wind und Wasser in die Zukunft”. Die Erstausstrahlung fand in “Österreich-Bild am Sonntag” am 7. Februar 2010 um 18.25 Uhr in ORF 2 statt.

Bgm. Ing. Josef Griessler droht Bürgerinitiative “Komitee zum Schutz des Dunkelsteinerwaldes” über Medien mit Klage!

Donnerstag, März 11th, 2010

2 entsprechende Medienberichte liegen vor…Weitere Informationen folgen in den nächsten Tagen…

Die Geschichte des Windpark Hafnerbach ist die Geschichte von “Windkraft im Wald” – plus Satire: Oscar für Bgm. Ing. Josef Griessler?

Dienstag, März 9th, 2010

Der Verlauf der Windpark Hafnerbach-Schmierenkomödie ist ein Paradebeispiel wie Industrie und Wirtschaft in den Wald eindringen wollen. Hier noch einmal die wichtigsten Stationen. Es gibt noch viel zu tun, um den Wald zu schützen.

Die Entwicklung von "Windkraft im Wald" in den Jahren 2007 bis 2010 - ein Überblick am Beispiel Windpark Hafnerbach

Die Entwicklung von "Windkraft im Wald" in den Jahren 2007 bis 2010 - ein Überblick am Beispiel Windpark Hafnerbach

Eine kleine – natürlich nicht ernstzunehmende – Satire sei uns anläßlich der Oscar-Verleihung 2010 an dieser Stelle noch erlaubt:

Die Oscars wurden auch in Hafnerbach verliehen! Der Oscar für die beste männliche Hauptrolle geht an: ÖVP-Bürgermeister DI Josef Griessler vom Komitee für den Windpark Hafnerbach in folgendem Heimatfilm:

“Wir wollen wirklich nur das Beste für uns euch.”
Kritiker lobten sein ungeheures  Spektrum und sein vielfältiges Repertoire: von gespielter Ahnungslosigkeit über demonstrative Neutralität bis hin zum vollkommenen Bekenntnis. Besonders gelobt von Filmkritikern wurde dabei seine Vielgesichtigkeit. Highlights aus seinem Reprtoire: Aussperren von Nicht-Hafnerbachern bei der Windpark-Präsentation im März 2009, Verwendung von Steuergeldern für eine Werbung für das Privatunternehmen ImWind Operations im Mai 2009 sowie der Beitritt zum Komitee für den Windpark Hafnerbach im Frühjahr 2009.
Regie: DI Felix Montecuccoli, Buch: DI Johann Trauttmannsdorff-Weinsberg

Dieser Film entstand mit Subventionen der österreichischen Bürger. Vielen Dank an Sie alle! Ende der Satire

DI Felix Montecuccoli kassiert 89.902,92 € an EU-Agrarförderungen für seinen Landwirtschaftsbetrieb – eine Steigerung von 58% zum Vorjahr!

Montag, März 8th, 2010

“Österreich liegt im EU-Vergleich bei den Subventionszahlungen klar auf Platz eins. Während im Schnitt 2,3 Prozent der Wirtschaftsleistung der Länder in Förderungen fließen, gibt Österreich mit 5,4 Prozent mehr als doppelt so viel aus. Die Regierung möchte den Förderdschungel mittels einer “Transparenzdatenbank” genauer unter die Lupe nehmen. Experten erwarten vor allem bei Unternehmens- und Agrarsubventionen ein Einsparungspotential von bis zu fünf Mrd. Euro.”, so schreibt der ORF.

Was DI Felix Montecuccoli, der Präsident der Land & Forstbetriebe Österreich bereits jetzt aus den Fördertöpfen der EU kassiert, entbehrt für vieler jeglicher Grundlage. Allein im kürzlich veröffentlichten Haushaltsjahr 2008 kann der Landwirt Montecuccoli auf satte 89.809,92 € zu(rück)greifen. Im Vergleich zu den Förderungen, die der “Öko-Fischer”  – (c) Kronen Zeitung – im Jahr 2007 erhielt, ist das eine Steigerung von unglaublichen 58%. Rezession, Transferkonto – alles kein Problem für diejenigen, die förderwürdig sind.

Öffentliche Zahlungen für das EU-Haushaltsjahr 2008 an Dipling Felix Montecuccoli, Markersdorf-Haindorf, Niederösterreich - (C) www.transparenzdatenbank.at

Öffentliche Zahlungen für das EU-Haushaltsjahr 2008 an Dipling Felix Montecuccoli, Markersdorf-Haindorf, Niederösterreich - (C) www.transparenzdatenbank.at

Subventionen wohin das Auge schaut – sogar Minister Mitterlehner graut davor
Offenbar ist jedoch der gut geförderte agrarisch-forstliche Standfuss noch immer zu wenig, ist doch DI Montecuccoli einer der Motoren der Hafnerbacher Windkraftbewegung. Auch in der Neuauflage des Windparks nach den Wahlen dürfte daher der Multifunktionär Montecuccoli (Fischerei, Tierbörse, Jagdverband, diverse Kammern,…) seine Finger im Spiel haben – ist doch die Ökostromgewinnung durch Windkraft eine weitere Subventionsoase.

Sogar dem schwarzen Wirtschaftsminister sind die Förderumtriebe im Ökostromsektor zu viel. Der ORF berichtet wie folgt: “Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) kündigte deshalb an, im Rahmen der geplanten ‘Transparenzdatenbank’ mögliche Doppelförderungen im Bereich der Wirtschaft unter die Lupe zu nehmen. Derartige Mehrfachsubventionen gebe es beispielsweise im Ökostrombereich, erklärte Mitterlehner.”

DI Montecuccoli prangerte Konzern-Subventionen einst an – Wie glaubwürdig ist das?
Als die Transparenzdatenbank eingeführt wurde schrieb der Standard.at:  “Felix Montecuccoli, selbst Großbauer, weist auf die Landwirtschaftliche Bundesversuchsanstalt hin, die mit einer Förderung von 909.106,13 Euro großzügig bedacht wurde.” Damit wollte der findige Unternehmer wohl nur von einem ablenken, nämlich dass er und seinesgleichen seit eh und je am meisten davon profitieren. Die folgende Liste belegt dies eindrucksvoll…

Top 10 der EU-Agrarförderungen in Österreich - (C) APA.at

Top 10 der EU-Agrarförderungen in Österreich - (C) APA.at

“Windpark Hafnerbach”: Version 2 jetzt in den Startlöchern – Hafnerbachs ÖVP-Bürgermeister Griessler stellt – wie beauftragt – bereits die Weichen

Montag, März 1st, 2010

“Still, still, wenn’s Kindlein schlafen will” – ist Ihnen schon aufgefallen, wie ruhig es in Sachen Windparks seit der Jahreswende in ganz Niederösterreich ist? Genau das Gegenteil sollte eigentlich der Fall sein, ist doch die Ökostromverordnung 2010 ganz nach den Wünschen der Windkraftbetreiber ausgefallen. Der zur IG Windkraft übergelaufene Ex-Umweltschützer Mag. Stefan Moidl bezeichnet diese Verordnung nur als “guten Kompromiss”, obwohl dieser voll den Forderungen der IG Windkraft entspricht. Übermut oder Untertreibung? Schliesslich will man ja das große Geld in den nächsten zehn Jahren machen und da wäre Zufriedenheit eigentlich nur als falsche Bescheidenheit einzustufen.

“Augen zu und durch” – Gemeinderatswahl 2010 verpflichtet zum Schweigen
“Still, still…” dieses Volkslied ist auch das Motto von Hafnerbachs Bürgermeister Josef Griessler. Das Kindlein ist in diesem Fall der Hafnerbacher Wähler. Wie Bürgermeister Griessler gerüchtehalber sowohl im Zwiegespräch wie auch informell mitteilte, ist das Projekt “Windpark Hafnerbach” für ihn keinesfalls gestorben. Ganz im Gegenteil – nach den Wahlen, so ist aus dem Umfeld des Bürgermeisters zu vernehmen – wolle sich der Bgm. dieses Projektes wieder öffentlich annehmen, wenn auch mit kleinen Änderungen. Wie von einem zweiten Insider behauptet wurde, soll der zweite Anlauf zum Windpark nun etwas geschickter von Statten gehen weder den Erfolg des Projektes noch die Wahlen zu gefährden.

Alles ruhig? Derweilen! Ein neues Team formiert sich…die stille Abordnung für den zweiten Anlauf
Interessierte erinnern sich auch an die vor 5 Jahren vor den damaligen Gemeinderatswahlen aktuelle Schlagzeile “Ausbautempo bei Windkraft drosseln” des damaligen Umwelt-Landesrates um die Windkraft-geschasste Weinviertler Klientel zu beruhigen – abgesprochen mit der Windkraftlobby. Nach den Wahlen ging es mit forciertem Tempo weiter. Die Geschichte wiederholt sich – nicht nur in Hafnerbach: Politgesteuerter Rückzug im Oktober 2009 (lesen Sie mehr darüber hier…), Vollgas Windpark nach den Wahlen 2010 (lesen Sie hier mehr…). Die Polit-Latte ist auf jeden Fall gelegt. Übrigens: Der etwas übereifrige Windkraftbote der SPÖ, Gewerkschafter Rudolf “Rudi” Kernstock musste ob seines auffälligen Fleisses die Spielführerbande an den weitaus diplomatischeren, aber mindestens ebenso windkraftbegeisterten Hubert Birkfellner übergeben. Offenbar waren Kernstocks schon innerhalb der SPÖ ruchbare und ungern gesehene Verbindung zu einem namhaften Vertreter der Windkraftlobby bekannt geworden. Unter dem Deckmantel “Beliebtheitsumfrage” musste er schliesslich gehen. Allzugut sind uns noch die bissigen Anflüge von Herrn Rudolf Kernstock bei unserer Anhörung im März 2009 bekannt.

Alle Zeichen stehen auf Sturm & die Ungeduld der Eminzenzen
Rechnerisch gesehen ist ohne Windpark die Energieautarkie in Hafnerbach nicht zu bewerkstelligen (mehr zum Windkrafttrick “Energieautarkie” hier) – dies rechnete die Firma ImWind im Mai 2009 in einem Folder vor. Diese existiert noch immer als eingetragene Firma im Firmenbuch, wie sie ja bereits wissen. Des weiteren ist das Komitee für den Windpark Hafnerbach noch immer nicht aufgelöst – kein Wunder ist doch Bgm. Griessler dort Mitglied. Last but not least setzt die Energiegruppe, wohl auch um ihr Bestehen zu rechtfertigen, für 13. März 2010 (einen Tag vor den Wahlen!) wieder einmal einen Ausflug in das Windmekka Windhaag an (Lesen Sie mehr hier). Wir erinnern uns: Es handelt sich hier um jenen Ort, an dem sich DI Hubert Mitterhofer seine ersten Ökosporen verdiente (wir berichteten – lesen Sie mehr darüber hier). Während sein Rollenmodell Dr. Schüssel für seinen Brötchengeber Atomstrom verkauft (mehr…), muss sich die “progressiv-intellektuelle” Basis vieler Energiegruppen – hier repräsentiert durch DI Mitterhofer – den Weg die Politleiter hinauf mit flammenden Anti-Atomkraftreden im ideologischen Auftrag der Windkraftlobby verdienen (mehr lesen…). Die Idee dahinter: Je böser der Feind – desto besser stehen wir da. Traurig und unglaubwürdig. Nicht zuletzt deswegen, weil die Windkraftlobby genau weiss, dass Atomstrom und Windstrom keine Kontrahenten sondern Partner im Energiemix sind und somit seine Ritter gegen Windmühlen kämpfen lässt. Im Hintergrund freuen sich DI Montecuccoli, Ing. Johannes Trauttmannsdorff-Weinsberg, dass “ihre Untertanen” brav ihre Arbeit machen. Wind-(R)adel verpflichtet eben…man kann sagen, was man will.

Waldschutz auf einen Klick!
Folgen Sie WaldschutzAT auf Twitter! Werden Sie Mitglied in der Facebook-Gruppe von Waldschutz!
Jetzt zum gegen-wind.net Newsletter anmelden!
Windenergie in Österreich muss sauber werden - 10 Forderungen für eine transparente Windindustrie
Windkraft - Geldmacherei auf unsere Kosten
Die wirre Welt der Windkraft
Trend: Windkraft im Wald: Ökowahnsinn mit System
Die Rolle des Adels in der Windkraftindustrie