Windkraft oder doch lieber Atomkraft? Wie Geld über “ethische” und “ökologische” Motive siegt – Die Atomkraft-Reise des Dr. Wolfgang Schüssel in den RWE-Aufsichtsrat
Donnerstag, Februar 25th, 2010Gerne sieht sich eine gewisse Bank als ethischer und ökologischer Vorreiter, wenn es um das Thema verantwortungsvolle Energieversorgung geht. Im Laufe der letzten Jahre hat es daher diese Bank geschafft, sich ein – sagen wir mal – grünes Image aufzubauen. Dass Banken ethische Maßstäbe gerne hinantstellen, wenn es Profit geht, hat uns die Wirtschaftskrise gezeigt. Auch “Ökologie” und “Ethik” können, richtig verpackt, Tätigkeitsfelder werden. Mit dem richtigen politischen Mix, tollen Partnern (Windkraftindustrie in Österreich), hemmungslos windkraftbegeisterten Ex-Landesräten, die später in die Raiffeisenwelt abgewandert sind, geht das schon.

Fotomontage: RWE-Aufsichtsrat - Wolfgang Schüssels Atom Job - Raiffeisen: 1 Milliarde Minus in zwei Tagen (C) www.oe24.at
Kurios: Während in Hafnerbach DI Mitterhofer von der Energiegruppe in Vorträgen einsam für den Ausstieg aus EURATOM kämpft, steigt parallel einer der großen Mentoren der schwarz-gelben gekreuzten Windkraftbewegung genau dort ein, wogegen die sich die Angriffe der Windkraftlobby in Österreich gebetsmühlenartig richten – nämlich in den Aufsichtsrat von RWE, einem Unternehmen, das mit Atomstrom ihr Geld verdient. Dass die RWE zu 49% an der KELAG beteiligt ist, war sicher nur eine kleine Steigbügelhilfe im schon längst moralbefreiten Energiespiel. Die Zusammenfassung lautet: Die Bürger spielen für Banken und Privatunternehmen (ImWind, Energiewerkstatt, etc.) Vertriebsmitarbeiter, während manche Wegbereiter im großen Spiel wieder das Geld mit der dreckigen Kernenergie machen. Bravo! wie das DI Johannes Trauttmannsdorff-Weinsberg, Aloys Wobben, diverse Landesräte, Parteiobmänner, Bürgermeister und die anderen Big Player wohl argumentieren werden? Raiffeisen macht derweilen die Talfahrt…und Dr. Wolfgang S. die finanzielle Himmelfahrt…










