DI Felix Montecuccoli fordert öffentlich “Windkraft im Wald” und rügt Arbeiterkammer für Konsumentenfreundlichkeit – “aristokratischer Klassenkampf” pur
Donnerstag, Dezember 10th, 2009Die Verleihung der zweifelhaften Ehre “Fossil of the day” an Österreich durch GLOBAL 2000, Greenpeace und WWF spornte DI Montecuccoli, Präsident der Land&Forstbetriebe Österreichs, zum Ideenklau an. Offenbar motivatorisch gestärkt von den Abschüssen bei seiner jährlichen Treibjagd am 7.12.2009 (Bericht der Bürgerinitiative “Freunde des Dunkelsteinerwaldes online), verlieh der studierte Land- und Forstwirt postwendend der Arbeiterkammer den Titel “Fossil of the year”. In einer eilig von seiner treuen Pressedame Karin Seifert zusammengezimmerten Presseaussendung heisst es unter anderem:
DI Felix Montecuccoli’s Meinung: Keine Schutzzonen im Wald – maximaler Profit lautet die Devise
Mit dieser Presseaussendung versucht DI Montecuccoli den Forderungen des Bundesverbandes zum Schutz des Waldes eine Absage zu erteilen um den Waldbesitzern eine Profitmaximierung aus marodierenden Waldflächen zu ermöglichen. Die offensichtliche Verbindung zwischen der Forstwirtschaft und der Windkraftindustrie, die im Fall “Windpark Hafnerbach” offenbar wurde, spiegelte sich auch in der Tatsache wider, dass sich der selbe Text wort- und zeitgleich auf oekonews.at (“Gastautorin”: Karin Seifert) erschien. Wir vermuten, dass hier eine Forsthand die Windkrafthand wäscht und der Masterplan “Wind im Wald” noch lange nicht vom Tisch ist.
Die “neue” Öko-Umverteilung: Von unten nach oben…ihr habt Geld und wir die Energie – ist das fair?
Die Rüge der Arbeiterkammer und anderer konsumenten- und umweltfreundlichen Organisationen ist wohl in dem Grund zu finden, dass nur die Interessenten und Profite der Produzenten zählen. Dies ist bei der Forstwirtschaft ebenso wie bei der Windindustrie. Eine Tatsache, die Arbeiterkammer, E-Control & Co. schon lange kritisieren und die IG Windkraft und ihre Satelliten geflissentlich wegschweigen. Kein Wunder, kommen und kamen doch die direkten und indirekten Subventionen für Windenergie aus unseren Taschen. Im letzten Jahr waren es immerhin 38 € pro Kopf und Nase, die u.a. in die Kassen von ImWind & Co. flossen. Da hilft es an dieser Stelle wenig, wenn DI Montecuccoli ebenso wie DI Trauttmannsdorf die Anti-Atomkeule schwingen, nur um zu verdecken, dass hier etwas nicht stimmt.
Klassenkampf mal anders – Umverteilung von unten nach oben? Fehlanzeige, lieber DI Montecuccoli und lieber DI Trauttmansdorff. Sorry, nicht Sie haben zu bestimmen, wieviel der von uns subventionierte Strom kostet, sondern der Markt. Alles in allem auf jeden Fall Grund genug für uns, die Aktenordner nicht wegzuräumen, sondern weiterhin die Stimme gegen den natur- und tierverachtenden Unsinn “Wind im Wald”, Bürgerabzocke und Öko-Schönfärberei zu erheben.





