Sowohl das Echo der örtlichen Bevölkerung wie das der niederösterreichischen Presse zu den Sperren von DI “ich übe nur mein Recht aus” Felix Montecuccoli aus Mitterau fielen erwartungsgemäß negativ aus. Damit zeigt der “Wald-Graf”, wie er einst von einem Leser unserer Webseite genannt wurde, einmal mehr sein wahres Gesicht. Während er in der öffentlichen Darstellung um ein gutes Image bemüht ist, sprechen seine Taten gegenüber den Wanderern eine ganz andere Sprache.
Dunkelsteinerwald: Eine Protestwanderung von gräflichen Ungnaden
Naturgemäß spricht sich DI Montecuccoli auch gegen ein Naturschutzgebiet Dunkelsteinerwald “aus forstlichen Überlegungen” aus. Ist vielleicht doch noch der eine oder andere Plan in peto? Wir bleiben wachsam und halten Sie auf dem Laufenden. In den nächsten Wochen werden wir jedoch gewisse von uns angekündigte “Enthüllungen” noch hintanstellen, da wir einen von Hinweis von einer hochrangigen Personen bekommen haben, damit sicherheitshalber noch zu warten. Eine Bitte, der wir gerne entsprechen…fügen sich doch Zuschriften und Hinweise indes zu einem bunten Mosaik der Packelei und Geldmache zusammen.
Hinter den Polit-Kulissen wurde laut Hinweisen an uns die Devise ausgegeben, Bgm. Griessler noch einmal durch die nächste Wahl zu schleusen, falls dieser überhaupt will. Offenbar momentan auch ein Problem. Laut Gerüchten überlegt dieser überhaupt noch einmal anzutreten. Ein (noch) unbestätigtes Gerücht, aber dennoch spannend für die windradgebeutelte Gemeinde, die jetzt die Chance hätte sich zur wahren Öko- und Umweltschutzgemeinde zu wandeln.
Was schon aus dem inneren Kreis von DI Montecuccoli vor Tagen an uns herangetragen wurde (wir berichteten), bewahrheitete sich. Radio Orange berichtet: “als einziges lebenszeichen des grafen, seine eifrigen fotografen. nach deren aussage sollen die fotos fuer eine besitzstoerungsklage verwendet werden, obwohl keine/r der demonstrantInnen auch nur einen fuß illegal auf den boden des grafen gesetzt hatte.”
Lesen Sie die ersten haarsträubenden Berichte von dunkelsteinerwald.org:
“UNWANDERBARES NIEDERÖSTERREICH! MONTECUCCOLI SPERRT WANDERWEG AM NATIONALFEIERTAG
Kein Spaß! Nicht nur die Parkplätze , sondern auch den Wanderweg 653, den Dunkelsteiner Rundwanderweg, ließ der Grundeigentümer und Präsident der österreichischen Land- und Forstwirtschaftsbetriebe, Dipl. Ing. Felix Montecuccoli, am österreichischen Nationalfeiertag, dem 26. Oktober 2009, sperren, um unsere feierliche Protestwanderung zu verhindern. Wir wanderten trotz allerdem ! Auch unsere Petitionen an das Gemeindeamt von Hafnerbach und an Felix Montecuccoli im Schloss Mitterau, wurden verlesen und an deren Tore gehängt. Ganztägig beobachtet und dokumentiert von zwei jungen Fotografen aus Montecuccolis Team, jedoch korrekt und dezent beschützt von zwei freundlichen Beamten der Polizeiinspektion Prinzersdorf, sind wir unserem Ziel sehr nahe gekommen: Unsere feierliche Protestwanderung verlief friedlich! Danke allen, die an der BürgerInnenversammlung teilgenommen haben, besonders den mutigen HafnerbacherInnen! P3TV war auch da! Mehr Info und Fotos gibt’s bald! Die Lächerlichkeit dieser Schikanen hat zwar großen Unterhaltungswert, verändert aber nicht den Ernst der Lage.”
+++ DI Montecuccoli sperrte Parkplätze um genehmigte Veranstaltung zu behindern +++ Aktuelle Fotos +++ Folgen nun auch Wegsperren für die Wanderer? +++Wir wollen Sie alle ermutigen an der Protestwanderungam 26. Oktober 2009 teilzunehmen. Der Wald gehört uns allen und nicht einigen wenigen!
DI Felix Montecuccoli, Präsident des Verbandes der Wald- und Forstbesitzer zeigt seine Krallen und sperrt den Parkplatz für Wanderer (c) dunkelsteinerwald.org
DI Montecuccoli in den Bezirksblättern zur Absage des Windparks Hafnerbach: “Das Aus für den Windpark ist ein großer Rückschlag für den Wald – hätte dieses Vorhaben doch wesentlich zu dessen Schutz beitragen können. [...] nach wie vor an die Wichtigkeit des Hafnerbacher Windparks“. Aus diesem Grund heisst es weiter wachsam zu sein, damit nicht Menschen wie DI Montecuccoli nur an die Kapitalisierung unseres Waldes denken. Daher kann es nur ein Ziel geben: Naturschutz.
Wie hätte DI Montecuccoli wohl reagiert, wenn er die Unsummen nicht angeboten bekommen hätte? Liebes PR-Netzwerk von DI Montecuccoli: Bitte rasch reagieren! Der Ruf von DI Montecuccoli ist noch immer in Gefahr!
Wie freundlich und diszipliniert es beim Windkraftsymposium 2009 zuging, erfahren Sie demnächst. Unsere OÖ-Freunde waren erstaunt über die Höflichkeit der Vertreter der Windkraftindustrie. Im Vergleich zu den Schreiduellen in OÖ war das Symposium fast schon ein Familientreffen.
Mitte Ende nächster Woche beginnt die Berichterstattung über die Vorfälle rund um den Windpark. Der Fall des Windparks hat die Zungen vieler zum Schweigen gezwungener Beteiligter gelöst. Wir berichten darüber.
Kommen Sie zur Mahnwache gegen “Windkraftwerke in Waldgebieten” (weitere Informationen hier) und zur Waldwanderung am 26. Oktober 2009 am Dunkelstein (weitere Informationen hier) - beide veranstaltet von den “Freunden des Dunkelsteinerwalds”. Der Bundesverband zum Schutz des Waldes wird für die Symposiumsteilnehmer am 21. Oktober 2009 ein Grundsatzreferat zum Thema “Windkraft in Waldgebieten” halten.
Finden Sie hier den Originaltext der Presseaussendung vom 19. Oktober 2009:
9. Windkraftsymposium: Bundesverband zum Schutz des Waldes präsentiert seine Forderungen an Industrie und Politik
Der Bundesverband zum Schutz des Waldes hält beim 9. österreichischen Windkraftsymposium am 20. und 21. Oktober 2009 sein Grundsatzreferat zum Thema „Windkraftnutzung in Waldgebieten“ und präsentiert im Anschluss daran seine Forderungen an die anwesende Windkraftindustrie und Politik. Das im Sitzungssaal des NÖ-Landhauses in St. Pölten stattfindende Windkraftsymposium widmet sich am zweiten Tag dem Themenschwerpunkt „Wind im Wald“. Dabei wird Fridolin Knoblach, der Vorsitzende des Bundesverbandes zum Schutz des Waldes auf die von Windkraftwerk ausgehenden Gefahren für die Pflanzen- und Tierwelt – insbesondere für die Vogelwelt – eindringlich hinweisen.
Dazu Fridolin Knoblach: „Neben den Bürgern sind vor allem politische Vertreter und die Windkraftindustrie selbst gefordert, die natürliche Industrie-Grenze Wald anzuerkennen. Der Wald als Ökosystem und Habitat einer Vielzahl von bedrohten Arten muss auch angesichts der geplanten Expansion der Windkraftindustrie seine Integrität bewahren können. Daher stellt der Wald nicht nur für uns eine eindeutige und nicht zu überschreitende Grenze dar. Kein technisches System – auch nicht die Windkraft – kann ökologischer sein, als das größte und komplexeste aller Land-Ökosysteme der Welt, nämlich der Wald selbst.“
9.500 Unterschriften gegen “Windkraftnutzung in Waldgebieten”
Während in anderen europäischen Ländern, die Diskussion zum Thema Windkraft im Wald schon längst zugunsten des Waldes beendet wurde, ist in Österreich aufgrund der Expansion der Windkraftindustrie in ökologisch sensible Gebiete, wie dem Wald, gerade im Gange – wie der Agendapunkt „Wind im Wald“ beim 9. Österreichischen Windkraftsymposium beweist. Der Bundesverband zum Schutz des Waldes mit seinen Mitgliedsorganisationen in den Bundesländern OÖ, NÖ und Salzburg verfügt bereits über insgesamt 9.500 Unterschriften gegen Windkraftwerke in Waldgebieten.
Ökologische Glaubwürdigkeit gefragt
Fridolin Knoblach: „Artenschutz und die Aufrechterhaltung der Biodiversität müssen bei allen Erneuerbare Energie (EE)-Projekten höchste Priorität haben. Dies ist ein Gradmesser für die Ernsthaftigkeit der Bemühungen der Betreiber solcher Anlagen. Gerade die Erneuerbare Energiebranche muss ihren Versprechungen rund um den Schutz der Natur und Umwelt nachkommen, um ihre ökologische Glaubwürdigkeit bewahren zu können.“
SIEGESFEIER UND SIGNAL AN INDUSTRIE, POLITIK UND BÜRGER: BITTE KOMMEN SIE ZUR MAHNWACHE UND ZUR PROTESTWANDERUNG. “WINDKRAFT IN WALDGEBIETEN” IST EINE ÖSTERREICHWEIT AKTUELLE GEFAHR!
+++ Insiderinfo 1: Projekt war politisch nicht mehr zu halten bzw. durchzubringen – Schaden in Hinblick auf Wahlen 2010 wäre zu groß gewesen +++ Insiderinfo 2: Finanzierungsprobleme führten zum definitiven Projektabbruch +++ Gratulationen trudeln ein – auch aus “höheren Kreisen” :) +++ Amüsant: DI Parrer von ImWind zur Presse: “Proteste der Gegner waren kein Grund für den Rückzug”. [Kommentar: Wer's glaubt wird selig. Bürgerbewegungen nur nicht ernstnehmen] +++ Bürgermeister Griessler: “Energiegruppe macht weiter” +++ Energiegruppe scheigt +++ Weitere Details und Updates am 16. Oktober 2009 um ca. 19h30 – Besuchen Sie uns bitte wieder! +++
Vom Lokalskandal zum Österreich-Thema: Wind im Wald und das Polit-Netzwerk der Windkraftindustrie. Der renommierte Standard.at empfiehlt die Sendung zum Hafnerbacher Windpark Skandal als Tipp des Tages. Sie können die Sendung morgen live auf Radio Orange (94 MhZ) hören oder als Live-Stream von der Radio Orange Seite. Wenn Sie die Sendung versäumen oder nicht enpfangen können, steht Sie danach zum Download bereit. Klicken Sie dazu hier oder hier. Ein Interview mit Walter Kosar steht schon zum Anhören bereit.
Wenn Sie etwas zu sagen haben, können Sie unter der in der Sendung durchgegebenen Nummer auch anrufen! Vielen Dank für die Gratulationen – wir werden jede nach und nach beantworten.
IHR WIDERSTAND – ihr ganz persönlicher Einsatz – FÜHRTE ZUM FALL DES WINDPARKS HAFNERBACH! Wir möchten Ihnen dafür herzlich danken!
Die gute Nachricht: Nach 373 Tagen des gemeinsamen Widerstandes erreicht uns die Nachricht, dass das Projekt “Windpark Hafnerbach” Geschichte ist! Die Betreiberfirma ImWind Operations hat den Projektantrag zurückgezogen. Was schon seit einigen Tagen als Gerücht herumgeisterte – ist nun Wirklichkeit geworden. Der massive Widerstand der Bürger hat dazu geführt, dass Politik und Industrie den Rückzug wagen mussten. Die schlechte Nachricht für alle Windkraft-im-Wald-Freunde: Der Widerstand gegen Windkraft im Wald geht weiter. Wie uns Walter Kosar von dunkelsteinerwald.org soeben telefonisch bestätigte: “Wir machen weiter. Sowohl Mahnwache als auch die Protestwanderung finden statt.” und “Wir fordern, den gesamten Dunkelsteinerwald zum NATURA 2000-Gebiet zu deklarieren”. Eine Forderung, der wir uns anschließen.
Finden Sie hier die Presseaussendung von ImWind Operations vom 14.10.2009 im Original:
Presseaussendung ImWind Operations vom 14.10.2009 - (C) ImWind Operations
Eilig, lieblos und zornig in ein Word-Dokument getippt, entschlossen sich die Betreiber das Projekt noch vor dem Windkraftsymposium demonstrativ abzusagen, um noch das Beste aus dem Schlechten zu machen – zu groß war der Druck geworden, zu gering die Ertragschancen, zu wacklig die Finanzierung. Es ist kein Rückzug aus Überzeugung – es ist ein taktischer Rückzug, der notwendig geworden war. Ein Beweis dafür, dass “Wind im Wald” sinnlos ist. Die Malaise Windpark Sternwind mit -13% beweist es.
Es bleibt spannend: Aufgrund der geänderten Sachlage werden wir sie in den nächsten Tagen und Wochen mit bis jetzt unveröffentlichtem Hintergrundmaterial versorgen, das zum größten Skandal der Region in den letzten Jahren geführt hat. Dokumente, Gesprächsnotizen, etc. werden als Zeuge für die unglaubliche Verflechtung von Politik und Wirtschaft geführt. Was als Durchmarsch geplant war, endete als veritabler Bauchfleck. Bleiben Sie bei uns – die nächsten Wochen werden spannend!
Die Isolations- und Verhinderungstaktik der Windpark-Befürworter in Form von Bgm. Griessler und DI Felix Montecuccoli geht weiter. Waren zu Beginn des Prozesses die Energiegruppen-Vertreter Ing. Franz Schaberger und DI Hubert Mitterhofer gegenüber der Presse in Plauderlaune und verneinten jede Windpark-Parteilichkeit, wurde die Causa Windpark zur Chefsache und Bgm. Griessler sprach in Personalunion für Bürger, Energiegruppe und ÖVP. Jetzt wo Bgm. Griessler um die absolute Sesselzahl bangt, zieht dieser sich zurück und überlässt dem bis dato schweigsamen ÖVP-Jungobmann Markus Edlinger das Wort. Ein heisser Sessel für den unerfahrenen Jungpolitiker. Auch DI Montecuccoli, der seine Teilnahme an einer geplanten Radiosendung abgesagt hat – geht nun auf Tauchstation und plant lieber seine angedachten Parkplatzsperren für die “wilden Wanderer”. Auch die großen Ankündigungen der Energiegruppe der starken Öffentlichkeitsarbeit im Rahmen des Energiebaukastens und die angekündigte Annahme um die Sorgen von Seiten der ImWind Operations sind verstummt. Einzig Richard Distl von ImWind Operations nahm sich der Sorgen der Windpark-Befürworter an und inszenierte die Gründung eines völlig inaktiven “Komitees für den Windpark Hafnerbach”, als deren Sprecher er sogar auftrat.
Die Front wird breiter - Windpark Hafnerbach - (C) KURIER 12.10.2009
Jetzt wurde selbst die Route des traditionellen Wandertags aus Angst vor der Begegnung mit Windpark-Gegnern verlegt. Es könnte ja miteinander gesprochen werden. ÖVP-Obmann (im Brotberuf zufällig Raiffeisen-Angesteller) Markus Edlinger vermutet sogar einen verfrühten Wahlkampf und macht der SPÖ Vorwürfe. Wofür? Dafür, dass sich gf. GR Rudolf “Rudi” Kernstock einst ins Energiegruppenbild drängte? Dafür, dass sich GR Christian Feldhofer ein Herz fasste und einen mutigen Artikel schrieb?Wir wissen es nicht. Wir wissen aber, dass sich in den letzten 2 Wochen viele Menschen bei uns meldeten und teils harte Angriffe gegen DI Montecuccoli und Bgm Griessler ritten. Keine Angst, meine Herren, wir werden die “gemeinen Stellen” nicht publizieren…aber dennoch einen Überblick geben, was die Leute schreiben, die sich an uns wenden.
+++ Mahnwache findet statt! +++ Zeichen gegen Windkraft in Waldgebieten +++
Die von dunkelsteinerwald.org durchgeführten Planungsarbeiten bezüglich der Mahnwache beim 9. Windkraftsymposium in St. Pölten und auf für die Protestwanderung am Nationalfeiertag stossen bei der Bevölkerung Hafnerbachs und der umliegenden Ortschaft, sowie bei Interessierten aus Österreich auf größtenteils Zustimmung. Eine positive Stimmung, die jedoch nicht jeder mit den Organisatoren teilt. Wir erzählen Ihnen heute abend an dieser Stelle, wie Windkraft & Co. versuchen, diese Bürgerbewegung zu sabotieren – eines vorweg: Es ist eine Mischung aus Schweigen und Intervenieren (also das selbe Repertoire wie beim Windpark Hafnerbach) UPDATE 12.10.2009 (20:06h): +++ DI Montecuccoli geht auf Tauchstation und verweigert der Bürgerinitiative “Freunde des Dunkelsteinerwaldes” jeglichen Kontakt +++ IG Windkraft interveniert gegen die Mahnwache vor dem Landhaus mit dem Argument: “Zu gefährlich” – Mahnwache soll laut Polizei verlegt werden +++ Mitarbeiterin von DI Montecuccoli gibt sich bei Radiosender als Journalistin aus um zu erfahren, welche Gäste bei der Sendung zum Thema “Windpark Dunkelsteinerwald” geladen sind +++ DI Montecuccoli will Wanderern Parkplatznutzung auf der Ruine Hohenegg untersagen +++
Mahnwache beim 9. AWES Windkraftsymposium - (c) dunkelsteinerwald.org
+++ Veranstaltung Protestwanderung findet statt und wird zur Siegeswanderung! +++ Bitte nehmen Sie teil und freuen sie sich mit uns über die Rettung eines Öko-Paradieses +++
Nach genau einem Jahr des Kampfes – am Tag 365 – sagt nicht nur Hafnerbach: “Das Maß ist voll! Wir wollen keinen Windpark Hafnerbach und können dies auch öffentlich zeigen. Schluss mit den Lobbytricks (Energiegruppe, Parteilichkeit der Parteien, Steuergelder für Privatunternehmen, politischer Interventionismus und all den schmutzigen Tricks)”. Die Bürgerinititive “Freunde des Dunkelsteinerwalds” (Webseite: www.dunkelsteinerwald.org) lädt alle engagierten Bürger zur Protestwanderung gegen den geplanten Windpark Hafnerbach am 26. Oktober, dem Nationalfeiertag, ein. Wir unterstützen diese Einladung und wollen Sie ermuntern an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Natürlich werden wir selbst auch daran teilnehmen und unsererseits die Menschen ermutigen dabei mitzumachen.
Protestwanderung "Rettet den Dunkelsteinerwald!" - organisiert von den "Freunden des Dunkelsteinerwalds" - (c) www.dunkelsteinerwald.org
Das Programm beginnt mit einer Wanderung auf den Dunkelstein, setzt sich in Hafnerbach fort und gipfelt schließlich in einer Schlusskundgebung in Mitterau – vor dem Wohnsitz von DI Felix Montecuccoli. An den Tagen, an dem das Windkraftsymposium in St. Pölten stattfindet – veranstalten die “Freunde des Dunkelsteinerwalds” eine zweitägige Mahnwache, bei der sie gegen “Windkraftnutzung in Waldgebieten” demonstrieren. Fridolin Knoblach wird als Redner und Sprecher des Bundesverbandes zum Schutz des Waldes dessen Standpunkte beim Symposium darlegen. Sowohl zur Mahnwache als auch zum Symposium sind Sie herzlich eingeladen.
Haben Sie keine Angst vor Repressalien der Pro-Windpark Gemeindevertreter oder bestimmte Pro-Windpark-Vertreter der Parteien – zeigen Sie Ihre Unterstützung durch ihre Teilnahme. Der “Windpark Hafnerbach” wäre nicht der erste Windpark, der durch massiven Bürgerprotest gekippt würde. Wenn der Zauber vorbei ist, wird auch das Engagement der organisierten Pro-Windpark-Vertreter still und leise verschwinden. Argumente wie “Der Bürgermeister will’s ja so…” oder “Ich möcht beim Monte nicht negativ auffallen…” sind fehl am Platz und Relikte aus einer Zeit in der noch eine andere Gesellschaftsordnung herrschte. Zum Glück sind wir eine demokratische Gesellschaft geworden. Sowohl Bgm. Griessler wie DI Montecuccoli werden daher tunlichst hüten. Spätestens, wenn der Windpark fällt – werden sich beide vorantreibenden Akteure in Schweigen und Vergessen hüllen und zu dem Vorhaben mit “War ja nur eine Idee – das Wohl der Bürger ist uns wichtigste – ich weiss nicht, warum sich alle so aufregten” alle Fragen wegwinken. Bgm. Griessler wird um seine geliebte Absolute ringen, DI Montecuccoli wieder mit einem neuen Wald-Knigge 2010 die fürnehmen forst-devoten Massen begeistern und DI Trauttmansdorff weiter an neuen Windparks (hoffentlich nicht im Wald) und Businessmodellen tüfteln, um sein Imperium zu maximieren. Und Sie könnten sagen: “Wir waren dabei und haben nicht geschwiegen als es um unseren Wald, unsere Heimat und unsere Region ging.”
Die mediale Berichterstattung über den “Windkraft-Rebellen” GR Feldhofer im Hafnerbacher Gemeinderat hat bei uns eine Reihe von Anfragen und Zuschriften ausgelöst. Das Kernstück war jedoch die Zusendung eines Dokuments von einem Webseitenbesucher, der wie er schrieb “exemplarisch die beispielose Verfilzung” von Windkraftindustrie und Regionalpolitik aufzeigen möchte.
Protokoll des Energievernetzungstreffen NÖ (Zusendung von einem anonymen Leser - (C) unklar)
Bei dem hier abgebildeten Schriftstück, das uns in voller Länge vorliegt, handelt es sich um das Protokoll des im Juni 2009 stattgefunden “Energievernetzungstreffens” an dem unter anderem die Regionalmanager Mag. Karin Peter, DI Gertrude Haumer, DI Reinhard Weitzer sowie DI Michael Schimek von der LAG Dunkelsteinerwald-Wachau teilnahmen. Diese und viele weitere Personen kamen in Genuss eines apokalyptisch beschriebenen Impuls-Referats des Stargastes Mag. Stefan Hantsch (rechte bürgerliche Hand von DI Johannes Trauttmansdorf-Weinsberg) von der IG Windkraft. Dort spannte er in seinem Vortrag laut Protokoll wörtlich “den Bogen von der bevorstehenden rapiden Verknappung der Erdölproduktion bis hin zum Boom der regenerativen Energieträger und den Möglichkeiten der Förderung regenerativer Energieträger.” Anzunehmendes Credo: Bald geht uns das Öl aus – Windkraft kann uns noch retten. Ihr bekommt sogar noch Geld dafür. Alle – wirklich alle.
Der Vermerk einer Kundennummer im Protokoll und das abschliessende European Union Development Fund-Logo lassen hier den Schluss zu, dass es sich hier um entgeltliche Arbeit handelt und im schlimmsten Fall sowohl das Land Niederösterreich bzw. die die europäische Union die Ansiedelungsversuche “weiterer Hantsch-Plantagen” (Anm. der Red.: humorvolle Wortneuschöpfung unseres Webseitebesuchers für Windkraftwerke) sogar indirekt finanziert. Natürlich wurde auch das Modell “Energiegruppe Hafnerbach” (oder in anderen Worten: Angesehene Bürger machen Werbung für Windkraft und Investionen in diese Technologie) diskutiert – wahrscheinlich nicht zuletzt aufgrund deren ungeschickter Vorgangsweise und der damals starken Medienpräsenz.
Nicht zuletzt kamen auch die geplante Ausschreibung für Energiekonzept für die LAG Region Dunkelsteinerwald-Wachau zur Sprache. Ein Vorhaben, dem die LEADER-Region Wachau-Dunkelsteinerwald einen Satz auf ihrer Webseite widmet, die Details der Ausschreibung aber unbekannt sind. Wir werden diesbezüglich nachfragen. Wenig überraschend wäre in Folge eine von der Energiewerkstatt GmbH oder des Vereins Energiewerkstatt bekanntwerdende Teilnahme an dieser Auschreibung – bzw. die eines Gremiums an Strohmännern, um dem Windkraft-Thema Aufschwung zu verleihen. Auch die “Diskussion über Windenergie im Hafnerbach”, wohlgemerkt nicht (!) über Windkraft im Wald wurde diskutiert.
Wir gehen davon aus, dass die im Protokoll beschönigend als “Möglichkeiten regionaler Aktivitäten zur Förderung regenerativer Energieträger” den versteckten Versuch zur Gründung von Energiegruppen und der Errichtung von weiteren Windkraftwerken in den Regionen ist. Hafnerbach ist wohl der beste Zeuge dafür und die Tatsache, dass 55% der österreichischen Windkraftleistung aus Niederösterreich der beste Beweis für den Erfolg dieser und ähnlicher Strategien. Tendenz steigend – strebten doch DI Hantsch und Ex-LR Plank noch zuletzt die Grenze von 500 Windkraftwerken an. Dass dabei nicht nur der Wald hier daran glauben soll ist wohl dem naivsten Öko-Reformer klar.
Video: Bald 500 Windkraftwerke in Niederösterreich: Mag. Hantsch & Ex-LR Plank über die Zukunft von Niederösterreich