Artikel zum Monat: September, 2009

Tag 358: “SPÖ Gemeinderäte Rudolf Kernstock und Hubert Birkfellner zum Thema Windpark Hafnerbach: Besinnung oder Scheinrückzug?”

Mittwoch, September 30th, 2009

Überraschung in der NÖN: Der (Schein-)Rückzug der SPÖ-Windrad-Granden GR Rudolf “Rudi” Kernstock und GR Hubert Birkfellner, beide ihres Zeichens Mitglied der “Energiegruppe Hafnerbach” und Mitglieder (des von ImWind Operations Richard Distl in der NÖN als Interviewpartner vertretenen Scheingruppierung “Komitee für den Windpark Hafnerbach”) zum Thema “Windradparteilichkeit” überrascht. Des weiteren rufen Sie auch zum Schweigen auf – steht doch die “heilige UVP, die gar keine ist”* noch aus, vor der keine Meinungsäußerung mehr erwünscht ist.

SP-Gemeinderat sagt Windrädern Kampf an - (C) 2009 - NÖN

SP-Gemeinderat sagt Windrädern Kampf an - (C) 2009 - NÖN

So sagen doch GR und ÖGB-Mitglied Rudolf Kernstock bzw. GR Hubert Birkfellner abschliessend im Interview: “Jetzt muss man erst einmal das Ergebnis der Umweltverträglichkeitsprüfung* im Frühjahr 2010 einhalten. Daran sollten sich auch die Gegner halten.” Eine Bitte? Eine Drohung? Wir denken eher: eine Bitte. Leider eine Bitte, der wir leider nicht entsprechen können, sind doch zu viele Details – schon längst von der unsauberen Optik zum veritablen Skandal gewachsen – klärungsbedürftig.

* Bei der immer wieder als Umweltverträglichkeitsprüfung titulierten Prüfung, handelt es sich in Wahrheit um die vorgeschriebene “Strategische Umweltprüfung (SUP)”, die für eine Einreichung bei den Behörden notwendig ist. Beauftragt und bezahlt von der ImWind Operations GmbH und der Windkraft Haindorf-Inning GmbH sollen diese schon laufen. Dramaturgisch verlängert zur Wiederwahl-Rettung von Bgm. Griessler auf die Zeit nach der GR-Wahl 2010 und als notwendige Atempause um das drohend ertragsschwache Projekt (siehe: “Windkraft-Vorzeigeprojekt ‘Sternwind’ seit Jahren schon 13% unter Erwartungen!”) beim Financier mit dem Giebelkreuz (Raiffeisen Leasing) als gefällig zu präsentieren, werden auch hinter den Kulissen händeringend Bürger gesucht, die diesen Öko-Wahnsinn (un)guten Gewissens mitfinanzieren.

Tag 357: “Seltsame Vorgänge beim Windpark Hafnerbach beschäftigen Öffentlichkeit und Gemeinde Hafnerbach wandelt sich plötzlich zu Anti-Atomkraft-Aktivist”

Dienstag, September 29th, 2009

Die “Causa Hafnerbach” lässt Niederösterreich nicht ruhen. Während Amtsleiter Fischer aus Hafnerbach per Aussendung an den Gemeindeverteiler neurdings erstmals Anti-Atomkraft*-Bewusstsein zeigt und so glaubt die Windkraft-Front zu stärken, versucht SPÖ-Fraktionschef, Energiegruppenmitglied und Mitglied des seit seiner Gründung völlig inaktiven “Komitees FÜR den Windpark Hafnerbach” GR Rudolf “Rudi” Kernstock die Äußerungen seines mutigen Fraktionskollegen GR Christian Feldhofer ins die Bedeutungslosigkeit zu argumentieren. Doch der Widerstand wird stärker, die Ungereimtheiten immer mehr bekannt.

Nachdem die Antrittsbesuche von DI Trauttmansdorff-Weinsberg (ImWind Operations GmbH) bei verschiedenen Lokalpolitikern dem Vernehmen nach auf taube Ohren stiessen, entwickelte man den “eh nur 2 Windkraftwerke-Plan”, dessen Zweck bestensfalls als “Fuss im der Tür”-Vorstoss in den Dunkelsteiner Wald gewertet werden kann. Auch hier ist der im Winter 2008 beinahe “Energiegruppen-Gruppenfoto” geschasste GR Kernstock (sinngemäßes Zitat von einem ÖVP-Fraktionär an GR Kernstock: “Du auf dem Foto ist ja kein Platz mehr, Rudi”) keineswegs abgeneigt und nicht zu schade zu sagen: “Das müssen die Betreiber entscheiden.” Warum, fragen wir uns, warum dieser Eifer? Warum gerade jetzt und warum gerade NUR beim Windpark, bei diesem einem Windpark?

Neue Front gegen Windpark - KURIER - (C) 29. September 2009

Neue Front gegen Windpark - KURIER - (C) 29. September 2009

* Der plötzliche Eifer der Gemeinde Hafnerbach und Amtsleiter Fischer in Sachen Anti-Atomkraft fusst auf der von der IG Windkraft gebetsmühlenartigen Schwarz-Weiss Malerei “Entweder Atomstrom oder Windstrom”. Bei genauerer Betrachtung entpuppt sich dieser konstruierte Gegensatz natürlich als Unsinn. Aufgrund der schwankenden Verfügbarkeit des Windstroms, der Funktionsweise des Strommarktes und der europaweiten Vernetzung der Anbieter wird es niemals möglich sein, durch mehr Windkraft auch nur ein Atomkraftwerk einzusparen. Die Öffentlichkeitsarbeit der IG Windkraft seit Mitte der Neunziger versucht natürlich das Schreckgespenst Atomkraft als Verkaufshilfe für den Industriezweig zu verwenden. Auch wir wollen keine Atomstrom, aber der Windpark Hafnerbach wird nicht dazu beitragen, dass auch nur ein Atom weniger gespaltet wird. Leider. Daher finden wir dieses Verkaufsargument der Windkraftindustrie als unfaire Angstmache.

Tag 355: “Couragierter Hafnerbacher SP-Gemeinderat Feldhofer spricht Zweifel an Windpark-Vorgängen offen aus”

Sonntag, September 27th, 2009

Der couragierte Hafnerbacher Gemeinderat Christian Feldhofer spricht in einem Artikel in der September -Ausgabe der SPÖ-Bürgerinformation “Wir für Sie” offen seine Zweifel rund um die “Windpark-Vorgänge” aus. Auch den Plan B des eingespielten Trios “Montecuccoli-Trauttmansdorff-Grießler” bei einer drohenden Absage der Nachbargemeinden nur 2 Windkraftwerke zu errichten erteilt der mutige Bürgervertreter eine Absage. Doch nicht nur das: Er sieht auch die Rolle der Energiegruppe Hafnerbach (zur Zeit nach dem Motto “Alte Liebe rostet nicht” wieder einmal zufällig mit der Raiffeisenkasse bei einem Vortrag aktiv) sehr kritisch.

Pikant: Auch das Thema “Steuergelder für Privatunternehmen” lässt GR Feldhofer nicht unerwähnt. Wie Sie ja wissen wurde von Seiten der Gemeinde eine einseitige Publikation mit einem Plädoyer für den Windpark aus der Gemeindekasse finanziert. Einer von vielen Aspekten, die Bgm. Griessler totschweigt. Er beantwortete 8 von 10 heiklen Fragen einfach nicht.

Lesen hier den vieldiskutierten Artikel:

Hafnerbacher Gemeinderat Feldhofer spricht über seine Zweifel zum Windpark Hafnerbach - September 2009 - (C) SPÖ Hafnerbach

Hafnerbacher Gemeinderat Feldhofer spricht über seine Zweifel zum Windpark Hafnerbach - September 2009 - (C) SPÖ Hafnerbach

Natürlich wird SPÖ-Fraktionskollege und das leidenschaftliche Energiegruppenmitglied Hubert Birkfellner in einem hintangestellten Kommentar nicht müde zu betonen, dass es sich hier um eine freie Meinungsäußerung handelt um ja den offenbar schon seit langem eingefädelten großkoalitionären Windpark-Deal nicht ins Wanken zu bringen. Können wir daraus schließen, dass andere Meinungsäußerungen in der SPÖ Hafnerbach nicht ganz frei sind? Egal. Eine halbherzige Bemühung, die – wie es scheint – zu spät kommt, denn zu viele Menschen wissen schon um die Hintergründe.

Tag 350: “Windpark Hafnerbach – der geplante Windpark im Dunkelsteinerwald (NÖ) aus der Vogelperspektive”

Dienstag, September 22nd, 2009

Während “Waldgraf” DI Felix Montecuccoli fahrplangerecht Öffentlichkeitsarbeit im Vorabendprogramm des ORF betreibt (Titel: “Der Schlossherr von Montecuccoli”), sich dort als nobler Schlossherr mit Öko-Bewusstein feiern lässt und zur Unterstreichung seines Netzwerks dazu noch kräftig auf die Adelspauke haut, orakelte der “bürgerliche” Bürgermeister Ing. Josef Griessler im KURIER vom Samstag über die kommenden Gemeinderatswahlen und den Einfluss seines Windkraft-Politdebakels auf die Wählergunst. Abseits davon laufen – still und heimlich – die von den Firmen ImWind Operations und Windpark Haindorf-Inning bezahlte biologische Untersuchung, deren Ausgang schwerlich zu erraten ist. Heften wir uns auf die Spuren eines Vogels und betrachten wir den geplanten Windpark Hafnerbach einmal von oben, um den drohenden Schaden des Verbundes der drei “mächtigen Männer” Montecuccoli – Trauttmannsdorff – Griessler anzusehen.

Der geplante Windpark Hafnerbach aus der Vogelperspektive


Windpark Hafnerbach – Lage des geplanten Windparks im Dunkelsteinerwald (NÖ) auf einer größeren Karte anzeigen

Erklärung: Rot gekennzeichnet finden Sie die zwei Windkraftwerke HN1 und HN2 (Typ VESTAS V90, 2 MW) von denen Bürgermeister Griessler in den Bezirksblättern wörtlich und bis dato unwiderrufen sagte: “”In den Wald wird ohnehin eingegriffen” bzw. “Die Zustimmung des Hafnerbacher Gemeinderates wird definitiv erfolgen”. Die blauen Windkraftwerken HN3 bis HN7 sind diejenigen, die eine Zustimmung der Nachbargemeinden benötigen. Die blaue Fahne kennzeichnet den Dunkelstein auf 625m Seehöhe – in Kombination mit den 175m hohen Stahlkolossen ein bis in die Wachau sichtbares Mahnmal. Der gelbe Schraubenzieher stellt die Vorarbeiten auf dem Grund und Boden von DI Montecuccoli symbolisch dar – offenbar wollen sowohl DI Montecuccoli wie auch die Betreiberfirmen keine Minute Zeit verlieren, fliessen doch die Strom-Subventionen wieder gut.

Pikanterie am Rande: Genötigt durch unsere Berichterstattung verlor der sonst wortkarge und gefasste Großunternehmer DI Johannes Trauttmansdorff-Weinsberg die Fassung und gab Gespräche mit der EVN bezüglich einer Leitung nach St. Pölten zu. Auch seine Abhängigkeit vom guten politischen Wind sprach er an, indem er sagte zum inoffiziellen Baubeginn dementierend etwa wie folgt: “Wir sich doch keine Selbstmörder – weder wirtschaftlich noch politisch.” In diesem Sinne bekommen natürlich auch die Heurigenbesuche mit Landespolitikern, die Beruhigungsversuche bei diversen Bürgermeistern und das uferlos wachsende Industrie-Imperium eines Mannes, der in Sachen Windkraft keine Grenzen (aner-)kennt, auch für die Gutgläubigen eine andere Bedeutung.

Tag 342: “Windpark Hafnerbach – DI Felix Montecuccoli gibt den inoffiziellen Startschuss und DI Trauttmannsdorff-Weinsberg EVN-Gespräche zu (mit Video)”

Montag, September 14th, 2009

Die letztwöchigen Recherchen der unabhängigen Medien haben für “viel rauen Wind” im Windkraftlager gesorgt. So sah sich der Pottenbrunner Windkraftunternehmer DI Johannes Trauttmansdorff-Weinsberg von der Firma ImWind Operations gezwungen, die laufenden Verhandlungen mit der EVN bezüglich der Strom-Leitung zuzugeben, währenddessen er in einem anderen Medium den offiziellen Baubeginn in Bgm. Griessler-wiederwahlschonende Ferne rückte. Schlauer stellte sich schon hier der “Öko-Cowboy” (c) oeko-news.at und Südafrika-Großwildjägdunternehmer Herbert Rabacher (wir berichteten) an, der keine Medienäusserungen abgab, zumal DI Montecuccoli diese Malaise auslöste.

Nichtsdestotrotz dürfte der zwar auf seinem Grund und Boden durchgeführte Vorstoss von DI Montecuccoli und dem verflechtetem Firmengefolge auch für den einen oder anderen Pro-Windparkler eine herbe Enttäuschung gewesen sein und eine Person aus dem Umfeld des Rabacher’schen Firmengeflechts wandte sich mit überraschenden Details vertrauensvoll an uns (Wir werden zu gegebener Zeit über die Angelegenheit [nicht über die Person] berichten).

Starker Kontrast: Betreiber-Dementi versus Realität

Wir haben die Fotos von den inoffiziellen Vorarbeiten zu einem Video zusammengestellt um den Kontrast zwischen dem Dementi-Regen und der Realität zu zeigen. Die Arbeiten in der Nähe der “Die kommen auf jeden Fall”-Windräder HN1 und HN2 stehen offenbar in Zusammenhang mit der Festigung des Untergrundes, der Vorbereitung von Stromleitungen und der Schaffung von Transportwegen.

Tag 334: “Heimliche Bauvorbereitungen für Windpark Hafnerbach in vollem Gange – ohne Beschluss, ohne Zustimmung und vor jeglichem Bescheid”

Sonntag, September 6th, 2009

Während DI Felix Montecuccoli, der Präsident des Wald- und Forstbesitzerverbandes, versucht die Früchte seiner zwiespältigen Imagekampagne zu ernten und DI Johannes Trauttmannsdorff-Weinsberg, der unter Ertragsdruck stehende Windkraft-Tycoon aus Pottenbrunn seine Charmeoffensiven bei verschiedenen Politikern der Region zu Ende gebracht hat, sind zumindest in den Augen der ImWind Operations GmbH die Würfel für den Windpark Hafnerbach bereits gefallen und die Arbeiten haben begonnen. Damit zeigt sich klar, wie hier – an allen demokratischen Instanzen vorbei – versucht werden soll, den Windpark regelrecht zu erzwingen

Bild: Bauvorbereitungen für den Windpark Hafnerbach haben ohne Beschluss, ohne Gutachten und ohne Information bereits begonnen (Stand: Sept. 2009)

Bild: Bauvorbereitungen für den Windpark Hafnerbach haben ohne Beschluss, ohne Gutachten und ohne Information bereits begonnen (Stand: Sept. 2009)

So wird bereits in der Nähe der Standorte der geplanten Windräder 1 und 2 fleissig gearbeitet. Das aufgenommene Bild zeigt dabei eindeutig, dass es sich hier wohl um keine der üblichen Maßnahmen für Forststrassen handelt. Diejenigen die DI Montecuccoli’s Geschäftsgebahren kennen, wissen, dass dieser keinen Cent in Tätigkeiten investiert, die ihrerseits nicht wieder versprechen, Gewinne abzuwerfen. Was für einen Geschäftsmann prinzipiell recht und billig ist, muss es aber nicht für die Umwelt und die Region sein.

Apropos gefallene Würfel: Dem Vernehmen nach sollen ja bereits erste Gespräche zwischen einem beteiligten Unternehmen und dem Energieversorger EVN bezüglich der Leitungen nach St. Pölten (im Gegensatz zu vorherigen anderslautenden Behauptungen) geführt worden sein. Wie wenig sich der Vorstoss der Windparkbetreiber an den realen Gegebenheiten ausrichtet, zeigt auch der Zeitpunkt der Gründung. Gegründet wurde die Firma ImWind Operations (FN 321223m) bereits am 13. Jänner 2009 mit DI Stephan Parrer als Geschäftsführer. Der Zeitpunkt der Gründung, zu dem offiziell ja der Baubeginn erst “mindestens in zwei, drei Jahren” sein sollte, steht also in keinen Zusammenhang mit den Aussagen und ist ein weiteres Indiz, dass Gutachten, Bewilligungen etc. offenbar nur als Formsache gesehen werden.

Wir sehen diese Vorgangsweise als offene Verhöhnung der zuständigen Behörden, verdeckte Nötigung des Gemeinderates, Täuschung der Öffentlichkeit und entlarvende Vorwegnahme des Ergebnisses der “strategischen Umweltprüfung”.

Was soll’s? Die Bürger haben mit einem knappen Ja abgestimmt – ohne genau zu wissen worüber. Die Betreiber planen schon jetzt die Errichtung auf vollen Touren. Bürgermeister Griessler wurde mit dem strategischen Kniff das Ergebnis der “strategischen Umweltprüfung” bis nach den Wahlen hinzuziehen aus der Patsche geholfen. Daher kann es nur unser gemeinsamer Protest sein, diesen “Propeller-Wahnsinn” unter dem Deckmantel der Ökologie aufzuhalten. Schreiben Sie uns ihre Meinung – was denken Sie?

Waldschutz auf einen Klick!
Folgen Sie WaldschutzAT auf Twitter! Werden Sie Mitglied in der Facebook-Gruppe von Waldschutz!
Jetzt zum gegen-wind.net Newsletter anmelden!
Windenergie in Österreich muss sauber werden - 10 Forderungen für eine transparente Windindustrie
Windkraft - Geldmacherei auf unsere Kosten
Die wirre Welt der Windkraft
Trend: Windkraft im Wald: Ökowahnsinn mit System
Die Rolle des Adels in der Windkraftindustrie