Spätestens jetzt ist die Katze aus dem Sack: Gestärkt vom EU-gesegneten Ökostrom-Gesetz und mit dem immer schon bestehenden Rückhalt von Bgm. Josef “Windparkneutral” Griessler, laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Gegenüber der KRONE gibt der Bürgermeister erstmals offenbar klar seine Positionierung zu. Warum sollte er auch noch hinterm Berg halten, nachdem das Volk abgestimmt hat?

Gegenwind für den Propellerwald - (c) KRONE NÖ vom 24. Juli 2009
So läuft’s: Betreiber (!) starten nun bezahlte Umweltstudie mit von ihnen frei gewählten Experten – Ergebnis absehbar
Die im KRONE-Artikel versehentlich genannte UVP (Umweltverträglichkeitsprüfung) ist – wie uns Bürgermeister Griessler schriftlich mitteilte – eine SUP (strategische Umweltprüfung). Was gut klingt, birgt mehr als einen Haken in sich. Wörtlich schreibt das Gemeindeoberhaupt von Hafnerbach dazu: “Die Betreiber [!] führen jetzt die SUP (strategische Umweltprüfung) für die geplante Änderung des örtlichen Raumordnungsprogrammes durch”. Nun ja, wer zahlt schafft an – welcher Betreiber würde wohl eine “Studie” finanzieren, die mit einem “NEIN” endet? Wer wird diese Studie durchführen? Wir nennen jetzt mal ganz locker einen Filmtitel: “Die üblichen Verdächtigen”.
“Durchwinkplan” im Gemeinderat gescheitert – Plan B tritt nun in Kraft
Sie werden staunen, wie weit vieles schon gediehen ist – natürlich hinter den Kulissen, sie erfahren in den nächsten Wochen mehr davon. Durch die massiven Bürgerproteste und die GR-internen kritischen Fragen ist der “Durchwinkplan” im Gemeinderat gescheitert und die Betreiber inkl. Bürgermeister Griessler müssen sich zu einer Planänderung durchringen, um nicht den Sessel des Bürgermeisters zu riskieren. Dies ist offenbar die letzte Bedingung, die er noch stellt. Wir fragen uns: Was hat Bgm. Griessler davon, dass er sich so leise, später trickreich und aus der Not heraus offen für den Windpark einsetzt?
Wie schaut der Plan B aus? Nun – zuerst kommen also nun die “Experten” und dann erst der politische Segen. Das ist auch für Bürgermeister Griessler und die grauen Eminenzen hinter dem Projekt politisch sehr viel besser. Warum sollte er wohl auch den Zorn von mindestens 44% des Volkes und den Widerstand des Gemeinderates riskieren? Daher lassen er und die Betreiber einmal die Experten sprechen und der Rest ist dann nur mehr Formsache. Hinter Expertenurteilen lässt es sich gut verstecken.
So soll es laufen – wird es aber nicht, wenn sie selbst weiterkämpfen und uns weiterhin unterstützen.Vielen Dank derweilen – wir sind momentan urlaubsbedingt unterbesetzt – alle Mails und Hinweise werden verfolgt/beantwortet. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!


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