Artikel zum Monat: Juli, 2009

Tag 295: “Polit-Pfusch namens “Windpark Hafnerbach” erstmals österreichweit Thema – Uni-Experte bestätigt negative Auswirkungen von Windkraft-Infraschall”

Mittwoch, Juli 29th, 2009

Nachdem der Damm gebrochen ist, wird Bürgermeister Griessler nicht müde in jedem Interview zu betonen, wie sehr er den Windpark Hafnerbach befürwortet – nach der Beschwichtigung hat die Flucht nach vorne begonnen. Die Auswirkungen auf das Ökosystem (im Besonderen die Vogelwelt), das Image der Region und das Landschaftsbild, bleiben einmal mehr unerwähnt – aber dafür haben wir ja unsere “Experten”, die bald das Wort ergreifen werden (mehr darüber später).

Ein seltener und für die Tierwelt nachteiliger Aspekt – nämlich der des Infraschalls (für Menschen unhörbarer Schall) – wird hier erwähnt, wobei ein Experte des Institut für allgemeine Physik in Wien, die negativen Effekte auf die Tierwelt erwähnt.

Lesen Sie hier den ersten Teil des Artikels:

Gemeinde kämpft gegen Windräder - (c) Wiener Zeitung - 29.7.2009

Gemeinde kämpft gegen Windräder - (c) Wiener Zeitung - 29.7.2009


Den vollen Artikel finden Sie unter http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabId=3941&alias=wzo&cob=427923

Überregionale Rückendeckung für die lokalen Fraktionen der SPÖ kommt auch von der SPÖ Wolkersdorf (im Windrad-leidgeprüften Weinviertel) im speziellen von GR Tomas Galos, der klare Worte findet: “Diese Windparks sind für viele ein abschreckendes Beispiel baulicher Willkür.” Unsere Meinung: Unser ÖVP-Bürgermeister Ing. Josef Griessler sollte diese Worte ernst nehmen und die Notbremse für dieses Unsinnsprojekt ziehen und er auf der Seite der Verlierer steht. In der nächsten Zeit werden wir Ihnen eine Sammlung von Medienzitaten unserer politischen Meinungswechsler bringen – sie werden stauen.”

Tag 290: “KRONE-Artikel bestätigt Vermutungen: Windpark-Vorbereitungen laufen hinter den Kulissen bereits auf Hochtouren – Bgm. Griessler lässt Maske fallen”

Freitag, Juli 24th, 2009

Spätestens jetzt ist die Katze aus dem Sack: Gestärkt vom EU-gesegneten Ökostrom-Gesetz und mit dem immer schon bestehenden Rückhalt von Bgm. Josef “Windparkneutral” Griessler, laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Gegenüber der KRONE gibt der Bürgermeister erstmals offenbar klar seine Positionierung zu. Warum sollte er auch noch hinterm Berg halten, nachdem das Volk abgestimmt hat?

Gegenwind für den Propellerwald - (c) KRONE NÖ vom 24. Juli 2009

Gegenwind für den Propellerwald - (c) KRONE NÖ vom 24. Juli 2009

So läuft’s: Betreiber (!) starten nun bezahlte Umweltstudie mit von ihnen frei gewählten Experten – Ergebnis absehbar
Die im KRONE-Artikel versehentlich genannte UVP (Umweltverträglichkeitsprüfung) ist – wie uns Bürgermeister Griessler schriftlich mitteilte – eine SUP (strategische Umweltprüfung). Was gut klingt, birgt mehr als einen Haken in sich. Wörtlich schreibt das Gemeindeoberhaupt von Hafnerbach dazu: “Die Betreiber [!] führen jetzt die SUP (strategische Umweltprüfung) für die geplante Änderung des örtlichen Raumordnungsprogrammes durch”. Nun ja, wer zahlt schafft an – welcher Betreiber würde wohl eine “Studie” finanzieren, die mit einem “NEIN” endet? Wer wird diese Studie durchführen? Wir nennen jetzt mal ganz locker einen Filmtitel: “Die üblichen Verdächtigen”.

“Durchwinkplan” im Gemeinderat gescheitert – Plan B tritt nun in Kraft
Sie werden staunen, wie weit vieles schon gediehen ist – natürlich hinter den Kulissen, sie erfahren in den nächsten Wochen mehr davon. Durch die massiven Bürgerproteste und die GR-internen kritischen Fragen ist der “Durchwinkplan” im Gemeinderat gescheitert und die Betreiber inkl. Bürgermeister Griessler müssen sich zu einer Planänderung durchringen, um nicht den Sessel des Bürgermeisters zu riskieren. Dies ist offenbar die letzte Bedingung, die er noch stellt. Wir fragen uns: Was hat Bgm. Griessler davon, dass er sich so leise, später trickreich und aus der Not heraus offen für den Windpark einsetzt?

Wie schaut der Plan B aus? Nun – zuerst kommen also nun die “Experten” und dann erst der politische Segen. Das ist auch für Bürgermeister Griessler und die grauen Eminenzen hinter dem Projekt politisch sehr viel besser. Warum sollte er wohl auch den Zorn von mindestens 44% des Volkes und den Widerstand des Gemeinderates riskieren? Daher lassen er und die Betreiber einmal die Experten sprechen und der Rest ist dann nur mehr Formsache. Hinter Expertenurteilen lässt es sich gut verstecken.

So soll es laufen – wird es aber nicht, wenn sie selbst weiterkämpfen und uns weiterhin unterstützen.
Vielen Dank derweilen – wir sind momentan urlaubsbedingt unterbesetzt – alle Mails und Hinweise werden verfolgt/beantwortet. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Tag 275: “Hafnerbachs Bürgermeister Josef Griessler zementiert seinen Schweigekurs in der “Causa Windpark Hafnerbach” – was hat er zu verbergen?”

Mittwoch, Juli 8th, 2009

Eines vorweg: Herr Bürgermeister Ing. Griessler hat auf unseren offenen Brief persönlich geantwortet, worüber wir uns sehr freuen und uns noch bei ihm auch noch persönlich bedanken werden. Dies ist ein positives Signal, dass die Phase der völligen Gesprächsverweigerung vorbei sein dürfte. Leider hat er nur zu 2 von ingesamt 10 Punkten Stellung genommen und dabei die Beantwortung einer Reihe von heiklen Fragen ausgespart.
Damit zementiert Bgm. Griessler den von der Energiegruppe Hafnerbach eingeschlagenen Weg des Schweigens endgültig. Dabei sind eine Reihe von Fragen ungeklärt, die im Zusammenhang mit dem Windpark und seiner “Einleitung” höchst brisant sind.

Die Strategie lautet offenbar: “Augen zu und durch”. Warum verteidigt Bgm. Griessler den geplanten Windpark mit Zähnen und Klauen und gibt dabei offiziell vor, neutral zu sein? Seine Taten und sein Schweigen sprechen jedoch eine ganz andere Sprache. Aber die Gegenfront wird immer breiter…auch eilig aus dem Boden gestampfte (und offenbar untätige) Komitees für den Windpark helfen hier nichts. Parteiaustritte, Einsprüche, das ist der Wind, der Bgm. Griessler entgegenschlägt.

a) STEUERGELDER: Wieso finanziert die Gemeinde Hafnerbach (mit Segen des Bürgermeisters!) ein Projekt eines privaten Unternehmens, indem es einen Folder der Energiegruppe herausgibt, in dem sich der Bürgermeister (natürlich als Mitglied der Energiegruppe) klar für den Windpark Hafnerbach ausspricht? Wieviel hat das gekostet? Wussten die Gemeinderäte davon? Auf welcher Basis entschied sich die Energiegruppe (die ja selbst – ev. auf Geheiß des Bgm.? – zu sämtlichen Fragen schweigt)?

b) NEUTRALITÄT: Wie neutral ist es, wenn sich ein Bürgermeister, der den Antrag behandelt, selbst einem – im letzten Moment vor der Abstimmung – ins Leben gerufenen “Komitee FÜR DEN WINDPARK” beitritt? Des weiteren ist der Bürgermeister Mitglied der Energiegruppe Hafnerbach, die zuerst neutral, den Windpark Hafnerbach geschlossen und offen unterstützt.

Doch das sind nur zwei von mehreren Aspekten, die wir in den nächsten Tagen hier diskutieren werden...So schlecht inszeniert, mit so vielen Schwenks und Unglaubwürdigkeiten könnte der Windpark im Wald zum Mahnmal für eine schlecht inszenierte Kooperation und einem peinlichen Mix aus lobbyabhängiger Wirtschaft, Regional-Poliktik und dem ehrlichen Engagement gutgläubiger Bürger werden. Schreiben Sie uns Ihre Meinung…Was denken SIE?

Tag 269: “73% der Leser der Bezirksblätter meinen: Der Windpark Hafnerbach ist ein ökologisches Desaster!”

Donnerstag, Juli 2nd, 2009

Mit einer offenbar bewusst provokanten Fragestellung gingen die Bezirksblätter St. Pölten ins Rennen und stellten Ihren Lesern die Frage: “Windpark im Dunkelsteinerwald – ein ökologisches Desaster?” und ernteten ein überwältigendes Votum ihrer Leser. 73% der Bezirksblätter-Leser meinten, dass der Windpark ein ökologisches Desaster sei.

Bezirksblätter St. Pölten Umfrage - 73% der Leser meinen: Windpark Hafnerbach ist ein ökologisches Desaster

Bezirksblätter St. Pölten Umfrage - 73% der Leser meinen: Windpark Hafnerbach ist ein ökologisches Desaster

Ein Ergebnis, wohl nicht ganz den Erwartungen der IG Windkraft nahe kommt, gibt deren zweifelhafte Umfrage, deren Ergebnisse sie noch einige Tage vor der Abstimmung durch den Äther jagen liess, ein anderes Bild ab (“90% der Österreicher wünschen sich mehr Windkraft”). Das Ergebnis der “Windpark Hafnerbach”-Umfrage kann aber, bei aller Vorsicht gegenüber Medienumfragen, als Trendbarometer jener Bürger gesehen werden, die in der Umgebung leben und die dem Projekt mit anderen Augen gegenüberstehen, als die von “parteineutralen” und “Energiegruppen”-Meinungen einseitig beeinflussten Bürger, die sich zu einem knappen Ja durchringen mussten.

Auch viele Ex-Befürworter sehen die Sache ob der zweifelhaften “Neutralitätskampagne” mancher Gemeindevertreter jetzt anders und wenden sich enttäuscht ab ob der Methoden und der Einseitigkeit der Information von Gemeinde und Energiegruppe. Auch andernorts wächst offenbar die Unzufriedenheit. Die “Causa Windpark” könnte zum Stolperstein werden. Warum und wofür kann uns wohl nur die Zukunft zeigen – und auch Ihre vielen Zuschriften (fast gleich vielen wie vor der Wahl), die immer wieder neue Facetten aufzeigen. Wir werden alle beantworten, bitte geben Sie uns Zeit.

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