Wenn wir schon von “stehen” sprechen: Fest steht auf jeden Fall, dass sich sowohl ÖVP-Bgm. Penz (Winter 2009, NÖN) und ÖVP-Bgm. Neumayr (Sommer 2009, NÖN) in den Medien skeptisch bis abschlägig über Windkraftnutzung im Wald und damit in der Region Dunkelsteinerwald ausgesprochen haben. Zu sehr liegt den beiden wohl diese Region am Herzen – eine Region, die das offizielle Hafnerbach wohl nicht zu schätzen weiss – 44% der Hafnerbacher Bürger allerdings schon. Die SPÖ-Opposition in Neidling und Karlstetten bekennt sich sogar schon seit Monaten im Internet öffentlich gegen die Windräder. Da also insgesamt 5 von 7 Windrädern von der Zustimmung der Nachbargemeinden abhängig sind und damit gehörig wackeln, stellt sich auch an dieser Stelle wieder die Frage nach der Rentabilität der Windkraft im Allgemeinen.

Subventionsabhängigkeit der Windenergie - Karikatur von Roger (C) www.karikatur-cartoon.de
Wie Sie ja wissen ist Windkraft nicht der Marktwirtschaft unterworfen, sondern von staatlich festgelegten Abnahmepreisen abhängig. Das heisst, ein Privatunternehmen lässt sich seine Produkte subventioniert abkaufen und kann die Gewinne dann einstreifen. Das Ganze trägt das Ettikett “Ökoenergieförderung”. Wenn es öko wäre, würden wir ja ein Auge zudrücken. Ist es aber nicht…
Wie schon an anderer Stelle erwähnt ist, die Windkraft ein ziemlich teurer Weg zur Vermeidung von Emissionen (wir haben darüber berichtet – bitte lesen Sie hier: “Windkraft ist eine teure Form der CO2-Reduktion“) – ein weiteres Problem ist der Emissionshandel (Eingesparte Treibhausgase können an andere Länder verkauft werden – bitte lesen Sie hier: “Windräder bringen nichts für CO2-Ziel“), der sämtliche Klimaschutzavancen zunichte macht. Was bleibt ist das Profitieren von der Angst – Atomkraftkeule inbegriffen – und das Hantieren mit dem Geld der Bürger. Eine kleine Denkaufgabe: Die weiteren Windräder im Windpark Haindorf-Inning werden erst errichtet, wenn die Einspeistarife steigen. Ist das Marktwirtschaft? Nein – es ist die Abhängigkeit von (indirekten, aber dennoch) Subventionen, die wir alle in Form der Stromrechnung zahlen. Gleichzeitig soll die Windenergie aber doch so wirtschaftlich sein. Das einzige, was dem Gesetz des freien Marktes folgt, ist die Wahl des Aufstellortes – in unserem Fall der Wald. Das ist sinnlos und darum sagen nicht nur wir, sondern auch die umliegenden, vernünftigen Gemeindepolitiker auch NEIN zu Windkraft im Dunkelsteinerwald.
Ach ja, weil sicher einige Leser darauf warten: Heute soll ja Tag des Windes sein – so wollen es zumindest manche. Wir wollen diesen als Tag des Gegenwindes begehen. Als kleine Hommage an die Promo-Maschinerie zum Tag des Windes wollen wir deren Slogan auf “Über die Windkraft”, der im Original lautet : “Der Wind liefert uns die Energie, die wir brauchen, vor unserer Haustür – wir müssen sie nur ernten.” noch wie folgt anpassen: “Der Bürger liefert uns sein Geld, das wir wollen, direkt durch seine Steckdose – wir brauchen ihn nur melken.” (c) Originalspruch von “Tag des Windes”-Webseite.


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