Tag 200:”Der Windkraft-Trick mit der ‘regionalen Energieautarkie’ “
Samstag, April 25th, 2009Aufgrund der vielen, teils erstaunten Zuschriften wollen wir das zuletzt genannte Schema vereinfacht verdeutlichen, um damit auch manche Frage gleich zu beantworten. Da wir uns nunmehr seit 6 Monaten mit der Energie-Szene beschäftigen, mag sich bei uns schon etwas zuviel Selbstverständlichkeit eingeschlichen haben. Prinzipiell ist gegen das Konzept der Energieautarkie nichts einzuwenden, wenn es ein nationales ist. Die Probleme entstehen erst dadurch, dass (in Bezug auf das europäische und österreichische Energienetz) willkürliche Einheiten, wie es meist Gemeinden sind, gewählt werden um so die Windkraft an Orte zu bringen, die völlig ungeeignet sind.

Wie Windkraftwerksbetreiber Gemeinden und Bürger gewinnen wollen
Hafnerbach zb. wird immer eine negative Bilanz aufweisen, Persenbeug immer eine positive (Kraftwerk). Mit diesen Rechentricks sind Gemeinden geneigt, den Ansinnen von Windkraftlern leichter stattzugeben. In letzter Zeit kommt auch immer die Versorgungssicherheit ins Spiel. Wie soll Hafnerbach im Falle eines Energienotstandes profitieren? Welche Mittel hätte Hafnerbach mit bestehenden Windrädern zur Verfügung? Ironisch gefragt: Stromabzapfen beim Umspannwerk, wenn ein Krieg kommt? Unterirdische Kabel anzapfen, wenn die Russen das Gas abdrehen? In Wahrheit: Keine! Das wissen sowohl die Windkraftler wie auch viele andere.
Bezugnehmend auf den im Jänner (russisch-ukrainische Gaskrise) rasch online gestellten Banner der IG Windkraft: “Gas kann man abdrehen, den Wind nicht” und “Der Wind weht immer gratis”. Hier stellt sich die Frage: Für wen weht der Wind gratis? Für uns Bürger und Stromkonsumenten auf jeden Fall nicht. Wer dreht seine Windkraftwerke ab, wenn die Einspeistarife nicht passen? Wie schaut es dann mit den stillen Teilhabern aus, die auf Ihren Anteilen sitzen bleiben?








