Für die am 25.3.2009 angesiedelte Informationsveranstaltung der Gemeinde heißt es für Gemeindefremde: “Bitte draußen bleiben!”. Als Mitglieder des Komitees zum Schutz des Dunkelsteinerwaldes wurden wir jedoch eingeladen, sind aber verwundert, dass – obwohl die geplanten Kraftwerke am Rande der Gemeinde stehen – für Bürger aus den umliegenden Gemeinden Dunkelsteinerwald, Neidling und Karlstetten kein Zutritt gestattet ist (Quelle: NÖN). Dies gilt natürlich auch für alle anderen österreichischen Bürger, denen damit der Eintritt verwehrt ist. Neben der Energieautarkie scheint die Gemeinde Hafnerbach wohl auch eine Informationsautarkie anzustreben. Dies ist für uns ein klares Zeichen für eine Dialogverweigerung und Geheimnistuerei. Scherzhaft gesagt: Alle Interessenten aus Hafnerbach sollten sich daher mit Meldezettel und Ausweis wappnen, um nicht in Gefahr geraten, nicht eingelassen zu werden.
Ein kleiner Rückblick auf unsere Veranstaltung: Die erste eine Reihe von geplanten Veranstaltung am Samstag in Prinzersdorf einberufene öffentliche Informationsveranstaltung war gut besucht und es hat uns besonders gefreut, mehrere interessierte Mitglieder der Energiegruppe Hafnerbach begrüßen zu können. Diese erste in einer Reihe von mehreren geplanten Veranstaltungen rief offenbar trotz ihrer kurzfristigen Ankündigung nicht nur regional Interesse hervor, geht es doch um das umstrittene Thema “Wind im Wald”, das von der IG Windkraft auch bei Ihrem Event im Herbst gepusht wird. Sie finden die Agenda unter www.awes.at.
Die strategische Bedeutung der Veranstaltung wurde durch das Erscheinen von führenden Vertretern der Windkraftindustrie bzw. deren Interessenvertretung offenbar. Unter den Gästen befanden sich neben Mag. Stefan Hantsch, dem Geschäftsführer des Vereines IG Windkraft Österreich und DI Stefan Parrer, dem Geschäftsführer einer der Betreiberfirmen, auch Dr. Ursula Nährer, die Rechtsvertreterin der IG Windkraft. Des weiteren war auch Herr DI Felix Montecuccoli anwesend, der vor das Publikum trat und sein Motiv Klimaschutz sprach, das ihn dazu bringe, seinen Grund und Boden für Windkraftanlagen bereitzustellen.
Ein kleines Korrigendum noch in eigener Sache: Im Flugblatt zur Einladung schrieben wir “Wussten Sie, dass sich Bgm. Penz mehrfach gegen Windkraftwerke ausgesprochen hat”. Dieser Satz war aus Platzgründen missverständlich gekürzt und sollte lauten: “Wussten Sie, dass sich Bgm. Penz mehrfach gegen Windkraftwerke im Dunkelsteinerwald ausgesprochen hat.” Dieser kleine, aber feine Unterschied soll zur Klärung beitragen, dass Bgm. Penz kein genereller Gegner der Windkraft ist, sondern nur ein Gegner des Standortes.


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