Tag 55: „Auf jeden Fall nachhaltig: Windkraft spaltet Bevölkerung“
Donnerstag, November 27th, 2008Keine andere “alternative” Technologie hat für so kontroverse Auseinandersetzungen in der jüngeren Geschichte geführt. Dies liegt vor allem daran, dass der Grat zwischen gesamtgesellschaftlichen Nutzen und Schaden ein sehr schmaler ist und Windkraftwerke von hohen Erwartungen begleitet werden.
Was macht die Windkraftlobby? Wenig bis gar nichts.
Für die Planer, Betreiber und Errichter ist dies offenbar trotzdem kein Signal zum Handeln, da dies nur Geld kosten würde und noch dazu die Chancen auf Durchsetzbarkeit verringern würde, je mehr die Bürger davon wüssten. Das jüngste Beispiel sind die abgewehrten Versuche der Errichtung von Windkraftwerken in Neidling (Dunkelsteinerwald) und die recht knappe Entscheidung für den “Windpark Locatelli”.
Dieser Leser und Kritiker bringt es keck, aber doch, auf den Punkt:
Nachlese: http://www.noen.at/redaktion/n-hol/article.asp?text=248361&cat=339
Die nachteiligen Folgen dieses “Glaubenskrieges” können dabei oft jahrelang bestehen bleiben (Stichwort “gestörter Dorffrieden”). Oft ziehen sich die Gräben quer durch Familien, Freundeskreise und die Nachbarschaft.
Kein halbwegs vernünftiger Interessensvertreter der Bürger kann unserer Meinung nach dies in Kauf nehmen.
Übrigens: Der Trick mit der Bezeichnung klappt nicht immer. Die Bezeichnung “Windpark” – klingend ähnlich mit dem “Wildpark” – ist zwar ein netter Versuch, aber zum Glück ist PR nicht alles. Wir nennen die Dinge beim Namen und sagen daher ganz klar, worum es sich handelt, nämlich um Windkraftwerke – nicht mehr, aber auch nicht weniger.





