Windkraftindustrie- und Polit-Theater um “Windpark Silventus” zeigt die Winkelzüge und das Netzwerk der österreichischen Windkraftlobby exemplarisch auf

12. Juli 2010

“Sauber, unendlich, sicher” – diesen Spruch lesen sowohl Österreichs Kinder, wie auch alle Besucher von Veranstaltungen der Windkraftindustrie. So wie beim aufblasbaren Windrad verbirgt sich auch hinter vielen Aussagen von Vertretern der Windkraftindustrie das selbe, nämlich heisse Luft. Weil die Entwicklungen in der Gemeinde Lohnsburg nicht wie erhofft von statten gingen, wandert der Wald-Windpark nun nach Pöndorf (OÖ) (mehr…). Der dortige Bürgermeister Johann Zieher übt auch schon in seinen ersten Begegnungen mit der Presse etwas ungelenk Stimmung für die Windindustrieanlage zu machen.

Dabei gibt er eine Jahrhunderterkenntnis von sich, die sogar renommierte Energieexperten überrascht: “Wir können nicht ewig vom Öl zehren.” Mit dieser propehtischen Gabe ausgestattet versucht er Argumente für den Windpark zu finden. Wir nehmen letztendlich aber an, dass eher finanzielle Anreize (in Form von “Ausgleichsmaßnahmen”, etc.)  für die Gemeinde Pöndorf eine tragende Rolle übernehmen werden.

Windpark Silventus - ein Waldwindpark im Fokus der österreichischen Windkraftindustrie (c) ÖÖN, IG Windkraft, prowind.at & RAUS aus EURATOM/Collage

Windpark Silventus - ein Waldwindpark im Fokus der österreichischen Windkraftindustrie (c) ÖÖN, IG Windkraft, prowind.at & RAUS aus EURATOM/Collage

Künstliche Feinde werden mit Hilfe von Vorfeldorganisation zur Windkraftwerbung herangezogen
Mit vielen, teils künstlich aus dem Boden gestampften Vorfeldorganisationen (prowind.at – mehr…). Die Feinde sind schnell ausgemacht: Einerseits die Atomkraft – hier stellt die “unabhängige” (mehr…) und wirkungsarme Organisation NEIN ZU EURATOM (mehr…) ein Bollwerk gegen die Atomkraft dar. Blöd, dass die Atomkraft durch ihre Grundlastfähigkeit eine der Schattenseiten der Windkraftnutzung darstellt, wie das manager magazin.de darstellt (mehr…). Naja, zur Not gibt es ja noch das üble Russen-Gas, dessen Ausbleiben im Jahr 2009 eine wahre PR-Lawine der IG Windkraft auslöste (mehr…). Blöd auch hier, dass auch Gasturbinen zur Stromsicherung in windarmen Zeiten herangezogen werden. Die Firma Siemens profitiert dabei doppelt von dem Trend, da es sowohl Gasturbinen wie auch Teile für die Windkraftindustrie produziert. So sagte Michael Süß der Chef der Division Fossil Power Generation: “Es wäre falsch, einen Gegensatz zwischen erneuerbaren Energien und fossilen Energien zu erzeugen. Schließlich zieht jeder Windpark auch ein Gaskraftwerk zur Lastabsicherung hinter sich her”. Naja, probieren kann man’s ja.

Die Stimmen aus dem Volk, die keine sind, rufen immer mehr Gegenstimmen hervor
Neben Anschober’schen Massenpresseaussendungen in Bezug auf Windkraft – natürlich rechtzeitig nach Inkrafttreten der Einspeistarifverordnung und knapp vor Silventus-bezogenen Ortsentscheidungen versucht auch die völlig unabhängige Plattform prowind.at (mehr…) Stimmung zu machen und schliesst dabei nur den Kreis unter jenen eingefleischten Windkraftfreunden und Sympathisanten, die sich auch schon vorher kannten. Da helfen auch Facebook, Twitter und Co. wenig. Die Stimmung in der Bevölkerung ist gegen den Windpark Silventus, zumal das auffällige Werben und das druckvolle Intervenieren aller Beteiligten (inkl. OÖ Umweltlandesrat Anschober) für ein sich energiewirtschaftlich bescheiden wirksamen Kraftwerks im Wald einfach schon auffällig wird.

Da wundert es kaum, dass Leserstimmen laut werden, die da schreiben: “Es ist ein Grundsatz seriöser Politik, dem Ergebnis von laufenden Verfahren nicht vorzugreifen. Für Grün-Landesrat Anschober scheint das nicht zu gelten. Schon vor Abschluss des UVP-Verfahrens zum Windprojekt Silventus im Kobernaußerwald verkündet er in einer Presseaussendung vom 19. April 2010 das Ergebnis: Die von führenden Sachverständigen des Landes erstellten negativen Fachgutachten zum Natur- und Landschaftsschutz wertet er ab und erhebt diffuse „klimarelevante Vorteile“ zur Entscheidungsgrundlage für die Umweltverträglichkeit des Projektes.” (mehr…) Da wundert es kaum, dass sich auch eingeschworene und uninformierte “wird schon für was gut sein” Befürworter von diesen aggressiven Methoden einer Industrie abgestossen fühlen, zumal der Nutzen von Windkraft im Wald äußerst beschränkt ist. Die 240% Ertrag versprechenden Google-Anzeigen, die neben jeden Artikel über Windkraft aufscheinen, zeigen auch klar das wahre Interesse der Betreiber und einer Industrie, die ihre letzte Glaubwürdigkeit bald verlieren wird.

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  5. Die Polit-Rolle des ORF Landesstudio NÖ bei der Berichterstattung zum Thema “Windpark Hafnerbach”

“Victory-Zeichen in Richtung Demonstranten” – Veranstaltung “Nein zum Steinbruch Paudorf” am 7. Juli 2010 war voller Erfolg: Hunderte Eventbesucher konnten informiert werden…

7. Juli 2010

Radio Orange Dokumentation - "Demonstration vor Stift Göttweig: Kein 2. Steinbruch in Paudorf" - jetzt anhören/downloaden!

Radio Orange Dokumentation - anhören/downloaden!

Gutes Wetter, gute Stimmung und viele Gespräche. Hunderte Menschen konnten im Gespräch und mittels Flugblättern informiert werden. Zahlreiche Victory-Zeichen von Garanca-Eventbesuchern aus den Bussen in Richtung Demonstranten – Größtenteils Zustimmung und Ermunterung von Besuchern – LR Sobotka (und kein LH Pröll) bei Event – fuhr kommentarlos an Bürgern vorbei. Exekutive zuvorkommend und verständnisvoll. Der Göttweig’sche und Landes-Schweigekurs muss ein Ende haben…das Land NÖ ist gefordert einen Kurswechsel einzuleiten, da sonst weiterer Imageschaden droht…

Demonstration gegen geplanten Steinbruch Paudorf am 7. Juli 2010 in Göttweig - (c) oe24.at

Demonstration gegen geplanten Steinbruch Paudorf am 7. Juli 2010 in Göttweig - (c) oe24.at

…weitere Informationen im Laufe des Tages.

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  1. Unbändige Ablehnung der Bürger: Demonstration gegen den geplanten Steinbruch Paudorf am Mi., 7. Juli 2010 um 16h am Göttweiger Berg
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Das “organisierte” Schweigen am Göttweiger Berg: ORF-Berichterstattung vor der Demonstration gegen den Steinbruch Paudorf offenbart mangelndes Krisenmanagement

6. Juli 2010

Die für morgen angekündigte Demonstration gegen den geplanten Steinbruch Paudorf sorgt für zwei gegensätzliche Reaktionen: Einerseits das Schweigen des Stiftes Göttweig und der niederösterreichischen Landesregierung – die Fa. Asamer lud die Bürger zumindest widerwillig zum Gespräch. Auf der anderen Seite ist das Unverständnis und der Unmut der Bevölkerung stärker zu spüren.

Der inszenierte Schweigereflex wird nicht helfen, die Stimmung in der Bevölkerung und die Neugier der Medien zu dämpfen. Das Gegenteil wird der Fall sein…wir glauben nicht, dass die gegen die Freunde des Dunkelsteinerwalds gerichtete Strategie mit dem Titel “Du warst böse – mit dir reden wir nicht” als eine reife Form der Konsensfindung durchgehen wird.

Verhandlungen: “Nicht mehr” oder “erstmals”?
“Nicht mehr verhandeln” bedeutet, dass jemals schon verhandelt wurde. Daher stellt sich die Frage: “Wann wurde überhaupt verhandelt? Keine der drei Bürgerinitiativen waren jemals zum Gespräch geladen.” Eine Woche zuvor wurde vom Stift Göttweig verlautbart, dass mit Inititiativen verhandelt würde…

Unser Aufruf an die Verantwortlichen: Wir bitten um Antwort. Vielen Dank! Schreiben Sie uns bitte unter: kontakt@gegen-wind.net

Steinbruch-Demo vor Garanca-Konzert - Steinbruch Paudorf/Stift Göttweig (c) ORF.at

Steinbruch-Demo vor Garanca-Konzert - Steinbruch Paudorf/Stift Göttweig (c) ORF.at

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  4. Starkes Echo: Presse nimmt Forderungen zum Naturschutz des Dunkelsteinerwaldes positiv auf – Beginnt nun Dialog mit den Bürgern zum Thema “Steinbruch Paudorf”?
  5. ORF berichtet über Protestkundgebung zweier Bürgerinitiativen gegen den geplanten 2. Steinbruch in Paudorf (NÖ)

Unbändige Ablehnung der Bürger: Demonstration gegen den geplanten Steinbruch Paudorf am Mi., 7. Juli 2010 um 16h am Göttweiger Berg

4. Juli 2010

Der wald- und Bürgerbedrohende Steinbruch der Firma Asamer auf den Gründen des Stiftes Göttweig ist aufgrund des aktuellen Entwicklungen (Stellungnahmen Asamer, Paudorf + Schweigen der Landesregierung) mehr denn je ein Thema. “Industrieanlagen haben im Wald nichts verloren!”
Weitere Informationen finden Sie unter www.dunkelsteinerwald.org.
Hier der Flyer in voller Größe mit allen Informationen…

Demonstration "NEIN zum Steinbruch Paudorf" am Mi., 7.Juli 2010 am Göttweiger Sattel um 16 Uhr - (C) Freunde des Dunkelsteinerwalds/Montage

Demonstration "NEIN zum Steinbruch Paudorf" am Mi., 7.Juli 2010 am Göttweiger Berg um 16 Uhr - (C) Freunde des Dunkelsteinerwalds/Montage

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Tausende engagierte österreichische Bürger arbeiten unentgeltlich und großteils unwissentlich für die österreichische Windkraftindustrie – Das Energieautarkie-Modell “Energiebaukasten” der Firma Energiewerkstatt GmbH

1. Juli 2010

“Am Anfang war die Angst” – So könnte man die einleitenden Worte des markenrechtlich geschützten Energiebaukastens (mehr…) der Firma Energiewerkstatt GmbH (mehr…)  in Munderfing (OÖ) umschreiben. Nicht als Gottes Geschenk, aber als Geschenk des führenden Planers von Windkraftanlagen an willige Gemeinden soll der Energiebaukasten österreichischen Kommunen den Umstieg auf erneuerbare Energien in Richtung “Energieautarkie” (mehr…) zu erleichtern. An sich lobenswert. Aber ist dieses Geschenk auch ein völlig Uneigennütziges oder steckt hier etwas dahinter? Nun, böse Zungen bezeichnen dies als Danaergeschenk der österreichischen Windkraftindustrie.

Wagen wir einmal einen Blick hinein. Das umfangreiche Werk schmückt sich mit dem Anspruch alle Formen erneuerbarer Energie zu verwenden. Beginnend mit dem Droh-Szenarien von steigenden Energiepreisen und Treibstoffkosten, den Kriegen um Öl und Gas (Die mexikanische Ölpest gab es noch nicht), Naturkatastrophen und Klimawandel erscheint dem unbedarften Leser der Energiebaukasten als rettendes Konzept. Bei genauerer Betrachtung fällt jedoch eine inhaltlich und strategische Bevorzugung des Energieträgers Windkraft auf. Parallel dazu geht die Erwähnung und die mit der Energieautarkie verbundene Erreichung der Zielsetzungen durch Wasserkraft praktisch gegen Null. In vorgeschriebenen Formvorlagen geht dies dann soweit, dass die Perspektiven der Wasserkraft gegen Null gehen, während konkrete Anregungen zur Errichtung eines Windparks schon “vorgeschrieben” sind.

Der Energiebaukasten (c) der Firma Energiewerkstatt GmbH in Munderfing als stark einseitig ausgerichtetes Werbe-Instrument der Windkraftindustrie in Österreich - (c) 2010 Energiewerkstatt GmbH, Munderfing/Montage

Der Energiebaukasten (c) der Firma Energiewerkstatt GmbH in Munderfing als stark einseitig ausgerichtetes Werbe-Instrument der Windkraftindustrie in Österreich - (c) 2010 Energiewerkstatt GmbH, Munderfing/Montage

Somit entpuppt sich der “unabhängige” Energiebaukasten als schlecht gemachtes, aber dennoch auf den ersten Blick verstecktes Werbeinstrument der Windkraftindustrie. Somit relativiert sich auch die freie Verfügbarkeit und die unentgeltliche Verwendung dieses Baukastens. Die ethisch verwerfliche Komponente ist jedoch die, dass viele Gemeinde, die vom Land Niederösterreich oder Oberösterreich dieses Instrumentarium erhalten, nahezu ungeschaut Windkraftanlagen in ihre Gemeinde hineinimportieren. Egal, ob der Wind passt – gleichgültig, wie es mit der Flora und Fauna ausschaut – die Windkraft muss in jede Gemeinde rein. Das nennen wir Ettikettenschwindel und bleibt zu hinterfragen, was die Bürger dazu sagen werden, wenn sich ein “unabhängiges” Angebot in der Tiefe als Verkaufsförderer für Windkraftanlagen herausstellt. Unter dem Deckmantel der gemeinsamen Arbeit an der bildet die freiwillige Arbeit der Bürger, Gemeinderäte und Umweltfreunde die Basis für den Profit der Anlagenbetreiber. Letztendlich arbeiten also engagierte Menschen unentgeltlich für einen Industriezweig, der seine räumlichen, wirtschaftlichen und ökologischen Grenzen nicht anerkennt. Das nennen wir einmal eine Energiewende. Bedenkt man nun, in wievielen Gemeinden dieser Energiebaukasten zum Einsatz kommt bzw. kommen wird, kann man nur annehmen, dass die politischen Verantwortlichen angesichts dieses volks- und energiewirtschaftlichen Unfugs entweder unwissend oder unwillig sind. Beides ein Anlass zu handeln!

Danaergeschenk

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  1. Codename “Windpark Eiskogel (OÖ)” – der nächste geförderte Frontal-Angriff auf Österreichs Wald-Ökosystem im Heimat-Bundesland der Windkraftindustrie – natürlich nach Schema F
  2. Tag 359: “Enthüllt: ‘Beispiellose Verfilzung’ von Windkraftindustrie und Regionalpolitik ermöglicht den ungehemmten Vormarsch von Windkraftanlagen in ganz Niederösterreich – inklusive den Waldgebieten” (mit Video)
  3. Windenergie und fossile Energien arbeiten Hand in Hand: ‘Wenn der Blinde den Einäugigen schimpft’. – “Grüne Österreichs – Quo vadis?”
  4. Tag 198: “Energiegruppe Hafnerbach beginnt ihre Arbeit”
  5. Tag 170: “Hafnerbachs letzte Chance für Glaubwürdigkeit: Objektive Bürgerinformation oder billige Werbeveranstaltung?”

Demonstration “NEIN zum Steinbruch Paudorf!”

26. Juni 2010

Video: Steinbruchprojekt sorgt für Ärger in Paudorf (P3)

Demonstration "NEIN zum Steinbruch Paudorf (NÖ)" - (c) FreundInnen des Dunkelsteinerwalds 2010

Demonstration "NEIN zum Steinbruch Paudorf (NÖ)" - (c) FreundInnen des Dunkelsteinerwalds 2010

Weitere Informationen und Hintergründe unter www.dunkelsteinerwald.org

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Windenergie und fossile Energien arbeiten Hand in Hand: ‘Wenn der Blinde den Einäugigen schimpft’. – “Grüne Österreichs – Quo vadis?”

23. Juni 2010

“Man kann heute nicht mehr unterscheiden, ob ein Grüner spricht oder zum Beispiel einer von der ÖVP”. Dieser Spruch stammt nicht von der SPÖ oder gar der FPÖ oder dem BZÖ, nein er stammt von einem grünen Urgestein, das sich nie ein Blatt vor den Mund nahm, nämlich von Johannes Voggenhuber (mehr…).

Weiters meint Voggenhuber, dass die Grünen “unvollständige und oberflächliche Antworten” geben und beschreibt diese als “hermetische Führungsclique, die Machterhalt betreibt”. Ein Blick nach Oberösterreich zeigt, was es für Volk und Natur heisst, wenn sich alternatives Denken mit dem Establishment verbrüdert. Denn da wird dann kräftig durchgezogen…

Grüner OÖ Landesrat Rudolf "Rudi" Anschober fordert mehr Windkraft im Wald - (c) Die Grünen OÖ/Montage

Grüner OÖ Landesrat Rudolf "Rudi" Anschober fordert mehr Windkraft im Wald - (c) Die Grünen OÖ/Montage

…allerdings nicht mehr die biologisch anbaubaren Kräuterzigaretten der Öko-Rebellen von einst, sondern die grünen Geldscheine, die Windkraftwerke im Wald bringen sollen. Da geht die grüne Partei (ehemalige Umweltpartei Österreichs?) mit der Windkraftindustrie plakativ Hand in Hand. In Presseaussendungen zum strategisch korrekten Zeitpunkt wie vor der Gemeinderat-Abstimmung in Lohnsburg (mehr…) und weil’ so schön ist auch den Windpark Eiskogel (mehr…) im Traunviertel. Nicht nur wir fragen uns:  Warum schützen die Grünen nicht mehr das Ökosystem Wald?

Ohne fossile Energien kann es keine Windkraft geben! Traurig, aber wahr.

“Es wäre falsch, einen Gegensatz zwischen erneuerbaren Energien und fossilen Energien zu erzeugen. Schließlich zieht jeder Windpark auch ein Gaskraftwerk zur Lastabsicherung hinter sich her” – sagt Michael Süß, Chef der Division Fossil Power Generation bei Siemens (mehr…). Ein Umstand, den Ihnen die Windkraftindustrie tunlichst verschweigt.

"Es wäre falsch, einen Gegensatz zwischen erneuerbaren Energien und fossilen Energien zu erzeugen. Schließlich zieht jeder Windpark auch ein Gaskraftwerk zur Lastabsicherung hinter sich her" - Michael Süß, Chef der Division Fossil Power Generation bei Siemens - (c) Welt Online/Auschnitt

"Es wäre falsch, einen Gegensatz zwischen erneuerbaren Energien und fossilen Energien zu erzeugen. Schließlich zieht jeder Windpark auch ein Gaskraftwerk zur Lastabsicherung hinter sich her" - Michael Süß, Chef der Division Fossil Power Generation bei Siemens - (c) Welt Online/Auschnitt

Wenn dann die grünen Wiener Kollegen mit mehrmonatiger Verspätung ein Transparent ausrollen (mehr…) und die fossilen Energien in Grund und Boden verteufeln, dann vergessen sie leider auch eines: Es sind die die Gaskraftwerke, die Kohlekraftwerke und nicht zu vergessen die Atomkraft, die der nicht grundlastfähigen Windenergie den Rückhalt geben, den sie brauchen. Schlimmer noch: Mit jedem errichteten Windkraftwerk muss im Stromverbund vorgesorgt werden, dass die windigen “Öko-Mühlen” einen Rückhalt haben. Wenn dann dieses absurde Prinzip bis in unsere Wälder fortgeführt wird, dann sagen wir: HALT!

IG Windkraft: Angstmache und falsche Beruhigung

Werbebanner der IG Windkraft anlässlich der Gaskrise in Russland 2009 - (C) 2009 IG Windkraft/Montage

Werbebanner der IG Windkraft anlässlich der Gaskrise in Russland 2009 - (C) 2009 IG Windkraft/Montage

Erinnern Sie sich noch an den Spruch: “Gas kann man abdrehen, den Wind nicht. Wir machen unabhängig. IG Windkraft.” Spätenstens jetzt sollte die IG Windkraft aufhören, den blödsinnigen Slogan bei drohenden Gaskrisen noch einmal einzusetzen. Gerade die Windkraftindustrie ist vom “bösen Russengas abhängig”. Überzeugen Sie sich selbst, wie die IG Windkraft im Rahmen der Gaskrise 2009 der Bevölkerung einreden wollte, dass Windkraft unabhängig macht. (mehr…) Bemitleidenswert ist die Tatsache, dass sich eine Índustrie auf eine solche Angstmache inklusive einer völlig sinnlosen Beruhigung einlassen muss, um ihre Produkte zu verkaufen und sympathisch zu machen. So viel zur” sauberen Windkraft”.

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  1. Ökosteuer & Windkraftförderung gehen Hand in Hand – Die unkritische Rolle mancher Medien verstärkt diesen Trend
  2. “Irrweg Windenergie” – Ist Windenergie wirklich so umweltfreundlich und ökologisch, wie ihr guter Ruf glauben lässt?
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Windkraftgegner* in Österreich: Auch wir schlucken nicht jede Krot (oder: das verräterische Schweigen der einstigen Umwelt-Pioniere in Österreich)

21. Juni 2010

Nicht enden wollende EU-Förderungen und steuerliche Begünstigungen für unsere Großgrundbesitzer, die sich ein Zubrot mit Windkraftwerken verdienen (wollen) und die angedachte Öko-Steuer (C02-Steuer) des Finanzministers, die alles andere als konsumentenfreundlich werden soll. Nicht nur uns platzt der Kragen. Die Windkraftindustrie ist dabei seit Jahren einer der Preistreiber – eine Zeche, die wir alle gemeinsam zahlen.  Die aktuelle Kampagne der österreichischen Arbeiterkammer mit dem Titel “Schluck nicht jede Krot!” (mehr… greift zwei wichtige Aspekte auf, die in der Windkraftszene zum Tragen kommen.

Schluck die Krot' net - Mogelpackung Co2-Abgabe & Sonderrechte für Großgrundbesitzer - (C) Arbeiterkammer 2010/Montage

Schluck die Krot' net - Mogelpackung Co2-Abgabe & Sonderrechte für Großgrundbesitzer - (C) Arbeiterkammer 2010/Montage

So wie die Windkraftindustrie das Vorpreschen in Österreichs Wälder als ökologisch vertretbar hält und damit die letzte Bastion der Unschuld verliert, so denkt auch das Finanzministerium mit der CO2-Abgabe (auch unter der irreführenden Bezeichnung Öko-Steuer bekannt). Die Formel lautet dabei: “Nimm das Geld von den Kleinen und gebe es den Großen. Vergiss nicht das Ganze gerecht zu nennen.” Dass sich der Kreis schliesst, wenn diejenigen, die für Ihren Grund und Boden aufgrund der Einheitswertberechnung seit Jahren weniger Steuern zahlen als andere und dann noch mit einer volkswirtschaftlich vernichtenden Technologie namens Windenergienutzung Geld verdienen wollen, ist dann nur mehr das Tüpfelchen auf dem “i”.

Einstige Umwelt-Pioniere unterstützen Abzockpläne und Klientelpolitik
Da nutzt es auch nichts, wenn einst lobenswerte Proponenten wie Dr. Gerhard Heilingbrunner (Hainburg-Kämpfer und ÖVP naher Umweltdachverband-Chef, mehr…) in den Medien einen Sparplan (mehr…) vorlegen, der in Wirklichkeit ein Belastungsplan ist.  Leider gleiten auch verdiente Bürgerbewegungen, wie die Hainburger-Protestbewegung von einst in den Polit-Sumpf und Establishment-Mainstream ab, so dass von dieser Vorschlägen weder sozial noch wirtschaftlich etwas zu halten ist. Die Zeit ist reif, dass der vernünftige Protest gegen die unvernünftige Windkraft (* Gegnerschaft gegen Windkraft im Wald und ökologisch sensiblen Regionen) die Rolle einnimmt, die die Hainburg-Rebellen damals einnahmen. Es bleibt zu hoffen, dass 25 Jahre später aus dem Mund dieser Generation bürgerfreundlichere Worte kommen werden.

Das verräterrische Schweigen des Dr. H. …
PS.: Dr. Heilingbrunner und der Umweltdachverband haben sich in der Causa “Windpark Hafnerbach” nie die Mühe genommen zu antworten – trotz mehrmaliger Nachfrage. Kein Wunder ist doch die IG Windkraft Mitglied im Umweltdachverband (mehr…). Wenn es sich um ein Wasserkraftwerk gehandelt hätte, wäre die Sache schon anders gewesen, oder?! Denn laut Umweltdachverband greifen ja die bösen Wasserkraftwerke massiv (mehr…) an und von Windkraftwerken ist beim UWD wie seit Jahren kein Wort zu hören. Zufällig? Notwendig? Cui bono?

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  1. “Wind ist gratis und kostet doch viel” – Der Standard schreibt schonungslos über die volkswirtschaftliche “Kostenfalle Windkraft” und die Tricks der Windlobby in Österreich
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Geschäftsführer der IG Windkraft, Mag. Stefan Moidl, rettete als WWF’ler einstmals Wälder – knapp zehn Jahre später “rettet” er Windkraftwerke! Glaubwürdig?

20. Juni 2010

Grün und sauber…so soll sie sein, eine Industrie, die nur das beste will. Hört man, liest man. Pikant ist, dass der jetzige Geschäftsführer der IG Windkraft Mag. Stefan Moidl (mehr…) in früheren Jahre vehement für den Wald, im konkreten für den Wienerwald kämpfte. So schrieb er im Jahr 2001 in seiner Tätigkeit für den WWF: “Stoppt die Zerstörung des Wienerwaldes! Stoppt die Waldverkäufe!” (mehr…)

IG  Windkraft Geschäftsführer Mag. Stefan Moidl rettete früher Wälder - (C)  purkerdorf-online.at
IG Windkraft Geschäftsführer Mag. Stefan Moidl rettete früher Wälder – (C) purkersdorf-online.at

Dabei schrieb unter anderem wie folgt: “Ökologisch wertvoll: Der Wienerwald zählt zu den artenreichsten Waldökosystemen Österreichs. Eine Studie des Europarates unterstreicht seinen ökologische Wert als letzter großer, noch weitest gehend intakter Buchenwald Europas!”. Weiters erging sich Mag. Moidl in folgender Argumentation: “Bedrohte Vielfalt/Ökologisches Image: Das Prädikat “Nationalpark-Region” könnte vor Allem für touristische Leitbetriebe und Gemeinden eine Aufwertung des ökologischen Images bedeuten. Neue Chancen für eine nachhaltige Entwicklung und ökologisch verträglichen Tourismus wären damit eröffnet, wie es bereits andere österreichische Nationalparks vorgezeigt haben.” (mehr…)

Moooment? Ökologisch wertvoll, Tourismus? Sind das nicht die Argumente, die die IG Windkraft und die Windkraftunternehmen bei der Errichtung von Windparks wie dem auf der Petzen (Ktn.), am Eiskogel (OÖ), Silventus (OÖ), etc. predigen? Wir können nur eines schlussfolgern, nämlich dass die IG Windkraft weit besser zahlt als der WWF und dass gewisse Argumente offenbar beliebig austauschbar sind, wenn sie nur gut klingen!

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Codename “Windpark Eiskogel (OÖ)” – der nächste geförderte Frontal-Angriff auf Österreichs Wald-Ökosystem im Heimat-Bundesland der Windkraftindustrie – natürlich nach Schema F

17. Juni 2010

“Die Anhebung der Windkraft-Förderung löst einen Bauboom aus. Die Subventionstöpfe für dreieinhalb Jahre sind verplant.” so untertitelte der KURIER seinen Artikel “Wettlauf um neue Windräder” (mehr…). Eine Aufforderung, die natürlich im Heimatbundesland der Windkraftindustrie in Oberösterreich, wahrscheinlich schon vor der neuen Ökostromverordnung wörtlich genommen wurde. Und so müssen sie her: Die Windräder im Wald. Diesmal im Visier: Der Eiskogel – ein bewaldetes Ökoparadies in Oberösterreich.

Inmitten der Gemeinden Pettenbach, Steinbach am Ziehberg und Inszersdorf im Kremstal (Bezirk Kirchberg). Im Gegensatz zu anderen Waldwindparkregionen dürften aber die vifen Eiskogler (“Freunde des Eiskogels” mehr…) die Öko-Schönfärberei der dortigen Industrie rascher durchschaut haben als manch andere Gemeinden (zb.: Windpark Sternwind, durch Bürgerproteste zu Fall gebrachter Windpark Hafnerbach). Die Gegner des Windparks formierten sich rasch und gingen an die Öffentlichkeit.

"Gegenwind für geplante Windräder - Widerstand gegen Eiskogel-Windpark" (c) OÖ Bezirksrundschau - Juni 2010

"Gegenwind für geplante Windräder - Widerstand gegen Eiskogel-Windpark" (c) OÖ Bezirksrundschau - Juni 2010

Kein Wunder, agieren doch in dieser Region der grüne Landesrat Anschober, der im April 2010 eine weitere Verstärkung der Windkraft forderte (mehr…). Doch die Region bietet mehr: Die gespaltenen Energiewerkstatt-Zwillinge  bestehend aus dem Verein Energiewerkstatt (Betreiber d. gepl. Windparks Eiskogel) und der Energiewerkstatt GmbH. Die GmbH ist der führende Planer von Windindustrieanlagenund schon lange im Kreuzfeuer der Kritik. Jüngster Anlassfall war die Affäre “Silventus”, bei der kurz vor der Abstimmung der Gemeinde Lohnsburg ein Entgelt von 40.000 € pro Windrad in Aussicht gestellt wurde. Diese Entscheidungshilfe, brachte dann die mediale Frage nach “Bestechung im Gemeinderat?” (mehr…) auf.

Das Schema F – Wer kann da schon nein sagen?

Von der Vorgansgweise erinnert der “Windpark Eiskogel” an das Schema F der Windkraftindustrie, wenn es darum geht, so rasch wie möglich einen Subventionspark zu errichten. Vorverhandlungen mit den Grundeigentümern im Vorfeld, blitz-blank polierte Präsentation vor den Augen der Bürger und dann das obligatorische “Politiker-Werben”. Wer kann denn da schon nein sagen? Doch nur Quertreiber, Querulanten und Naivlinge. Auf keinen Fall, vernünftige, gestandene Bürger.

Interessant auch die meist anfänglich naive Haltung der Regionalpresse, die mit Fragen wie “Unterstützen Sie die Windkraft in Ihrer Gemeinde?” und “Naturschutz versus erneuerbare Energie” das Brett neben dem Nagel trifft. Die Fragestellung weist dabei eine Konkretheit auf, die mit der “Sind Sie im Allgmeinen für Vorteile?” vergleichbar ist. Nein sagen gilt natürlich nicht. Eh kloa. Fragt sich nur ob sich Bürger, Regionalpresse und Entscheidungsträger statt “Naturschutz versus erneuerbare Energie” einmal fragen werden “Naturschutz oder subventionierte, artenbedrohende Finanzierung von Privatunternehmen mit schwankendem Ertrag und volkswirtschaftlichen Nachteilen én masse?”. Wenn’s doch alle nur so gut mit dem Eiskogel meinen würden. Gerade jetzt.

Zu Webseite der “Freunde des Eiskogels

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